Bassumer Schulausschuss diskutiert

Anbau für Grundschule Bramstedt im Gespräch

Die Grundschule Bramstedt platzt aus allen Nähten. Ein Anbau soll her.
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Die Grundschule Bramstedt platzt aus allen Nähten. Ein Anbau soll her.

Es wird eng in der Grundschule Bramstedt. Darum soll ein Anbau her. Doch nicht nur darum ging es bei der jüngsten Sitzung des Schulausschusses der Stadt Bassum.

Bassum – In Bassums Schullandschaft bewegt sich was – und muss sich auch was bewegen. Das machte der Erste Stadtrat Norbert Lyko auf der jüngsten Sitzung des Schulausschusses deutlich. Dabei sprach er verschiedene Bereiche an.

Schülerzahlen

Die Zahlen sind konstant bis leicht steigend an allen Bassumer Grundschulen. Das ist erfreulich, besonders für Neubruchhausen. Drei Eltern haben sich bewusst dafür entschieden, dass ihr Kind die Dorfschule besuchen soll. „Das zeigt, dass die viele Werbung, die für die Schule gemacht wurde, endlich greift“, freute sich Lyko. Insgesamt werden 13 Kinder in Neubruchhausen eingeschult.

Dennoch dürfe man sich jetzt nicht auf den Lorbeeren ausruhen, mahnte der Stadtrat. Das heißt: obwohl die Schule nun erstmal für weitere fünf Jahre weiterlaufen darf, müsse man schon jetzt Vorkehrungen treffen, das das auch so bleibt. Das bedeutet unter anderem, neue Baugebiete auszuweisen. Auch in Nordwohlde gibt es einen Anstieg, unter anderem durch das Neubaugebiet, so dass Lyko eine mögliche Selbstständigkeit in der Zukunft ansprach.

Bettina Gehlenbeck vom Bürgerblock erkundigte sich, welche Voraussetzungen eine Selbstständigkeit möglich machen würden. „Die Zahlen müssen stabil bleiben und dann stellt die Stadt einen Antrag“, erklärte Lyko.

Elternvertreterin Christine Strodt sagte: „Es wäre gut, wenn die Schule selbstständig werden würde, denn dann würde es auch wieder eine eigene Schulleitung geben.“

Schnelles Handeln gefragt

Doch am schnellsten ist Handeln in Bramstedt gefragt, denn die Schule kommt inzwischen an ihre Grenzen. „Bisher war sie einzügig. Doch wir rechnen für die bevorstehende Einschulung mit etwa 30 Kindern. Damit wären wir zweizügig, weil bei 26 Kindern die Klasse geteilt wird“, sagt Lyko. „Wir rechnen damit, dass wir ab dem übernächsten Jahr in jedem Fall zweizügig sind.“

Theoretisch wäre das kein Problem, da ein Raum renoviert wurde und eine zusätzliche Klasse aufnehmen könnte . Aber: Die derzeitige erste Klasse hat 24 Schüler. Sollten im Lauf der Zeit noch welche hinzukommen, müsste auch die geteilt werden – und dann wird es schwierig. „Zur Not könnte man den Speiseraum mitnutzen“, sagte Lyko. Doch das will eigentlich keiner.

„Das geht gar nicht“, erklärte Eike Sellmer von den Grünen. Und Schulleiter Tobias Baron ergänzte: „Es besteht dringender Handlungsbedarf. Das merken wir besonders seit vergangenem Montag, wo wir wieder vor vollbesetzten Klassen stehen.“

Die Verwaltung sieht das genauso und will deswegen auf der nächsten Schulausschusssitzung im Herbst wieder einen Vorschlag aufs Tapet bringen, der 2020 schon mal angesprochen worden war. Dieser sieht einen Anbau mit zwei Klassenräumen vor. 600 000 Euro hätte der nach den alten Plänen kosten sollen. „Nun wird es aufgrund der gestiegenen Baukosten sicher teurer“, warnte Lyko schon mal vor.

Außerdem soll nun darüber gesprochen werden, ob man so einen Anbau gleich so einrichten sollte, das problemlos nochmals zwei weitere Räume angebaut werden können – oder ob man gleich sofort vier Räume baut. Das würde dann über eine Million kosten. Ziel ist, mit den Arbeiten 2023 fertig zu sein, denn „es muss was getan werden“, so Lyko.

Personal

Einige Stellen sind vakant. So musste Susanne Klein, die erst Anfang des Jahres die Nachfolge von Doris Meyer-Toms angetreten hatte, die Leitung der Grundschule Petermoor aus gesundheitlichen Gründen wieder abgeben. Auch die Leitung der Grundschule Mittelstaße ist wieder ausgeschrieben, weil Thomas Mohrmann und Catherina Voss erklärt haben, dass sie die kommissarische Leitung nicht noch länger ausüben möchten.

Auch eine neue Schulsozialarbeiterin beziehungsweise ein neuer Schulsozialarbeiter wird gesucht. Hilke Bald, die für die Grundschulen Petermoor, Nordwohlde und Bramstedt zuständig war, ist nach Bremen gegangen. Ihre Stelle hat die Stadt Bassum bezahlt, weil das Land Niedersachsen, das eigentlich für die Schulsozialarbeit zuständig ist, die Schulen erst nach und nach bedenkt und die Grundschulen noch nicht an der Reihe sind.

Und das wird sich auch erstmal nicht ändern. „Wir haben die Auskunft erhalten, dass die Grundschulen erst nach der Landtagswahl eine Schulsozialarbeiterin bekommen“, erklärte Lyko. Weil es also noch eine ganze Weile dauern kann, schlägt die Stadt vor, eine neue Stelle zu schaffen und diese auch wieder selbst zu bezahlen.

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