Gemeinsam stark für den Moorschutz

Metropolregion fördert torffreie Blumenerden mit 55.000 Euro

Die „Deefholter Krume“ hat bereits eine große Fan-Gemeinde. - Foto: Niederheide

Bassum - Von Dieter Niederheide. Über diesen Förderbescheid freute sich bei der AWG in Bassum Landrat Cord Bockhop ganz besonders, denn das Geld dient letztendlich dem Schutz der Moore. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest, überreichte dem Landrat den Förderbescheid über 55.000 Euro, mit dem die Metropolregion das Pilotprojekt der regionalen Pflanzenerde unterstützt – umweltschützend ohne Torf und wirtschaftlich produziert.

Es ist Geld, das in ein Netzwerk fließt. Mit Partnern der AWG in Aurich, den Landkreisen Vechta, Osnabrück und Osterholz-Scharmbeck sowie dem Nabu (Naturschutzbund), dem BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz), dem Europäischen Fachzentrum Moor und Klima und Erdenwerken – wie dem Erdenwerk Meiners in Borstel – soll das Konzept der torffreien Blumen- und Pflanzenerde in der gesamten Metropolregion verankert werden. Beantragt war ursprünglich eine Fördersumme von 150.000 Euro. Geworden waren es am Ende 103.000 Euro. 48.000 Euro davon steuern die Netzwerkpartner also selbst bei. Ideelle und fachliche Unterstützung leistet die Landwirtschaftskammer.

Nachhaltige torffreie Erde aus der Region

Cord Bockhop unterstrich die Wichtigkeit des zweijährigen Projekts, in dem sich eine enge Zusammenarbeit regionaler Abfallwirtschaftsgesellschaften und Erdensubstrathersteller im Moorschutz auszahlen soll. Das Ziel ist es, nachhaltige torffreie Pflanzenerde aus der Region für die Region zu entwickeln. Die AWG hat dafür bereits die „Deefholter Krume“ auf den Markt gebracht.

Bei der Übergabe des Förderbescheides sprach Anna Meincke von einem Vorzeigeprojekt. Die Geschäftsführerin hob hervor, dass die Unterstützung der Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft zur Entwicklung von innovativen Produkten und Lösungen ein wichtiges Ziel der Metropolregion Nordwest sei.

Abfallwirtschaft entwickelt sich zur Kreislaufwirtschaft

Die Koordination ist im Europäischen Fachzentrum für Moor und Klima in Ströhen angesiedelt. Detlef Tänzer erläuterte als Leiter des Landkreis-Fachdienstes Kreisentwicklung das Konzept und betonte, dass Naturnutzer und Naturschützer letztlich viele gemeinsame Schnittpunkte haben.

„Die Abfallwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr zur Kreislaufwirtschaft entwickelt“, stellte Andreas Nieweler als Geschäftsführer der AWG fest. Das gelte auch für Biomasse, also dem Inhalt der Biotonnen sowie Baum- und Strauchschnitt. Eine sinnvolle Verwertung dieser Bio-Abfälle und eine Rückführung in die Natur sei das Ziel.

dpa

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