Fragen zur Wahl in Bassum

Welche Maßnahmen zum Klimaschutz stehen auf der Agenda?

Windrad
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Sollte man auf Windenergie setzen?

Welche Bassumer Partei vertritt welche Position zu wichtigen Themen? Die Klimaschutz ist die große Herausforderung in diesem Jahrhundert. Welche Maßnahmen stehen auf Ihrer Agenda? Was hat Ihre Partei in den vergangenen fünf Jahren umgesetzt?

Christiane Weitzel

Christiane Weitzel (Grüne)

Die dramatischen Wirkungen der Klimakatastrophe zeigen deutlich, dass wir mehr Tempo beim Klimaschutz brauchen. Wir setzen uns für den raschen Ausbau der erneuerbaren Energien ein. Unsere Anträge und Engagements haben bewirkt, dass in neuen Baugebieten keine fossilen Energieträger mehr eingesetzt werden dürfen. Auch in Zukunft müssen alle Projekte auf den Prüfstand, ob sie klimagerecht sind. Das Klimaschutz-Aktionsprogramm muss aktualisiert und umgesetzt werden. Bassum braucht eine Klimaschutzmanager, unter anderem um Projekte wie energieeffizientes Bauen und Umbauen zu realisieren. Eine Pflicht von Photovoltaik auf geeigneten Dächern in der Kommune, Vorrang für Fußgänger und den Radverkehr, Ausbau des ÖPNV und ein Waldmanagement, das die Artenvielfalt und die Funktion der kommunalen Wälder als Klimaschützer erhält, sind einige der Ziele, die wir in den kommenden fünf Jahren für Bassum erreichen möchten.

Hermuth Straßburg

Hermuth Straßburg (Bürger-Block)

Der Ausbau von Nah- und Fernwärme ist unseres Erachtens zurzeit im ländlichen Bereich nicht wirtschaftlich darstellbar. Über verschiedenste Förderprogramme sind aktuell Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaik und Solarthermie zur Beheizung von Wohnhäusern vorzuziehen, wobei der Strom hierfür aus erneuerbaren Quellen, vorzugsweise Windkraft, stammen muss. Darum ist unser Bassumer Bestand an Windrädern durchaus zu begrüßen, diese sind auch der aufwendigen Stromerzeugung aus Biogasanlagen vorzuziehen. Leuchten auf LED-Basis begnügen sich mit einem Bruchteil des herkömmlichen Stromverbrauchs und müssen weiter die alten Leuchtmittel ersetzen.

Beim Kraftfahrzeugverkehr wollen wir verstärkt die Antriebsenergie aus Wasserstoff gewinnen, statt rohstoffverzehrende Akkus zu betreiben. Dabei könnten unsere Windparks eine wichtige Rolle spielen. Die Technologie halten wir für unterstützenswert, wir wollen uns dem widmen und gern ein Pilotprojekt in Bassum unterstützen.

Thomas Becker

Thomas Becker (FDP)

Klimaschutz ist eine umfassende Aufgabe, zu deren Lösung in allen Bereichen Beiträge gesucht werden müssen. Daher ist jeder Vorschlag willkommen. Populistische Schnellschüsse allerdings sind kontraproduktiv und schaffen nur Scheinlösungen. Die FDP setzt bei der Bewältigung der Probleme auf den technischen Fortschritt; immer neue Vorschriften und Einschränkungen lehnt sie ab.

Maria Babic

Maria Babic (Linke)

Energieerzeugung und Energieabnahme vor Ort; Blockheizkraftwerke in Neubaugebieten verpflichtend; Anreize für Sanierung von Altbauten für private Bauinteressenten, um Neuversiegelung zu minimieren; mehr Flächenentsiegelung in Wohngebieten (versiegelte Flächen für Zufahrt, Überdachungen jeglicher Art, Parkplätze, durchwachsdichte Folien unter Steinflächen, Hausumpflasterung) übertrifft oft übermäßig die eigentlich für Wohnzwecke bebaute Grundfläche; ökologische Baumaterialien verwenden; Baumschutzsatzung einführen; Bürgerbusse verstärken; für neu versiegelte Fläche Entsiegelung an anderer Stelle.

Hans Hagen Bühringer

Hans Hagen Bühringer (CDU)

Im Rahmen der Sanierung städtischer Gebäude wurde durch den Einsatz moderner Techniken der Energieverbrauch erheblich gesenkt. Diesen Weg müssen wir weitergehen und in den nächsten 15 Jahren unseren eigenen Energieverbrauch um 30 Prozent senken. Auf Initiative der CDU trat die Stadt Bassum der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz bei, die durch Renaturierungsmaßnahmen, zum Beispiel bei der Flurbereinigung Bramstedt, den Klimaschutz fördert. Durch den weiteren Ausbau regenerativer Energien und die zentrale Versorgung von Wohngebieten, zum Beispiel mit Wärmepumpen in Verbindung mit Photovoltaik und Speichern, können die vereinbarten Klimaziele erreicht werden.

Luzia Moldenhauer

Luzia Moldenhauer (SPD)

Der Klimawandel ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass Einzelmaßnahmen nur noch symbolische Kosmetik sind. Unser 2020 mit Verzögerung angenommener Antrag, ALLE Maßnahmen der Stadt auf Nachhaltigkeit zu überprüfen, geht in die neue Richtung: Bauen, Straßenentwicklung, Mobilität – schlicht alles muss daran ausgerichtet sein, CO2-Ausstöße zu verringern beziehungsweise zu vermeiden. Aus diesem Grund sehen wir die Entwicklung nicht durch eine einzige einzustellende Person gesichert, sondern sie ist eine Querschnittsaufgabe mit Verantwortlichkeiten in jedem Fachbereich. Durch die Problematik in der Lithium-Gewinnung müssen wir auch die E-Mobilität kritisch verfolgen. Nicht nur politische Maßnahmen müssen dem Klimawandel begegnen, letztlich ist jeder Mensch aufgefordert, etwas zu tun. Zusammen geht das.

Kodjovi Kougblenou

Kodjovi Kougblenou (Einzelbewerber)

Gerade die Zeiten der Pandemie haben uns gelehrt, verstärkt auf unsere Gesundheit zu achten. Viele Bürger haben ausgiebige Spaziergänge, das Joggen oder Wandern für sich entdeckt und waren viel weniger mit dem Auto unterwegs. Das ist eine sehr gute Sache gegen die Umweltverschmutzung, insbesondere durch Schadstoffemissionen. Wir möchten unsere Mitbürger motivieren, weiter in dieser Perspektiven zu bleiben. Deshalb bieten wir das Projekt „Spaß und Bewegung unter Nachbarn“ an. Ziel dabei ist die Gesundheit zu fördern und gleichzeitig die Sensibilisierung der Menschen für unsere Umwelt.

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