Gerd Florian Beckert (29) wird der neuer Pastor für Nordwohlde und Bassum / Offizielle Einführung ins Amt am 14. Juni

Seelsorge, Jugendarbeit, Landleben

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Gerd Florian Beckert

Nordwohlde - Von Miriam Unger. Die Kirchengemeinden Bassum und Nordwohlde hatten sich auf eine längere Vakanz eingestellt, als Pastor Walter Rosenbaum sich Anfang 2015 in den Ruhestand verabschiedete. Nun ging es doch schnell: Gestern stellte Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder einen Nachfolger vor: Gerd Florian Beckert.

Am Sonntag, 14. Juni, um 16 Uhr ist der Ordinationsgottesdienst für Beckert in der Nordwohlder Kirche, geleitet von Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier. Der Wunsch der Kirchenvorstände nach einem jungen Pastor, der frischen Wind und Lust auf Jugendarbeit mitbringt, scheint in Erfüllung zu gehen: Beckert ist 29 Jahre alt.

Er stammt aus Osterode am Harz. „Ich bin als Jugendlicher über den Konfirmandenunterricht zur Kirche gekommen“, erzählt er. „Mir hat es Spaß gemacht, Freizeiten zu begleiten oder Fahrten nach Taizé zu organisieren. Das war für mich die erste Motivation, später Theologie zu studieren.“

Nach dem Abitur leistete Beckert Wehrdienst, dann studierte er Theologie in Wuppertal, Göttingen und Leipzig. Sein zweieinhalbjähriges Vikariat führte ihn nach Hoheneggelsen, einen Ort im Kreis Hildesheim. „Zum Pfarrbezirk gehören fünf Dörfer“, so der 29-jährige, froh darüber, dass die Landeskirche ihm diese Stelle in Bassum-Nordwohlde zugewiesen hat. „Meine Erfahrung ist, dass man in kleineren Orten und Dörfern schnell und gut in die Gemeinschaft reinkommt. Egal, ob Feuerwehr, Vereine oder Chor – ich habe in Hoheneggelsen versucht, überall reinzuschnuppern, und das möchte ich jetzt in Nordwohlde auch wieder so ähnlich machen.“ Er singt gerne im Chor, so freut es ihn, dass es in Bassum eine Kantorei und so ein großes kirchenmusikalisches Angebot gibt.

„Ich bin neugierig auf das Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen in Nordwohlde, das sehr engagiert auf mich wirkt. Und auf den Pfarrverbund mit Bassum. Ich möchte kein Einzelkämpfer sein, sondern ein Teamplayer. Ich freue mich, dass die Leute hier einverstanden sind mit einem jungen Probedienstler.“

Hat er ein Spezialgebiet oder etwas, das er auf jeden Fall mit in die Gemeinde bringen möchte? „Die Seelsorge ist mir sehr wichtig“, sagt Beckert. „Ich werde viele Besuche machen. Ich möchte zuhören, ins Gespräch kommen, herausfinden, was die Gemeinde braucht. Ehrenamtliche einbeziehen, lebendige Gottesdienste gestalten, vielleicht auch mal andere Zeiten ausprobieren für Andachten. Und worauf ich besonders neugierig bin, ist die Jugendarbeit. Ich bin also gespannt, was mich erwartet und freue mich sehr auf meine erste Pfarrstelle. Und auf alle Begegnungen.“

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