Fragen zur Wahl in Bassum

Dauerbrenner Sulinger Straße

Der geplante Lebensmittelmarkt hat die nächste Hürde genommen. Bald könnte er an diesem Platz an der Sulinger Straße stehen.
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Dauerbrenner Sulinger Straße

Welche Bassumer Partei vertritt welche Position zu wichtigen Themen? Dauerbrenner Sulinger Straße: Wie sahen Ihre Bemühungen aus, den Alten Amtshof mit Leben zu füllen? Eine Investorengruppe ist gescheitert, weil der Eigentümer zu viel Geld wollte. Hat die Unterstützung gefehlt? Wie wollen Sie sich künftig konkret einbringen?

Rainer Hartmann

Prof. Dr. Rainer Hartmann (Grüne)

Unsere Möglichkeiten zur direkten Einflussnahme auf bauliche Veränderungen oder den Geschäftsbestand an der Sulinger Straße sind äußerst begrenzt. Dazu bedarf es einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Anliegenden und der öffentlichen Hand – das haben wir immer wieder angemahnt. Bassum muss sich von dem Wunschgedanken verabschieden, alles könne zukünftig wieder so aussehen wie früher, mit vielen kleinen inhabergeführten Geschäften. Online-Handel und Fachmarktzentren haben die Kaufkraft massiv aus unserer Innenstadt abgezogen. Unsere vielfach vorgetragene Vision von der Sulinger Straße zielt auf die Belebung durch einen attraktiven Funktionsmix im privaten und öffentlichen Raum. Das beinhaltet Gastronomie und Services, wenn möglich kleinteiligen Handel mit lokalem Bezug, Aufenthaltsqualität durch Grün, Wasser, Sitz- und Spielmöglichkeiten für alle Generationen sowie eine autofreie Zone. Zudem sollte der Wochenmarkt diesen zentralen Bereich beleben.

Jürgen Laschinski

Jürgen Laschinski (Büger-Block)

Dort befinden wir uns mit unseren städtischen Interessen natürlich mitten in privaten Wirtschaftsbereichen. Den Alten Amtshof gegen den Willen des Eigentümers zu entwickeln, ist aus unserer Sicht einfach nicht möglich und ein großes Sponsoring aus der Stadtkasse halten wir ebenso für nicht angebracht, wenn nicht sogar rechtlich und finanziell für unmöglich. Wir sollten uns auf das Umfeld konzentrieren und unterstützen die Ambitionen eines Bassumer Investors, vom Strahmann-Grundstück aus, um den Parkplatz herum und in der Sulinger Straße umfangreiche neue Einzelhandels- und Gastronomie-Nutzungen zu erstellen beziehungsweise zu vermitteln. Auch Dienstleister und Freiberufler sind uns dort herzlich willkommen. Wir wollen wieder eine Innenstadt mit Aufenthaltsqualität und schaffen dafür die Rahmenbedinungen.

Michael Gillner

Michael Gillner (CDU)

Ziel der CDU und potentieller Bassumer Investoren war und ist es, die Innenstadt rund um die Sulinger Straße und nicht nur den Alten Amtshof, mit Leben zu erfüllen. Wichtig war es, alle hieran Interessierten an einen Tisch zu bekommen, dies ist uns mit großem Erfolg gelungen. Aus dieser Runde hat sich eine Initiative ergeben, die in einem ersten Schritt das Grundstück Bremer Eck bebauen und mit Leben füllen wird. Damit wird die Attraktivität der Sulinger Straße deutlich gesteigert und ein erstes Ziel der CDU-Initiative ist erfüllt, es ist nichts gescheitert – im Gegenteil. Erstmals sehen wir unsere Innenstadt in einer dynamischen, kreativen und zukunftsorientierten Entwicklung, in der sich weitere Maßnahmen seitens der Stadt/Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (Wiseg) sowie zusätzlicher Investoren, unter anderem durch den Ankauf von Grundstücken und Gebäuden abzeichnet.

Kodjovi Kougblenou

Kodjovi Kougblenou (Einzelbewerber)

Das Internet und insbesondere das Online-Shopping stellt generell die Attraktion der Städte auf die Probe. Menschen gehen nicht mehr so oft in „Läden“ sondern ins „Internet“ um ihre Geschäfte dort abzuschließen. Ich denke die Sulinger Straße muss lebendiger gestaltet werden. Es müssten mehr Events, feierliche Veranstaltungen (am besten am Wochenende) organisiert werden. Ferner könnte man auch die Mieten reduzieren, damit neue Laden Betreiber dort einziehen und langfristig bleiben können.

Maria Babic

Maria Babic (Linke)

Von welcher Seite her sollte die Unterstützung gefehlt haben und wer sollte unterstützt werden? Doch nicht etwa die Investoren und dann noch mit Steuergeldern der Stadt! Solange es für die Investoren günstiger ist, jahrelangen Leerstand einer angemessenen Vermietung vorzuziehen, halte ich es für nicht angemessen, sie finanziell zu unterstützen. Das käme einer Subvention gleich. Aktiv werden müssen die Eigentümer der Gebäude.

Luzia Moldenhauer

Luzia Moldenhauer (SPD)

Der sog. Alte Amtshof war nie unser Lieblingsobjekt. Eine zentrale Lösung ohne Lebensmittelmarkt war schon 2006 fehlgeplant. Diese Situation sieht jetzt anders aus: Wir haben bereits planerisch die Weichen für Änderungen gestellt, werden diese Planungen unterstützen, wenn sie in das Gesamtkonzept Innenstadt passen. Über die Wiseg steht uns die Möglichkeit offen, selbst als Investor tätig zu werden. Ziel ist es, in diesem Bereich einen Mittelpunkt zum Leben, Einkaufen und Genießen für alle Bassumer und ihre Gäste zu schaffen. Zusammen geht das.

Thomas Becker

Thomas Becker (FDP)

Die FDP hat im Arbeitskreis Innenstadt mitgewirkt und wird dies weiter tun. Aber die Aufgabe ist nicht leicht. Störrische Immobilienbesitzer sind ein Faktor, die Abwanderung der Kunden zum Onlinehandel ein weiterer. Alle Städte, große wie kleine, haben hiermit zu kämpfen. Es gilt, die Aufenthaltsqualität an der Sulinger Straße zu erhöhen und attraktive Anlaufpunkte zu schaffen.

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