Feuerwehrübung auf dem Gelände der Straßenmeisterei in Bassum

Zu wenig Löschwasser

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Stadtbrandmeister Theo Garrelts (r.) und Abschnitts-Einsatzleiter Carsten Schlung diskutieren die Lage.

Bassum - Von Berthold Kollschen. Schreck am Samstag: Gegen 11.15 Uhr heulten die Sirenen in Bassum, Bramstedt, Dimhausen und Eschenhausen. „Auf dem Gelände der Straßenmeisterei brennt eine Halle“, hörten die Mitglieder der Feuerwehr von der Rettungsleitstelle. Erst als sie dort eintrafen, konnten sie für einen kurzen Moment aufatmen: eine Übung.

Dennoch war volle Konzentration und Einsatzbereitschaft gefordert. Schließlich diente die Übung dazu, die Leistungsbereitschaft der Wehren zu prüfen.

Fünf Personen galten als vermisst. Bereits um 11.28 Uhr traf das erste Einsatzfahrzeug aus Bassum ein, zwei Minuten später das Löschfahrzeug aus Dimhausen und dann im Minutentakt weitere acht Fahrzeuge. Insgesamt beteiligten sich 74 Einsatzkräfte.

Unter den prüfenden Blicken von Carsten Schlung (Einsatz-Abschnittsleiter), Heino Schlottmann (Kreissicherheitsbeauftragter) sowie Bernd Segelhorst (Ortssicherheitsbeauftragter) und Stadtbrandmeister Theo Garrelts lief alles wie am Schnürchen. Selbst als die Einsatzkräfte feststellten, dass sie aus dem Löschwasserhydranten auf dem Gelände der Straßenmeisterei nicht die erforderliche Menge Löschwasser pumpen konnten, wurden sie nicht nervös. Sie legten kurzerhand und routiniert eine Schlauchleitung zur etwa 550 Meter entfernten Amtsfreiheit. Dort befindet sich der nächste Hydrant.

Derweil drangen mehrere Einsatzkräfte unter Atemschutz in die völlig verqualmte Fahrzeughalle, um die fünf Personen zu suchen. Sie wurden recht schnell fündig und retteten den „Verletzten“ somit das Leben. Bereits um 11.48 Uhr konnte der Trupp melden: „Bergung erfolgreich“.

Übung der Feuerwehr Bassum

Alles in allem dauerte die Übung etwa eine Stunde. Ortsbrandmeister Claas Meyer und sein Stellvertreter Fred Könemann, die die Übung vorbereitet hatten, waren mit dem Verlauf sehr zufrieden. Nach einer kurzen, aber durchaus üblichen „Chaoszeit“ habe alles gut funktioniert, meinte am Ende Heino Schlottmann. Die Einsatzkräfte hätten konzentriert gearbeitet.

Auch Carsten Schlung war zufrieden: „Abgesehen davon, dass die Wassermenge aus dem Hydranten des Betriebsgeländes nicht ausreichte, habe ich eine gut koordinierte Übung gesehen.“ Hausherrin Sonja Stuwe, Leiterin der Straßenmeisterei, verfolgte die Übung als Zaungast. Sie hatte ihren Sohn Matti (4) mitgebracht, der fasziniert das Geschehen verfolgte.

Nach getaner Arbeit lud Claas Meyer alle Beteiligten zum Grillen ein.

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