Zahlreiche Gruppen mit Trecker, Rad und Bollerwagen unterwegs

So geht Vatertag

Hut steht jedem gut: „Daddys on tour“. - Foto: Büntemeyer

Bassum - Von Heiner Büntemeyer. So geht Vatertag: Strahlender Sonnenschein, fröhliche Mitradler und zum richtigen Zeitpunkt eine Gaststätte am Straßenrand. Hunderte zumeist jüngere Leute waren am Himmelfahrtstag auf den Straßen in und um Bassum unterwegs. Die meisten per Fahrrad, einige auch im Bauwagen, den ein Trecker zog und einige auch zu Fuß, die Bollerwagen voller Verpflegung und Musik hinter sich her ziehend.

In den Kneipen drehten sie ihre eigenen Verstärker etwas zurück, denn in den Biergärten spielten Bands, an den Getränkewagen trafen sie auf andere Teilnehmer, tauschten Informationen über jene Kneipen aus, die sie noch ansteuern wollten und ließen es sich gut gehen.

Die acht Traktorreisenden aus Bramstedt hatten schon im Bauwagen Platz genommen und warteten jetzt auf ihren Fahrer. Einer von ihnen hatte das Gespann von Bramstedt bis nach Nordwohlde gesteuert und durfte nun auch mitfeiern. Seine Ablösung hatte sich leicht verspätet, aber sie waren sich sicher: „Der kommt gleich“. Immerhin wollten sie noch zum Schützenfest nach Oerdinghausen tuckern.

Eine Bassumer Gruppe identifizierte sich über Strohhüte mit der Aufschrift „Daddy on tour“. Sie waren am Donnerstag zum 17. Mal auf Vatertagstour und dürfen das inzwischen auch offiziell, denn sie sind verheiratet, haben Kinder und haben ihre Frauen nach der Rückkehr zu einem Abschlussgrillfest eingeladen.

Spannend war es, wenn sich Gruppen unterwegs begegneten. Vor einigen Jahren reichte ein freundlicher Gruß, oft wurden auch die mitgeführten Getränke getestet. Neuerdings tauscht man unterwegs sogar den mitgeführten Proviant. „Wir haben heute schon einige von unseren Brötchen gegen Frikadellen getauscht“, berichtete eine Gruppe in Osterbinde.

Viele Gruppen bestanden nur aus männlichen Teilnehmern. „Wenn du auf Vatertagstour gehen willst, dann darfst du keine Kinder haben und nicht verheiratet sein“, verkündete ein junger Mann aus tiefer Überzeugung, aber mit dieser Meinung stand er ziemlich allein. Außerdem bewiesen gemischte Gruppen, dass Vatertagstouren auch mit den Ehefrauen, in einigen Fällen sogar auch mit den Kindern Spaß machen.

Auch Neubruchhausen lag am Bassumer Kneipenrundkurs. Dort hatte sich eine gemischte Gruppe zu Fuß auf den Weg gemacht. Auf einem mitgeführten Anhänger sorgte ein Stromerzeuger für den nötigen „Saft“, um einen überdimensionierten Blaster so laut aufheulen zu lassen, dass Gespräche nur mit Unterstützung von Gesten möglich waren. Diese Gruppe kam allerdings nur bis zum ehemaligen Gasthaus Kreyenhop und ließ den Tag an Tischen und Bänken vor dem Eingang ausklingen.

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