Neubruchhausen: Vom Hort in die ganze Welt

Gemeinsames Essen ist für Grundschüler Höhepunkt der Projektwoche

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Nudeln mit Stäbchen zu essen, ist gar nicht so leicht. Das konnten die Kinder während der Projektwoche erfahren.

Neubruchhausen - Von Julia Kreykenbohm. Linsensuppe, Teig mit Feta-Käse, Fleischtasche und arabisches Brot – wenn die Kinder des Hortes der Grundschule Neubruchhausen von dem Essen erzählen, das sie zusammen mit der Mutter ihrer Freundin Silan zubereitet haben, geraten viele von ihnen noch immer ins Schwärmen. Das Kochen – und natürlich hinterher das gemeinsame Essen – war für viele der absolute Höhepunkt der Projektwoche „Kinder aus aller Welt“.

„Mit dieser Woche wollten wir den Kindern zeigen, wie groß die Welt ist und welche verschiedenen Bräuche es gibt“, erläutert Sprachfachkraft Tabea Heinemann. Während der Woche haben die 13 Kinder sich andere Länder genau angeschaut, wie zum Beispiel die Türkei, Italien oder Dänemark, ihre Nationalhymnen gehört und Steckbriefe von ihnen gefertigt. Außerdem unternahm Betreuerin Ann-Christin Wulferding mit ihnen eine Traumreise durch die Welt.

Doch damit nicht nur der Kopf auf Entdeckungsreise geht, sondern auch der Bauch etwas davon hat, wurde zweimal der Kochlöffel geschwungen. Die Mutter der achtjährige Silan zeigte den Kleinen verschiedene kurdische Gerichte. „Das kam super an“, freut sich Heinemann. „Und Silan hat sich sehr darüber gefreut, den anderen Kindern zeigen zu können, was es bei ihr zu Hause so zu essen gibt und wie man es zubereitet.“ Dabei lernten die kleinen Entdecker auch, was „Danke“ und „Guten Appetit“ auf Kurdisch heißt.

Beim zweiten Mal kam chinesisches Essen auf den Tisch – natürlich stilecht mit Stäbchen. „Das war gar nicht so einfach“, berichten Erik und Ben (beide sieben Jahre). „Ich habe keine einzige Nudel damit gekriegt“, sagt Ben. Doch irgendwie hat es am Ende dann doch geklappt, denn hungrig musste keiner nach Hause gehen.

Von den Ländern hat Erik Italien am besten gefallen, weil ihn der schiefe Turm von Pisa fasziniert. Ben und seine neunjährige Schwester Linn fanden die Türkei am spannendsten. „Ich möchte noch mehr Länder kennenlernen“, sagt Linn und spricht damit offenbar den anderen Hort-Kindern aus der Seele.

„Sie haben darum gebeten, dass wir die Projektwoche fortsetzen“, sagt Heinemann. Im Hort gebe es zwar nur wenige Kinder mit ausländischen Wurzeln, aber dafür hätten viele ihrer Mitschüler aus der Grundschule welche. „Von daher interessiert es die Kinder, wo diese herkommen und wie man in deren Ländern lebt.“ Es sei einfach schön zu beobachten, wie offen und neugierig die Jungen und Mädchen seien.

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