Covid-Impfung

Mobiles Impfen in Bassum: Lange Schlange vor der Schützenhalle

Eine lange Menschen-Schlange vor der Halle des Nordwestdeutschen Schützenbundes.
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Hin und wieder zurück: Zu Beginn des Impfens morgens um 9 Uhr reicht die Schlange an der NWDSB-Halle einmal um den Parkplatz herum.

Großer Andrang bei der Bassumer Impf-Aktion: Einige Impf-Willige warten schon Stunden vorher darauf, dass es losgeht. Die Impf-Stoff-Menge ist weiterhin begrenzt.

Bassum – Großer Andrang auf dem Gelände des Nordwestdeutschen Schützenbunds (NWDSB) am Donnerstagmorgen: Um kurz nach 9 Uhr hat die Reihe derjenigen, die sich fürs Impfen anstellen, längst das Ende des Parkplatzes erreicht. Sie schlängelt sich vom Haupteingang im Bogen wieder zurück Richtung Einfahrt.

Auch die Parkplätze rechts neben der Schützenhalle sind alle belegt. Wer jetzt noch im Auto kommt, muss hinter dem Gebäude parken – und sich dafür einen Weg an der Warteschlange entlang und durch sie hindurch suchen. Was aber funktioniert, ohne dass es zu stockendem Verkehr auf dem Schützenhallenparkplatz kommen würde: Die Wartenden bilden eine Gasse, bevor es dazu kommt.

Mitte November hatte der Landkreis Diepholz das mobile Impfen neu aufgelegt, mit festen Terminen an gleichbleibenden Standorten in den Städten und Gemeinden. Mit ein bis zwei Ärzten und sieben bis acht weiteren Mitarbeitern ist das Rote Kreuz jeweils vor Ort. In Bassum verabreichen die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) unterstützten mobilen Impfteams des Landkreises jeden Donnerstag in den Räumen des NWDSB ab 9 Uhr ihre Spritzen.

Die Booster mit mRNA-Impfstoff waren anfangs für die über 70-Jährigen gedacht. Inzwischen fehlt dieser Hinweis, die Auffrischung wird allen Erwachsenen empfohlen. Und sie erfüllt – mittlerweile bundesweit – das „Plus“ im „2G plus“.

Auf dem NWDSB-Parkplatz ist grau wohl weiterhin die häufigste Haarfarbe, aber auch viele jüngere Bassumer wollen sich an diesem Vormittag ihren Piks abholen. Wer sich dafür erst pünktlich zum Start anstellt, hat schon 50 Leute vor sich, die früher da waren. Mindestens. Trotzdem warten die Bassumer geduldig. Zwei, die schon fast den Eingang erreicht haben, erzählen, dass sie seit kurz vor acht Uhr da sind.

„Um 6.30 Uhr waren schon die Ersten da“, hat DRK-Pressereferentin Theres Mattke vom mobilen Impfteam gehört. „Das Interesse ist immer noch da, das wird auch so bleiben. Das ist ja auch gut so“, sagt die Pressereferentin. Sie glaubt, dass die geänderten Corona-Verordnungen zu der hohen Nachfrage nach Booster-, aber Erst-Impfungen, beitragen.

Auch Bassums Bürgermeister Christian Porsch begrüßt das Interesse an den Impf-Aktionen. Es zeige, dass „eine ganz deutliche Mehrheit“ sich und andere mit einer Corona-Impfung schützen wolle. Porsch vermutet, dass sich wegen der Debatte um eine mögliche Impfstoffknappheit viele möglichst schnell impfen lassen möchten.

Der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte sich in diese Richtung geäußert. Rund 200 Dosen stehen den Teams jeweils zur Verfügung. Momentan ausschließlich Moderna, die unter 30-Jährigen müssen warten, bis wieder Biontech da ist. Auch wenn offiziell bis 15 Uhr geimpft wird, reicht diese Menge an den Diepholzer Standorten selten so lange.

Auf dem Parkplatz erzählt ein Wartender, dass dies heute schon sein dritter Versuch sei, nachdem er zweimal leer ausgegangen ist. Und fast ist zu befürchten, dass der Impfstoff wieder nicht für alle reicht, die direkt morgens da sind. Innerhalb einer halben Stunde hat sich das Ende der Warteschlange dem Eingang auf wenige Meter genähert. Nach Auskunft von Bürgermeister Porsch sollten die knapp 200 Dosen am Donnerstag aber bis 14 Uhr reichen.

Porsch berichtet auch, die Einhaltung der Frist zwischen Zweit- und Drittimpfung habe für Unruhe gesorgt. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt fünf Monate zwischen zweiter und dritter Impfung. Das sei aber auch die Vorgabe des Landkreises, die auf den Tag genau eingehalten werden müsse – sodass schon Impf-Willige unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten.

Impf-Aktion

Weitere Termine am 23. und 30. Dezember ab 9 Uhr

NWDSB

Lange Straße 68–70

Ausweis, Impfpass, ausgefüllter Anamnesebogen und FFP2-Maske sollten mitgebracht werden.

www.bassum.de

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