Kommunalwahl am 11. September

Fragen zur Wahl: Braucht Bassum einen Rathaus-Neubau?

Bassum - Welche Partei vertritt welche Position zu den wichtigen Bassumer Themen? Um eine Antwort darauf zu bekommen, haben wir den Kandidaten um die Sitze im Stadtrat einen Fragenkatalog geschickt. In dieser Woche veröffentlichen wir täglich eine Frage mit den Antworten.

Die zweite Frage dreht sich um das Rathaus. Unsere Frage: Seit Jahren wird das Thema Rathausbau diskutiert. Neubau, Renovierung des alten Standortes oder bauen lassen und mieten: Welche Variante wäre Ihnen die liebste? Und warum?

Helmut Zurmühlen: Als erstes müssen wir abwägen, welche Variante wir uns finanziell leisten können. Das Rathaus ist vor Jahren teilsaniert worden. Deshalb würde ich den Neubau vorerst zurückstellen, da noch verschiedene andere Projekte, wie die Sanierung des Kindergartens KinderReich und verschiedener Straßen sowie die Schaffung von Krippenplätzen vorrangig sind. Auf keinen Fall dürfen hieraus Steuermehrbelastungen entstehen.

Jürgen Laschinski (Bürgerblock): Wir haben derzeit ein geteiltes, teilweise gemietetes Rathaus mit erheblichen energetischen und arbeitswirtschaftlichen Defiziten. Hier sind wir gefordert, für die Bürger und die Verwaltung eine zukunftsorientierte Lösung herbeizuführen. Ein „Vorzeigeobjekt“ für 8 bis 10 Millionen Euro schließen wir im Bürger-Block aus, eine reine Mietlösung in einem Neubau ist nachweislich langfristig die teuerste Lösung. Das Volksbank-Gebäude zu erwerben und beide Gebäude „aufzupeppen“, dem können wir uns anschließen. Wenn für einen ähnlichen Investitionsbetrag aber ein Ankauf von Flächen in einem neu zu errichtenden Wohn-/Geschäfts- und Verwaltungsgebäude möglich ist, dann wäre diese Lösung zu bevorzugen.

Dr. Christoph Lanzendörfer (SPD): Die liebste Variante ist uns der Neubau auf dem City-Marktgelände, weil wir hier alles vereinigen können: Funktionalität, Repräsentation und Nachhaltigkeit. Die SPD hat sich bereits vor zwei Jahren ausführlich mit diesem Thema beschäftigt, nachzulesen auf der Homepage spd-bassum.de

Thomas Becker (FDP): Im Prinzip befürworte ich den Neubau, weil er die Möglichkeit zur städtebaulichen Gestaltung schafft.

Prof. Dr. Rainer Hartmann (Bündnis 90/Die Grünen): Die gegenwärtigen Rathaus-Immobilien sind bezüglich ihrer Energieeffizienz und der Arbeitsbedingungen für die städtischen MitarbeiterInnen untragbar. Zudem ist das Rathaus weit davon entfernt, barrierefrei zu sein. Wir streben an, zukünftig ein nachhaltig gestaltetes und für Bassum repräsentatives Gebäude als Rathaus zu nutzen. Um diese Investition besser kontrollieren zu können, bevorzugen wir nicht selbst zu bauen, sondern Flächen für das Rathaus anzukaufen. Dabei sind für uns das nachhaltige Bauen, die Energieeffizienz und die Vergabe an lokale Baufirmen von Bedeutung.

Dirk Moewes (Die Linke): Ich bin für die Renovierung des alten Rathauses (inkl. alter Volksbank). Die Kosten sind überschaubar und man weiß, was man hat. Bassum braucht ein funktionierendes Rathaus und keinen Vorzeigebau.

Heimke Möhlenhoff (CDU): Am liebsten wäre uns natürlich die Variante, die wir uns leisten können, also ein Mietmodell. Denn hierbei können wir die Ausgaben im Ergebnishaushalt besser kalkulieren und so weiterhin unsere wichtigen Aufgaben der Daseinsvorsorge (z.B. Kinderbetreuung, Schulen, Gesundheitsversorgung, Feuerwehr) sicher finanzieren. Eine große Kreditaufnahme birgt hingegen immer das Risiko, für zukünftig notwendige Investitionen keinen Handlungsspielraum mehr zu haben.

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