THW-Jugend Bassum feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag

Gemeinschaft steht im Vordergund

Drei von 24 Bassumer THW-Jugendlichen (v.l.) Miriam Schweppe, ihr Bruder Daniel und Jugendsprecherin Jasmin Kolschen. - Foto: Buschmann

Bassum - Von Ulf Buschmann. Die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) in Bassum wird in diesem Jahr 25 Jahre alt und feiert das mit einem Tag der offenen Tür am 5. Juni. Die Gruppe bietet einen Mix aus klassischer Jugendarbeit und der speziellen Ausbildung des THW. Beim Bundeswettkampf im August möchten die Niedersachsen einen Platz unter den ersten zehn der 618 Jugendgruppen des Verbandes belegen.

Jasmin Kolschen, Miriam Schwemme und ihr Bruder Daniel müssen kurz überlegen. Die drei Jugendlichen schauen sich an. Jasmin Kolschen spricht das aus, was alle anderen denken: „Es ist das Team, was wir haben, die Gemeinschaft.“

Alle halten zusammen, bekräftigt die 17-Jährige, die sich für die Blauen in Bassum besonders ins Zeug legt. Jasmin Kolschen ist Jugendsprecherin. Sie vertritt die Anliegen der 24 Kinder und Jugendlichen im Alter von neun bis siebzehn Jahren gegenüber den Erwachsenen im THW. Sie kommen nicht nur aus Bassum, sondern auch aus Harpstedt, Fahrenhorst, Twistringen und Wildeshausen.

Für Jasmin Kolschen ist es im Grunde genommen ein leichter Job, denn Groß und Klein bilden beim THW so etwas wie eine große Familie. Die Freiwilligen der Fachgruppe Räumen an der Bassumer Industriestraße haben nicht nur ein Auge auf die jungen Leute. Vielmehr werden sie so früh wie möglich in die Aufgaben des THW mit einbezogen.

Die Mitglieder der THW-Jugend lernen frühzeitig den Umgang mit Werkzeug und Material. „Unsere Jugendlichen durchlaufen die gleiche Ausbildung wie die Großen“, sagt Hans-Günther Fischer, Ortsjugendleiter des THW. Nur der Umgang mit einigen Geräten wie Motorsägen sei ihnen noch nicht gestattet. Dies betrifft auch die Einsätze. Die Mitglieder der THW-Jugend dürfen bereits mit 16 Jahren ausrücken. Voraussetzung dafür ist, dass ihnen ein Jugendbetreuer zur Seite steht.

Und: Der Jugendliche darf nicht in vorderer Reihe eingesetzt werden. Das ist zum Beispiel bei den Feuerwehren anders. Dort wechseln die Jugendlichen mit 18 Jahren in die aktive Gruppe. Vorher sind sie Angehörige der Jugendfeuerwehr. Zwar beginnt auch dort die Ausbildung frühzeitig, doch Einsatzfahrten sind für sie tabu. Ähnlich sieht es bei den Hilfsorganisationen aus. Wer als Mitglied der jeweiligen Jugendorganisationen mitmachen möchte, darf dies bei Sanitätsdiensten.

Die jungen Leute werden auf spätere Einsätze vorbereitet. So können sie schon früh eine sogenannte Leonardo-Brücke bauen. Sämtliche Bauteile stützen sich dabei durch geschickte Verschränkungen selbst. Leonardo-Brücken setzt das THW zum Beispiel ein, um an Unglücksstellen wie eingestürzte Häuser heranzukommen.

Zum Programm gehören aber auch gemeinsame Ausflüge. Diese Mischung aus klassischer Jugendarbeit und den speziellen Angeboten des THW hat zum Beispiel Daniel Schweppe gefallen. Mit sechs Jahren nahm er an Aktivitäten des THW im Rahmen des Ferienprogramms teil. Dies hat ihm so gut gefallen, „dass ich dageblieben bin“, sagt Daniel Schwemme etwas verlegen.

Papa Jens Schwemme hat sich von der Begeisterung seines Sohnes anstecken lassen und ist ihm gefolgt. Inzwischen ist Jens Schwemme Jugendbetreuer. Und Miriam Schwemme hat es schließlich auch nicht mehr zuhause gehalten.

Dass die Eltern mit dabei sind, ist für Ortsjugendleiter Fischer typisch für die Bassumer THW-Jugend. Auf seine „aktive Elternschaft“ ist er besonders stolz. Wenn es um Aktivitäten gehe, seien die Mütter und Väter fast immer ansprechbar. Dies sei besonders wichtig, um die Jugendlichen aus ihren Wohnorten zur THW-Unterkunft nach Bassum zu bringen.

In den kommenden Wochen werden die Eltern sicherlich auch dann einspringen, wenn es ums Training für den Bundeswettkampf geht. Er steht am 6. August als Teil des Bundesjugendlagers in Neumünster auf dem Programm. Bislang, sagt Fischer, belegten die Bassumer Platz 16 von bundesweit 618 Jugendgruppen. Erklärtes Ziel sei ein „einstelliger Platz“.

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