Anwohner hat mehrere tote Karpfen entdeckt

Fischsterben im Naturschutzgebiet Garbeeke

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Der grüne Teppich bedeckt den gesamten Teich.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Anwohner der Garbeeke in Bassum schlagen Alarm. Direkt im Naturschutzgebiet an der Bremer Straße, gegenüber der Straßenmeisterei, befindet sich ein kleiner Teich. Den Fischen darin geht der Sauerstoff aus. Der gesamte See ist mit grüner Entengrütze bedeckt.

„Mehrere tote Karpfen schwammen am Wochenende bereits tot an der Wasseroberfläche“, erzählt Wilfried Behlmer. Damit man ihm glaubt, hat er zwei rausgefischt und sie fotografiert.

Anwohner stellt sich der Todesfalle im Alleingang

Da er von offizieller Seite am Wochenende niemanden erreichen konnten, hat Behlmer auf eigene Faust versucht, dem Gewässer Sauerstoff zuzuführen. Er leitet mit Hilfe eines Gartenschlauches und Pumpe Frischwasser ein. Ob das was bringt? Behlmer ist skeptisch. „Wir bräuchten eine größere Pumpe.“

Für die Tiere gibt es kein Entkommen – eine Todesfalle. Um den Fischbesatz zu retten, müsste er eingefangen und umgesetzt werden. Doch wer soll das tun?

Wilfried Behlmer zeigt den toten Karpfen.

Der grüne Teppich breitet sich nach Aussage von Wilfried Behlmer seit drei Jahren auf dem kleinen See mehr und mehr aus. „Im Mai konnte ich noch die Wasseroberfläche sehen.“ Mittlerweile nicht mehr.

„Habe noch niemanden gesehen, der eine Wasserprobe genommen hat.“

„Dieses Refugium kippte, als vor drei Jahren Gülle über den angrenzenden Bach eingetragen wurde“, hat der Anwohner beobachtet. Es habe damals ein heftiges Unwetter mit Starkregen gegeben. Bei Hochwasser fließt Wasser von der Garbeeke über einen Zulauf in den Teich. „Es wurde auch viel Sand mitgespült“, erinnert sich der Bassumer. Im Teich hatte sich eine regelrechte Sandbank aufgetürmt. Er ärgert sich sehr darüber, dass sich anscheinend niemand für das Kleinod interessiert. „Ich habe hier noch keinen gesehen, der sich den Teich angeschaut oder gar eine Wasserprobe genommen hat.“

Der kleine See sei künstlich angelegt worden vor etwas mehr als 30 Jahren. Als der Besitzer das Gelände verkaufen wollte, machte der Landkreis von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch. „Es sollte Ausgleichsfläche für die Erweiterung der Mülldeponie sein“, so Behlmer.

1999 wurde das Gebiet Garbeeke zum Naturschutzgebiet erklärt.

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