Hobby-Foodblogger aus Bassum

Zum Entspannen in die Küche

Florian Hammer in seiner Küche in Bassum beim Rotkohlschneiden.
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Wenn Florian Hammer in der Küche arbeitet, entstehen häufig leckere und kreative Gerichte für seinen Foodblog.

Wildburger, Kichererbsen-Salat mit Lachsstäbchen, Saltimbocca von der Dorade. Bei den Bildern inklusive der dazugehörigen Rezepte von Florian Hammer läuft einem das Wasser bereits beim Anschauen im Mund zusammen. Der Bassumer steht gern in seiner kleinen Küche, experimentiert mit frischen Zutaten und teilt das Ergebnis mit der Instagram-Gemeinde.

Kochen bedeutet für mich Leidenschaft und Entspannung.

Foodblogger Florian Hammer

„Kochen bedeutet für mich Leidenschaft und Entspannung nach der Arbeit“, sagt der 37-jährige Foodblogger und stellt klar: „Das ist mein Hobby und somit ein Gegenpart zum Beruf. Es war und ist nie mein Ziel, Influencer zu werden.“

2600 kulinarische Follower

Gut 2600 Nutzer folgen dem Kanal „florian_hammer_“ derzeit. Der aus Hammers Sicht beste Post kommt auf rund 800 Likes. Mit dieser Entwicklung habe er nicht gerechnet, als er im April 2020 seine ersten Schritte in den sozialen Medien machte. „Ich hatte vorher überhaupt keinen Kontakt mit solchen Dingen und wollte es einfach einmal ausprobieren“, erinnert sich Hammer. „Nachdem ich die ersten Beiträge hochgeladen hatte, bekam ich positive Rückmeldungen“, freut sich der Bassumer, dass er mit seinen Kochkünsten weitere Interessierte inspirieren kann. Man lerne neue Leute kennen, tausche sich über das Kochen im Allgemeinen und Küchentipps aus und schließlich entstehe ein Netzwerk, in dem man über sein Hobby fachsimple, fasst Hammer zusammen.

Das Rezept zum Doraden-Saltimbocca auf Basilikum-Pesto-Püree gibt es ebenfalls auf dem Instagram-Kanal.

Gekocht hat der Foodblogger schon immer gern. „Ich habe bereits als Jugendlicher bei meiner Mutter mit in die Kochtöpfe geschaut“, berichtet Hammer rückblickend. Deshalb habe er sich schließlich nach dem Schulabschluss für eine Ausbildung zum Koch entschieden, die er im Hotel Zur Börse in Sulingen absolvierte.

Lehrberuf wird zum Hobby

Die Arbeitszeiten hätten vor sechs Jahren schließlich zu der Entscheidung für einen anderen Beruf geführt. Heute ist Florian Hammer bei der Post angestellt. Die Leidenschaft für das Kochen ist aber geblieben. Einerseits kocht er noch für das Restaurant Dümmer Perle in Hüde, andererseits steht er gern privat am Herd. „Ich kann mich ohne den Druck als Berufskoch auf das Wesentliche konzentrieren, probiere viel aus und habe einfach Spaß“, schwärmt Florian Hammer von seinem Hobby, bei dem er sich stets offen für Neues zeigt. „Auf meinem Account ist erkennbar, dass ich gern Zutaten kombiniere, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen.“ Da gibt es etwa im Waffeleisen zubereiteten Pizzateig mit herzhaftem Topping oder Anregungen für allerlei frische Gerichte.

Er wisse zu Beginn in der Regel selbst nicht, wie das Endergebnis letztlich aussieht. „Ob es mir selbst schmeckt, merke ich immer erst ganz zum Schluss.“ Dennoch gibt Florian Hammer seinen Beiträgen, wie etwa einem Wildschweinburger mit Käsepasta, stets nur einen Versuch. „Der Aufwand ist enorm. Das kann man nicht beliebig oft machen“, erklärt er, dass er für einen Post für die Plattform bis zu sechs Stunden seiner Freizeit investiere – von den ersten Überlegungen über die Vorbereitungen, das Kochen, die Aufnahmen und den Text bis zum Hochladen. „Für Außenstehende sieht es immer so einfach aus“, weiß Hammer. Dennoch mache er sich für den privaten Kanal keinen Stress.

Bei der Philly Cheese Steak Waffle verwandelt sich Pizzateig im Waffeleisen zu einem leckeren Streetfood.

Die Interaktion mit den Followern ist ein weiterer Aspekt, der zum Foodblog gehört. „Zwei, drei Tage nach dem Post kommen die meisten Rückmeldungen, die ich in der Regel zeitnah beantworte“, verdeutlicht Florian Hammer.

Ausgefallenes Streetfood und mehr

Seine kulinarischen Ausflüge reichen von Fleischgerichten über Streetfood bis hin zu veganen und vegetarischen Köstlichkeiten. Nur Desserts, Kuchen und Torten findet man auf seiner Seite selten. „Das ist einfach nicht mein Ding“, sagt Hammer. Der bekennende Tim-Mälzer-Fan favorisiert die deutsche und italienische Küche. „Beides lässt sich prima verbinden. Ich liebe etwa Pinienkerne und getrocknete Tomaten“, schwärmt der Hobbykoch. Seine eigene Ernährungsweise beschreibt der 37-Jährige als „abwechslungsreich und frisch“. Inspirationen holt er sich beim Einkauf im Supermarkt. „Manchmal kommt mir auch ein spontaner Einfall.“ Alle Rezepte, die man auf seinem Kanal findet, seien Eigenkreationen oder angepasste Rezepte. „Ich wandle fast jedes Menü nach meinem persönlichen Geschmack um“, erklärt er. Dann tausche er Zutaten aus, ergänze des Rezept durch weitere Gewürze und verfeinere alles, bis es seinem Geschmack entspricht.

Der Bassumer Foodblogger arbeitet ohne aufwendiges Equipment in einer kleinen Küche in seiner Wohnung. Nur auf gute und vor allem scharfe Messer möchte er nicht verzichten. „Aber ansonsten komme ich in jeder Umgebung zurecht“, stellt Hammer klar. Ihm ist es eigenen Aussagen zufolge wichtig, dass in den Gerichten „möglichst saisonale Standardzutaten verwendet werden, die ich in jedem Supermarkt bekomme“.

Auch technisch reicht Hammer ein Handy, auf dem sämtliche Beiträge für die sozialen Medien entstehen. „Ich lade alle Bilder ohne Filter hoch. Die Menschen sollen schließlich die Realität sehen.“ Der Foodblog ist auf Instagram unter „florian_ hammer_“ zu finden.

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