Große Spendenbereitschaft stellt Tafel-Team vor Platzprobleme

Kistenweise Spielzeug

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„Stofftiere sind begehrt und alles, was Krach macht“, weiß Hedda Berlin (r.). Sie betreut zusammen mit Anna Maria Walter die Spielzeugausgabe.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Wow – nicht nur die Kinder staunen beim Anblick der Spielzeugberge, die sich in dem Raum der Kleiderkammer Bassum stapeln. Auch viele Erwachsene bekommen große Augen. Keine zwei Wochen ist es her, da wurde vor dem Rathaus in Bassum ein Spielzeug-Container aufgestellt. Bassumer können dort Spielzeug abgeben, das sie nicht mehr benötigen. Die Spendenbereitschaft ist riesig.

„Ist das nicht toll?“, freut sich Hedda Berlin über die Menge. Die Bassumerin hatte mit dem Unternehmer Kai-Uwe Jobst die Idee, einen solchen Container aufzustellen (wir berichteten). „Wir hatten anfangs überlegt, zwei Kisten aufzustellen. Zum Glück blieb es bei einer. Wir kämen mit dem Sortieren gar nicht nach.“ Mittlerweile wird die Kiste zweimal in der Woche geleert.

„Vor allem vor Weihnachten ist die Bereitschaft, etwas zu geben, riesig“, freut sich auch Hartmut Stolte, Vorsitzender des Fördervereins der Bassumer Tafel. „Wir überlegen bereits, einige Sachen an die Tafeln in Sulingen und Twistringen abzugeben.“

Auch Kleider- und Sachspenden bekommen die Helfer zuhauf. „So viele, dass wir räumlich und personell an unsere Grenzen kommen“, sagt Stolte. Über weitere Helfer freut sich das gesamte Team. Aber auch darüber, dass Horst-Dieter Jobst bereit ist, auf dem Gelände in Eschenhausen größere Räume zur Verfügung zu stellen.

Aus Platzgründen wurde die Kleiderkammer von der Lebensmittelausgabe getrennt. Die Verwaltung befürwortet die Idee, wie Bassums Erster Stadtrat Norbert Lyko kürzlich im Sozialausschuss mitteilte. Nun muss noch der Landkreis grünes Licht erteilen. Die Helfer der Tafel werden mittlerweile von Ehrenamtlichen der Initiative Willkommen in Bassum unterstützt. „Sonst wäre die Arbeit nicht zu schaffen“, erzählt Stolte.

Die Kleiderkammer ist immer mittwochs ab 10 Uhr und freitags ab 14 Uhr geöffnet. Die Kunden werden nur einzeln hereingelassen. „Sonst verlieren wir den Überblick im Getümmel“, sagt Stolte. Leider müssen die meisten in der Kälte warten. Auch von daher sei dringend eine Erweiterung wichtig, um einen Wartebereich zu ermöglichen. Viele bringen ihre Kinder mit. Schließlich müssen die Kleinen die Kleidung anprobieren. Wenn die sich dann etwas aus dem Spieleparadies aussuchen dürfen, ist die Freude riesengroß.

Die Sachen werden im Übrigen an alle ausgegeben, die einen Tafelausweis haben. Die Ausgabe erfolgt gegen eine kleine Spende. Und wer nichts hat, der bekommt die Artikel gratis. So wie eine Familie aus Syrien, die am Mittwoch Winterkleidung erhielt. Als sie in Bassum ankam, hatte sie nur das, was sie am Leib trug.

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