Französischer Abend des Kulturforums überzeugt mehr als 50 Gäste mit Musik und Wein im Vorwerk der Freudenburg

Musik, Lokalität, Stimmung – „wunderschön“

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Begeisterten im Vorwerk: Sängerin Brigitte Heinemann, Pianist Nicolai Thein und Martin Henkel am Kontrabass.

Bassum - Von Angelika Kratz. Einen „Abend voller Seligkeit“ versprach das Bassumer Kulturforum am Donnerstag und verbuchte damit einen Premierenerfolg. Unter dem Motto „Musik und Wein“ startete im Vorwerk der Freudenburg eine kulinarische Reise zu den Weinen Frankreichs. Begleitet wurde diese mit der richtigen musikalischen Mischung aus Schlagern der 1920er- bis 1970er-Jahre.

Die Reisebegleitung übernahm Klaus Peper, kundiger Weinberater des Bremer Traditionshauses Ludwig von Kapff. Sein Exkurs führte in die interessante Anfangsgeschichte des Jahres 1692, als der Bremer Ratskeller das Monopol für Schankrecht und den Verkauf deutschen Weines innehatte. In diesem Jahr entschied der spätere Senator und Reeder Johann Nonnen eher aus der Not heraus, sich mit dem Weinimport ein zweites Standbein aufzubauen. Statt in Teer und Getreide investierte das Unternehmen in Bordeaux-Weine. Eine weit blickende und mutige unternehmerische Entscheidung. Heute gehört die ganze globale Palette an Weinen dazu.

Im Vorwerk wurde das riesige Angebot für die erwartungsfreudigen Besucher zum Glück eingegrenzt. Frankreich war das Motto. Es entstammte einer Idee vom Mitglied des Kulturforums Claus Ulbrich. Der fand bei Gudrun Lösche und Berthold Kollschen begeisterte Kollegen für einen französischen Abend. Nur knapp ein halbes Jahr später waren die Tische im urigen Vorwerk mit Weinranken, Kerzen und Baguette für den kleinen Hunger eingedeckt. Mit Schaumweinen in Probiergröße, aber in außergewöhnlicher Güte, wurden die mehr als 50 Gäste begrüßt.

Mit „Kann denn Liebe Sünde sein?“ ergriff Sängerin Brigitte Heinemann das Mikrofon. Begleitet wurde sie vom Pianisten Nicolai Thein und Martin Henkel am Kontrabass. Entgegen der Ankündigung wurde aus dem Duo somit ein Trio.

„Sachte anfangen mit den Dingen“, riet Heinemann mit einem Text, der wieder genau zur Weinprobe passte. „Summertime“ intonierte das Trio wunderschön zum herrlichen Wetter; die abendliche Sonne schien durch die weit geöffneten Türen.

Nach den Schaum- und Weißweinen kamen die sehr im Trend liegenden Roséweine zur Verkostung. „Da merkt man schon nach dem zweiten Schluck den Unterschied zu den eigenen gewohnten Billigweinen“, gab es positive Kritik.

Gerne hätte sich so mancher eine Flasche mitgenommen, aber es lagen nur Bestellformulare aus. „Wir machen keine Butterfahrt“, betonte Weinfachmann Klaus Peper.

Die Baguettes auf den Tischen gingen schnell hinsichtlich eines Freimachens für neue Weine weg, die Stimmung und Unterhaltung an den Tischen lebte auf, denn die „Restweinbehälter“, wie Profiverkoster sie nutzen, blieben leer.

Etwas schade war, dass die herrlich entspannende und wunderbar arrangierte Musik mit vielen Soli der erstklassigen Künstler zunehmend in den Hintergrund trat.

„Wunderschön“, war am Ende das einhellige Urteil des Publikums hinsichtlich Musik, Lokalität und Stimmung.

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