Nordwestdeutscher Schützenbund berichtet über fertige und unfertige Bauabschnitte im Leistungszentrum

Gut Schuss auf 5 000 Quadratmetern

In neuem Glanz erstrahlt das Landesleistungszentrum des NWDSB an der Langen Straße in Bassum.
+
In neuem Glanz erstrahlt das Landesleistungszentrum des NWDSB an der Langen Straße in Bassum.

Bassum – Seit nun ziemlich genau zehn Jahren saniert der Nordwestdeutsche Schützenbund (NWDSB) das Landesleistungszentrum (LLZ) an der Langen Straße in Bassum. Zuletzt wurde die Fassade neu gestrichen und daran ein Schriftzug angebracht, der das Zuhause des Schützenbundes kennzeichnet. Im kommenden Jahr sollen die Innenräume komplett fertig sein, berichtet Verbundspräsident Frank Pingel.

„Außen hui, innen pfui“ sei ein allseits bekanntes Sprichwort, das auf viele Dinge zutreffe, aber nicht auf das Vereinsheim des NWDSB, meint Pingel. Der strahlend weißen Fassade mit grünem Schriftzug waren nämlich andere Sanierungs- und Umbauarbeiten vorangestellt. Erst einmal sollten die Schießräume auf einer Fläche von etwa 5 000 Quadratmetern nutzbar sein. Dieses Ziel sei nun fast erreicht. Während die Anlagen für’s Luftdruckschießen bereits fertig seien, müsse in den Räumen für die Kleinkaliber-Anlagen noch einiges getan werden. „Der Rohbau ist fertig“, erklärt Pingel. Doch Wände und Böden brauchen noch eine Verkleidung. Auch Beleuchtungen sollen noch installiert und die Schalldämmung optimiert werden, bevor schlussendlich die Schießanlagen aufgebaut werden können. Durch Mauern ist die längliche Halle in vier Bereiche mit je fünf Schießanlagen unterteilt.

Da durch den Kleinkaliber-Gebrauch Bleipartikel in die Umgebungsluft geraten können, habe der Verbund eine spezielle Be- und Entlüftungstechnik auf der Anlage installieren lassen. Auf der einen Seite – da, wo die Schützen stehen – kommt frische Luft aus einem Apparat und drückt die alte Luft bis zur anderen Seite durch – da, wo die Ziele angebracht sind. Dort soll die Luft abgesaugt werden.

Die Installation dieser Lüftungstechnik sei der komplizierteste Part der insgesamt rund 4,6 Millionen Euro teuren Sanierungsarbeiten am LLZ gewesen, erläutert Pingel. Der Gebäudekauf, bei dem die Stadt den Verband seinerzeit unterstützt hatte, sei in der Summe schon mit einberechnet.

Im Bereich des Luftdruckschießens sei laut Pingel „nicht viel an der Substanz des Objekts verändert worden“. Gleiches gelte für den Bogensport-Bereich, wo für das Ausüben des Sportes selbst auch nicht viel technisches Equipment notwendig sei, und der ohnehin lediglich in den Wintermonaten im LLZ trainieren würde.

Auf 140 Luftgewehr-Ständen seien einige Sportschützen „inzwischen schon wieder ganz aktiv dabei“, erzählt Pingel. Denn auch das LLZ musste seinen Betrieb coronabedingt einstellen. Seit Mitte Juni seien die Anlagen wieder auf. Während der Pause konnten die fertigen Räume anderweitig genutzt werden. Pingel berichtet unter anderem vom dort tagenden Stadtrat. „Mehrere hundert Personen können wir hier unter Corona-Bedingungen unterbringen.“ Die Volkshochschule biete dort Yoga-Kurse und Boxen an. Fest vermietet sei ein Teil des Gebäudekomplexes an die Firma defakto.

Da die Landesverbandsmeisterschaften 2020 coronabedingt ausfallen müssen, habe sich der Verbund überlegt, was man in Anbetracht der Lockerungen alternativ machen könnte. Daher planen sie zwei Landespokalschießwettbewerbe für das letzte September- und das erste Oktoberwochenende. Für die 850 Vereine, die dem NWDSB angehören, sei das laut Pingel eine Möglichkeit, sich den Baufortschritt am LLZ selbst anzuschauen.

Von Lisa-marie Rumann

Über 36 elektronische Schießanlagen verfügt das Landesleistungszentrum in Bassum.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Was ein gesundes Frühstück ausmacht

Was ein gesundes Frühstück ausmacht

Wie knackt man Krebse richtig?

Wie knackt man Krebse richtig?

Autotest: Wird der VW Caddy zum besseren Golf?

Autotest: Wird der VW Caddy zum besseren Golf?

Mehr als 70 Tote und 3000 Verletzte bei Explosion in Beirut

Mehr als 70 Tote und 3000 Verletzte bei Explosion in Beirut

Meistgelesene Artikel

Tickende Zeitbomben

Tickende Zeitbomben

Mörsen ist so „englisch“

Mörsen ist so „englisch“

Bea Tilanus und Romke Schievink planen astronomische Projekte an der Bruchmühle

Bea Tilanus und Romke Schievink planen astronomische Projekte an der Bruchmühle

Von Jugendlichen für Kinder

Von Jugendlichen für Kinder

Kommentare