Neues Angebot

Grüner Strom von hier für hier - von der Energie-Genossenschaft und Naturstrom vor Ort

Die Energie-Genossenschaft Bassum Twistringen und die Naturstrom vor Ort GmbH bieten gemeinsam regionalen Strom an: Stefan Seltmann (von links, Aufsichtsratsvorsitzender), Bernd Gau von Naturstrom vor Ort, Claus Marx (Aufsichtsrat), sowie Reiner Kuntze, Sylvia Holste-Hagen und Matthias Bruckner (alle Vorstand).
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Die Energie-Genossenschaft Bassum Twistringen und die Naturstrom vor Ort GmbH bieten gemeinsam regionalen Strom an: Stefan Seltmann (von links, Aufsichtsratsvorsitzender), Bernd Gau von Naturstrom vor Ort, Claus Marx (Aufsichtsrat), sowie Reiner Kuntze, Sylvia Holste-Hagen und Matthias Bruckner (alle Vorstand).

Bassum – Seit zwölf Jahren gibt es die Energie-Genossenschaft Bassum, in der sich Bürger zusammengeschlossen haben, um regenerativen Strom zu erzeugen und gemeinsam die Energiewende voranzutreiben. Seit etwa drei Jahren beschäftigt sich die Genossenschaft intensiv damit, ein regionales Stromangebot zu schaffen. Nun wurde ein erstes großes Etappenziel erreicht: Auf der Generalversammlung am vergangenen Sonntag gab die seit 2019 in Energie-Genossenschaft Bassum Twistringen eG umbenannte Genossenschaft bekannt, dass sie seit dem 1. September echten, vor Ort gewonnenen Ökostrom anbietet.

„Wir speisen schon seit zwölf Jahren Ökostrom ein, der dann irgendwo im Nirvana verschwindet“, fasste Stefan Seltmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft, die Einspeisesituation überspitzt zusammen. „Nun haben wir die Chance, regional produziert Strom auch regional zu nutzen. Wir haben endlich ein eigenes Stromprodukt. Ab sofort können alle Bürgerinnen und Bürger im Nordkreis Diepholz unseren Regionalstrom Nordkreis Diepholz beziehen.

Die Energie-Genossenschaft Bassum Twistringen bietet den Strom in Zusammenarbeit mit der Naturstrom vor Ort GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Naturstrom AG, an. Erzeugt wird der „Regionalstrom Nordkreis Diepholz“ im Windpark Linsburg 2. Die zwei Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 450 Kilowatt erzeugen rund 520 Megawattstunden Strom im Jahr. Damit könnten über 170 durchschnittliche Drei-Personen-Haushalte versorgt werden, erläutert Naturstrom-Mitarbeiter Bernd Gau das Angebot.

„Unsere Vision ist es, eine Versorgung mit sauberer und lokal gewonnener Energie für alle zu realisieren. Deshalb bringen wir die Erzeugung und den Verbrauch von Ökostrom zusammen“, heißt es seitens des Anbieters. Die beiden Windkraftanlagen stehen in einer maximalen Entfernung von 50 Kilometern zum Endverbraucher. „Der Verbraucher sieht: Hier kommt mein Strom her“, zeigt sich Gau erfreut.

Konkret heißt das für die Einwohner des Landkreises, dass sie den Regionalstrom in Affinghausen, Asendorf, Bassum, Bruchhausen-Vilsen, Ehrenburg, Martfeld, Neuenkirchen, Scholen, Schwaförden Stuhr, Sudwalde, Syke, Twistringen und Weyhe beziehen können.

„Das ist erstmal ein Anfang“, sagt Stefan Seltmann und fügt hinzu: „Wir suchen noch händeringend Anlagen, die noch dichter dran sind und länger laufen.“ Er verstehe nicht, dass manche Betreiber von Windkraftanlagen auf Anfragen der Energie-Genossenschaft so zögerlich reagieren. Für sie sei es eine Chance, nach Auslaufen der EEG-Vergütung weiter wirtschaftlich einspeisen zu können.

Eine dezentrale Energieversorgung, sprich, den Strom dort zu nutzen, wo er gewonnen wird, ist seit langem Wunsch der Energie-Genossenschaft. „Wir wollen zeigen, dass es auch ohne große Konzerne geht und dass Ökostrom nicht aus Norwegen kommen muss“, sagt Stefan Seltmann.

Die Energie-Genossenschaft Bassum Twistringen betreibt in Bassum vier Solaranlagen mit etwa 180 Kilowatt Leistung und ein Blockheizkraftwerk. Auf der Generalversammlung berichtete der Vorstand, bestehend aus Sylvia Holste-Hagen, Reiner Kuntze und Matthias Buckner, aus dem Geschäftsjahr 2019. „Es war ein super Solarjahr“, fasste Stefan Seltmann die Ausführungen zusammen.

Die Genossenschaft könne drei Prozent Rendite ausschütten. Knapp 100 KW wurden dazu erworben. Diese setze sich zusammen aus einer neu installierten Solaranlage auf dem Dach der Sporthalle Nordwohlde und dem Erwerb einer gebrauchten Solaranlage auf der Grundschule Petermoor. Die Anlage wird im nächsten Jahr 20 Jahre alt und verliert damit die gesicherte Einspeisevergütung aus dem EEG.

„Die Genossenschaft erwägt, die Anlage noch zu erweitern und die Schule mit einer Wärmepumpe auszustatten, um sie dann mit Strom und Wärme zu versorgen“, berichtet Seltmann. Damit wolle man bestehenden Anlagen vor Ort eine Verwendung geben, anstatt sie zu verschrotten.

Im Rahmen der Generalversammlung wurde Claus Marx in den Aufsichtsrat gewählt. Damit füllt er die Lücke des im Juni verstorbenen Hartmut Krause.

Mehr zum regionalen Stromangebot unter www.naturstrom-vor-ort.de/regionalstrom/nordkreis-diepholz

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