Gerd Florian Beckert berichtet über seine ersten Wochen als Pastor

Sprung ins kalte Wasser

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Pastor Gerd Florian Beckert an einer seiner neuen Wirkungsstätte, der Nordwohlder Kirche.

Nordwohlde - Von Ute Schiermeyer. Noch sind nicht alle Umzugskartons ausgepackt, Amtszimmer und Wohnung nicht fertig eingerichtet. Dafür war noch nicht die Zeit. Doch Gerd Florian Beckert steckt bereits mittendrin in seiner Arbeit als Pastor für die beiden Kirchengemeinden Nordwohlde und Bassum.

Neben Gottesdiensten, Trauungen und Beerdigungen stehen Konfirmandenunterricht und pfarramtliche Aufgaben auf dem Programm. Die Arbeit in den Kirchenvorständen sei wegen bevorstehender Baumaßnahmen in beiden Gemeinden sehr zeitintensiv. „Es war ein Sprung ins kalte Wasser", meint Beckert. „Die Zeit zwischen der Stellenzuteilung und dem Stellenantritt war sehr kurz.“

Die ersten drei Wochen konnte er zudem seine Wohnung in Nordwohlde noch nicht beziehen. Er lebte aus dem Koffer. Die beiden Kirchengemeinden hätten ihm aber die erste Zeit sehr leicht gemacht, erzählt er. „Ich wurde überall herzlich aufgenommen.“

Er hofft, dass nach der Ferienzeit, die auch mit Vertretungen für Kollegen ausgefüllt sein wird, etwas mehr Ruhe einkehrt. Dann wolle er durchstarten mit Dingen, die ihm am Herzen liegen. „Ich freue mich, dass ich jetzt eine eigene Pfarrstelle habe und aus dem Schatten meines Mentors treten kann. Als Vikar ist man nie länger als zwei bis drei Monate in einer Gemeinde. Da kann man keine neuen Gruppen oder Kurse ins Leben rufen. Jetzt wohne ich im Ort und kann so auch intensiven Kontakt zu den Leuten haben.“

Einer seiner Schwerpunkte sei die Jugendarbeit. Am Wochenende hatte er bereits nach einem Konfirmandentag und dem ersten Abendmahlsgottesdienst ein gemeinsames Kochen in Nordwohlde organisiert. „Das passte gut zum Thema. Früher hat man sich bei Abendmahlen richtig satt gegessen“, erzählt Beckert.

Ihm ist die Gemeinsamkeit wichtig. Im Oktober startet seine erste Jugendfreizeit. Es geht in den Harz. Der Pastor plant unter anderem eine Brockenwanderung und Mountainbiking.

Auch für seine Konfirmandengruppen plane er eine mehrtägige Freizeit.

Den Kontakt zu seinen Konfirmanden organisiert er übrigens über die „neuen“ Mediendienste. „Damit erreicht man die Teenager immer und kann auch noch einmal an einen Termin erinnern. Ich schicke auch schon einmal eine Erinnerung an den Gottesdienst zwei Stunden vorher über Whats App“, erzählt er.

Der zweite Schwerpunkt Beckerts ist die Seelsorge. „Die Erreichbarkeit als Pastor ist mir sehr wichtig. Ich möchte zum Beispiel trauernde Familien nach der Beerdigung ein zweites Mal besuchen.“

Er freue sich auch auf Hausbesuche bei Tauf- oder Konfirmandeneltern. Das sei eine gute Chance, die Kirche wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rufen.

Auf die Frage, ob ihm seine neuen Wirkungsstätten gefielen, antwortet der Pastor: „Beide Orte haben ihren eigenen Charme.“ Was ihm an Nordwohlde gefalle, sei der dörfliche Charakter. Im Dorf würde man ihn schon kennen und grüßen, wenn er mit dem Fahrrad unterwegs sei. Er habe sich auch sehr darüber gefreut, dass so viele Vereine und Verbände zu seiner Ordination gekommen waren.

An Bassum gefalle ihm das vielfältige, kulturelle und musikalische Angebot. Er freut sich zudem über die Kollegen, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stünden.

Zurzeit ist Beckert noch dabei, Menschen kennenzulernen. Er habe mittlerweile alle Mitarbeiter getroffen und auch schon bei Gruppen vorbeigeschaut. Es gibt aber noch viele Menschen, die er besuchen möchte. Dazu gehören neben allen bestehenden Gruppen in den Gemeinden auch der katholische Diakon Bernhard Sauer und Bassums Bürgermeister Christian Porsch.

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