Frauen kochen Spezialitäten für das Begegnungsfest am Sonnabend / Beginn ist um 14 Uhr / Radtour vom Rathaus ab 12.30 Uhr

Pita, Moussaka, Baklava und ganz viel Süßes

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... und haben viel Spaß dabei.

Bassum - Von Frauke Albrecht. In der Küche von Familie Szymanowski in Bassum stapeln sich die Lebensmittel. Tütenweise Mehl und Zucker, mehrere Kartons Eier, Bananen, Kokos und Delikatessen vom Balkan warten darauf, verarbeitet zu werden. Die Stimmung unter den anwesenden Frauen ist heiter. Sie lachen und kochen zusammen, bereiten Spezialitäten für das Begegnungsfest am Sonnabend im Naturbad vor.

„Wir machen jetzt eine Süßspeise und später noch eine Art Bananenrolle“, verrät Arnela Tehjovic. Die junge Frau aus Montenegro lebt seit zwei Monaten mit ihrem Mann und Sohn in Bassum. Sie kann schon sehr gut deutsch sprechen und deshalb übersetzt sie für die übrigen Frauen.

Sie haben viel vor in den kommenden zwei Tagen – denn sie hoffen auf 200 Gäste. Und keiner soll hungrig nach Hause gehen. Ob Pita, Moussaka, Baklava – bis Sonnabend muss das Büfett fertig sein. Und dass es schmecken wird, daran lassen die geübten Handgriffe überhaupt keinen Zweifel.

„Die vielen Lebensmittel konnten wir dank Spenden kaufen“, freut sich Ordnungsamtsmitarbeiter Jürgen Donner. Er organisiert das Fest zusammen mit Johannes Stephens von der Diakonie Syke und Heiner Herholz von der Flüchtlingsinitiative Willkommen in Bassum.

Der Einkauf hatte schon so seine Tücken, gesteht Donner. Sie mussten mehrmals los. Er und Tahir Szymanowski hatten gleich mehrere handgeschriebene Einkaufszettel in die Hand gedrückt bekommen. „Woher sollen wir wissen, dass mit Kokos nicht Kokosraspeln, sondern echte Kokosnüsse gemeint sind.“

Das Fest am Sonnabend beginnt um 14 Uhr. Zuvor startet ab 12.30 Uhr eine symbolische Radtour vom Rathaus, um möglichst viele Flüchtlinge abzuholen. Darunter auch Neuzugänge, die am Donnerstag ankommen, erzählt Donner. Eine gute Gelegenheit, gleich Kontakte zu knüpfen.

Die Begegnung steht im Mittelpunkt des Festes. Kennenlernen in ungezwungener Atmosphäre. Es gibt Livemusik mit der Gruppe Splendid Time, Aktionen, viele Spiele und eine Tombola. Das Bad ist kostenfrei geöffnet. Die Kinder können sich am Spielmobil des Landkreises vergnügen. Für schlechtes Wetter wird ein großes Zelt aufgebaut. „Ich hoffe, dass wir ein schönes Fest feiern und Spaß haben“, wünscht sich Arnela. „Und wir freuen uns, wenn viele Menschen kommen“, übersetzt sie für ihre Freundinnen Jewa und Edita. Sie hoffen, viele Bassumer Familien kennenzulernen. „Damit das erste Wort, das Flüchtlinge hier lernen nicht Jürgen ist“, scherzt Tahir Szymanowski und stubst den Ordnungsamtsmitarbeiter in die Seite. Er meint es als Kompliment, denn Donner ist seit langem Ansprechpartner für die Flüchtlinge. Als der Mazedonier das übersetzt, müssen alle Anwesenden lachen und nicken zustimmend. Sie fühlen sich von der Stadt gut aufgenommen.

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