Explosionsgefahr durch Riss im Sprengkörper

Fliegerbombe in Bassum entdeckt

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Die Bombe konnte ohne Schaden entschärft werden.

Bassum - Gefährlicher Fund auf einer Baustelle nahe der Harpstedter Straße in Bassum: Kay Jebens, Mitarbeiter der arhäologischen Grabungsfirma Archeofirm, hat dort Freitag Vormittag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt - und sofort die Polizei informiert.

Kurios: Die Bombe lag auf dem Grünstreifen am Rande eines Ackers. Das lässt den Schluss zu, dass ein Landwirt sie beim Pflügen gefunden und dort deponiert hat. Eine buchstäblich brisante Sache, stellt Clemens Stolte vom Kampfmittelbeseitigungsdienst in Oldenburg fest.

Denn weil die mehr als 70 Jahre alte Bombe einen Riss hatte, der offensichtlich damals nach dem Aufprall auf den Boden entstanden ist, hätte die Bombe durchaus noch explodieren können: "Die Brandmasse kann sich entzünden, sobald die mit Sauerstoff in Berührung kommt." In diesem Fall entstand glücklicherweise kein Schaden. Aber nicht auszudenken, so der Kampfmittel-Beseitigungsexperte, wenn spielende Kinder die Bombe entdeckt hätten. Deshalb appelliert er an alle Landwirte, solche Funde umgehend bei der Polizei zu melden. "Die Entsorgung kostet den Landwirt nichts."

Die Grabungsfirma Archeofirm untersucht zurzeit das Areal nahe der Harpstedter Straße, weil dort ein Windpark entstehen soll. Um mögliche archäologische Schätze vor der Zerstörung zu bewahren, ist die archäologische Untersuchung vor Baubeginn gesetzlich vorgeschrieben. Bei einer solchen Untersuchung war seinerzeit der Goldhort in Gessel entdeckt worden, als die Erdgasleitung von der Ostsee nach Rehden gebaut worden war. Auch im Bereich des Harpstedter Areals scheint es Bodenschätze zu geben: Kay Jebens hat dort Scherben von Keramikgefäßen und Knochenreste entdeckt - nicht auszuschließen, dass es sich um Bestattungsreste aus der Eisenzeit handelt. Denn ganz in der Nähe der Fundstelle liegt ein Hügelgrab. Zunächst muss ein Archäologe die Funde begutachten. Denn ausschließen kann der Grabungsmitarbeiter zurzeit nicht, dass es sich bei den Knochen auch um Überreste von Tieren handeln könnte. sdl

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