200 Gäste feiern den Auftritt von Golden City und singen lauthals mit

La Paloma für alle

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Ramona Ariola und Ramon Locker.

Bassum - Von Ute Schiermeyer. Dass Schlager sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen, zeigte der Zulauf zur „Golden City – Lokalrunde“ in Bassum am Donnerstag. Der Auftritt von Ramona Ramon und Rammé unter dem Motto „Singen ohne Noten“ erwies sich als Publikumsmagnet und war mit gut 200 Gästen restlos ausverkauft.

Die Besucher kamen nicht nur, um altbekannte Hits zu hören, sondern auch, um sie zu singen.

„Denn immer, immer wieder geht die Sonne auf“ ist wohl ein Lied, das genau ausdrückt, warum Schlager so populär sind: Lebensfreude und Optimismus machen den Text aus. „Hör' ich ein Lied, irgendein Lied, das wir gekannt, denk' ich noch immer, wie schön es war“, sang Udo Jürgens in diesem Lied. Das ist es wohl, was die Hits ausmacht, und so kamen beim Zuhören und Mitsingen sicher viele Erinnerungen hoch.

Zunächst aber mussten Stimmung und Stimme poliert werden. Ramon Locker, Sänger und Flötist des Trios, sorgte mit Schnapsverkauf aus seinem Bauchgurt für die Stimmung. „Ab jetzt ist das ‘ne Hafenkneipe!“, entschied Ramon, der von Nomena Struß verkörpert wurde.

Dann übernahm Ramona Ariola das Einsingen der Gäste mit Stimmübungen. Beim ersten Lied „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef sangen dann schon viele Gäste enthusiastisch mit und wedelten mit ihren Cheerleader-Puscheln.

Andere waren noch etwas zurückhaltend. Aber Ramona, Ramon und Rammé heizten ein. Von Stück zu Stück wurde die Lokalrunde lockerer. Ob „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ oder „Marleen“, die Leute gingen mit und hatten Spaß dabei.

Frauke Wilhelm alias Ramona Ariola ließ das Publikum zunächst immer raten, welches wohl das nächste Stück sein könnte. Dazu gab Ramon ein paar Töne auf der Blockflöte, während Egon Rammé die dazu passenden Akkorde am Keyboard verriet. Um ein unbekümmertes Mitsingen zu ermöglichen, wurden Texte mitsamt den „Dö-di-dö-di-dö-di-dis“ und „Ahaas“ des Backgrounds auf eine Leinwand projiziert. Besonders letztere sorgten für viel Vergnügen im Publikum.

Richtig locker wurde es nach einer Pause, als das Trio in neuem Outfit den Glamour der 70er-Jahre aufleben ließ.

Frauke Wilhelm verstand es, das Publikum immer wieder zum Aufstehen zu bewegen, um zuvor geübte Textpassagen zu singen. Mal mussten die Männer ran, mal die Frauen.

Mit tosendem Applaus und dem Ruf nach Zugaben wurde das Trio am Ende beklatscht. Sicher ein Highlight war die letzte Zugabe. „Das könnt ihr auswendig, aber wir zeigen den Text trotzdem an!“, meinte Frauke Wilhelm zu „La Paloma“. Und tatsächlich sang am Ende wirklich jeder mit – besonders laut die Männer. „Das ist Heinz‘ Lieblingslied“, verriet eine Dame, deren Mann mit kräftiger, geübter Stimme lauthals mitsang.

Keine Frage, mit der Wahl, Golden City ein zweites Mal nach Bassum zu holen, hat das Kulturforum Bassum ins Schwarze getroffen. Die Zuschauer waren begeistert.

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