Einsatzkräfte simulieren Küchenbrand

Feuerwehrübung: Flammen auf dem Bassumer Stiftshügel

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Das leerstehende Gemeindehaus auf dem Stiftshügel eignet sich hervorragend für eine Übung der Feuerwehr.

Bassum - Der leerstehende Gemeindesaal der Kirchengemeinde Bassum war am Montag Schauplatz einer großen, sehr realitätsnahen Übung der Freiwilligen Feuerwehr Bassum. Später wurde auch noch die Nachbarwehr aus Apelstedt zur Unterstützung angefordert. „Küchenbrand Stift 6“ hieß es in der Alarmierung.

Das Szenario sah folgendermaßen aus: In der Küche waren nach einem Brand vier Menschen eingeschlossen. Bereits kurze Zeit später trafen neun Einsatzkräfte mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) 20 ein. Einsatzleiter Uwe Linz und seine Kollegen standen vor zwei Aufgaben: Menschenrettung und ein Übergreifen der Flammen verhindern.

Die Rettung von Menschen steht immer im Vordergrund, daher mussten die Männer so schnell wie möglich aus dem verqualmten Gebäude befreit werden. Aber es musste auch verhindert werden, dass das Feuer auf die Nachbargebäude übergriff. „Dort wurde eine Riegelstellung zum Gebäude Stift 3 erforderlich“, erklärte Pressesprecher Dennis Heuermann das Vorgehen der Brandbekämpfer.

Über eine Leiter drangen sie unter Atemschutz zu den Eingeschlossenen im Obergeschoss vor. Scheiben wurden eingeschlagen, und es gelang sehr schnell, zwei der Gesuchten – Harald Schneider und Rainer Köster – aus dem Haus zu holen. Wenig später wurden in den verqualmten Räumen auch die anderen beiden weiteren Personen gefunden – Herbert Ziebell und Herbert Linz. Parallel dazu wurde das Feuer in der Küche bekämpft, wobei ein Schlauch platzte. „Das war echt und nicht geplant“, erklärte der Einsatzleiter.

Verfolgt wurden die Rettungs- und Löscharbeiten vom stellvertretenden Stadtbrandmeister Dieter Engler, vom zukünftigen Stadtbrandmeister Claas Meyer und von Zugführer Carsten Schlung, der die Übung vorbereitet hatte. Sie waren mit deren Ablauf sehr zufrieden.

Vor allem zeigte sich der Wert des HLF, das fast 3000 Liter Wasser an Bord mitführt und einen großen Teil der Löscharbeiten ausstattete, weil – so das Drehbuch zu dieser Übung – der Hydrant am Stiftshof durch ein parkendes Auto versperrt war. Die Zeit, bis die Löschwasserversorgung aus dem Klosterbach gesichert war, überbrückte die bordeigene Wasserversorgung problemlos. Als dann das Klosterbachwasser zur Verfügung stand, konnte auch die Wasserwand aufgebaut werden, um das Nachbargebäude zu schützen.

Zu den interessierten Beobachtern zählte auch Äbtissin Isabell von Kameke, die sich, bevor sie ihre Einwilligung zu der Übung gab, von Zugführer Carsten Schlung über den geplanten Ablauf informiert hatte.

Da das Gebäude in den nächsten Wochen abgerissen wird, hatte sie auch Kontakt zu dem Abrissunternehmen aufgenommen. Dort gab es keine Einwände gegen die Übung, wohl aber die Bitte, im Erdgeschoss keine Scheiben einzuschlagen und die Tür nicht zu zerstören, um zu verhindern, dass Unbefugte in das Gebäude eindringen.

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