„1 000 Schätze“ beugt Gewalt und Sucht vor

Grundschule Mittelstraße-Neubruchhausen startet Präventionsprogramm mit „release“

Start des Präventionsprogramms „1000 Schätze“ an der Grundschule Mittelstraße. Auf den Hintergrund und die Inhalte des Projektes machen Patrick Ehnis, Thomas Mohrmann und Catherina Voss (von links) aufmerksam.
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Start des Präventionsprogramms „1000 Schätze“ an der Grundschule Mittelstraße. Auf den Hintergrund und die Inhalte des Projektes machen Patrick Ehnis, Thomas Mohrmann und Catherina Voss (von links) aufmerksam.

Bassum – Gewalt und Sucht zur Gesundheitsförderung von der ersten Klasse an vorbeugen, so lautet das Ziel des Präventionsprogramms „1 000 Schätze“, das jetzt an der Grundschule Mittelstraße und der Außenstelle Neubruchhausen startet. Die Stärkung der Schüler steht dabei als Ziel ganz oben, weiß die kommissarische Leitung der Grundschule, und stellt die Inhalte des Programms vor.

„Das Programm umfasst Werte und soziale Aspekte, mit denen wir uns als Grundschule gut identifizieren können. Außerdem sprachen uns die Inhalte des Präventionsprojektes an, da in ihnen alle Bereiche des Schulalltags eingeschlossen werden. Von den Lehrern über die Schüler bis hin zu den Eltern“, erklärt Catherina Voss, kommissarische Konrektorin, die Entscheidung für das Projekt.

Mit Thomas Mohrmann, kommissarischer Schulleiter, entschied sich die Grundschulführung für die Umsetzung. Aufmerksam geworden auf das Programm der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS) war die Leitung durch das Bassumer Stadtprogramm CTC (Communities That Care – Gemeinschaft, die sich kümmert). Mit diesem wolle die Stadtverwaltung neue Präventionswege gehen. „1 000 Schätze – Gesundheitsförderung und Suchtprävention“ sei eines der Projekte gewesen, das der Bassumer Grundschulleitung innerhalb des CTC-Projektes vorgestellt wurde. Im Schulausschuss fiel die Entscheidung für das Programm.

Lehrer bereiten Grundschüler auf Schulwechsel vor

„Durch das Angebot der Suchtprävention sollen die Grundschüler auf den Wechsel auf eine weiterführende Schule vorbereitet werden. Schule wird hierbei als System verstanden, mit dem Ziel, Kinder stark zu machen“, sagt Patrick Ehnis, Suchtpräventionsberater bei der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention „release“. Er lobt das Engagement der Grundschulleitung, trotz vieler Umstrukturierungen aufgrund der Corona-Pandemie den Blick auf Gewalt- und Suchtprävention zu legen.

Für die Klassenlehrer der ersten Klassen in Bassum und Neubruchhausen sowie vom Schulkindergarten standen zunächst Workshops auf dem Stundenplan – auch für die Schulleitung.

Soziale Kompetenzen in zehn Modulen erarbeiten

In zehn Modulen sollen die Grundschüler spielerisch soziale Kompetenzen erarbeiten. Den eigenen Körper kennenzulernen und der richtige Umgang mit Konflikten sind zwei der Themen des Präventionsprojektes. Aus einer Methoden-Schatzkiste können die Lehrkräfte weitere Übungen zur Vertiefung und für Rituale im Schulalltag nutzen. Fotos und Symbole ersetzen für die Kinder die Schrift. Geschichten und spielerische Übungen regen zur Zusammenarbeit untereinander und zum gelingenden Umgang mit Stress, Ängsten und Konflikten an. Eine Musik-CD mit dem Titel „In mir sind 1000 Schätze“ behandelt Themen wie gutes Miteinander, kleine Alltagsfreuden oder das Wunder des eigenen Körpers. Andere Lieder regen die Bewegungsfreude der Erstklässler an. Zusätzlich setzt das Projekt auf Elterntreffen und Informationsbroschüren in mehreren Sprachen. „Nur gemeinsam mit den Eltern erreichen wir, dass die Kinder gesund aufwachsen und der Schulbesuch gelingt“, ergänzt Ehnis.

Lehrer haben wichtiges Verhältnis zu Schülern

Den Lehrern schreibt der Suchtpräventionsberater ein wichtiges Verhältnis zu den Schülern zu. Dieses Verhältnis solle durch das Programm stabilisiert und gegenseitiges Vertrauen erweitert werden.

„Uns ist es wichtig, die Erkenntnisse, die das Projekt mit sich bringt, den Grundschülern als Handwerkszeug mitzugeben“, erklärt Schulleiter Mohrmann. Gewaltvorfälle seien an der Grundschule in Bassum kein allzu präsentes Thema. Dies soll auch in Zukunft so bleiben. Die kommissarische Konrektorin dazu: „Es geht uns um das Vorbeugen, damit es möglichst nicht zu Gewalt kommt. Im Unterricht sollen Aspekte aufgezeigt werden, die gegen Gewalt und Sucht sprechen.“ Ein Augenmerk werde zudem auf Kinder gelegt, die aus suchtbelasteten Familien stammen könnten.

Nur gemeinsam mit den Eltern erreichen wir, dass die Kinder gesund aufwachsen und der Schulbesuch gelingt.

- Patrick Ehnis, Suchtpräventionsberater bei „release“ -

Patrick Ehnis ist vom praktischen Nutzen des Programms überzeugt: „Prävention muss als Ganzes betrachtet werden. Die Kinder sollen mithilfe des Programms widerstandsfähiger und somit auf lange Sicht gestärkt werden.“

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