Feuerwehrhaus in Apelstedt eingeweiht / Mitglieder 1750 Stunden auf dem Bau

Porsch: „Sieht gut aus – kein Schickimicki“

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Ortsbrandmeister Stefan Klinker (l.) nimmt den symbolischen Schlüssel für das neue Feuerwehr-Gerätehaus in Apelstedt von Bürgermeister Christian Porsch und Stadtbrandmeister Theo Garrelts entgegen.

Apelstedt - Von Heiner Büntemeyer. Der 1951 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Apelstedt fehlte es in ihrem 1952 gebauten und 1966 erweiterten Feuerwehr-Gerätehaus fast an allem: Es gab darin keinen Raum für Schulungen, es fehlte an Platz für die Ausrüstung der Aktiven, die sanitären Anlagen waren unzureichend, und das Gebäude war schlecht isoliert. Kein Wunder, dass der Wunsch nach einem Neubau immer größer wurde. Am Sonnabend hat sich dieser Wunsch endlich erfüllt.

Bassums Bürgermeister Christian Porsch überreichte Stadtbrandmeister Theo Garrelts den Schlüssel für ein neues Gerätehaus, den Garrelts umgehend an Ortsbrandmeister Stefan Klinker weiterreichte.

Porsch erklärte, er sei als ehemaliger Apelstedter glücklich darüber, dass das neue Gerätehaus endlich übergeben werden könne. Er hätte zwar den Wunsch gehabt, mit den Nachbarwehren Wedehorn und Nienstedt etwas Gemeinsames zu schaffen, „aber Wünschen hilft nicht immer“, sah er ein.

Die ursprünglich von der Apelstedter Wehr vorgelegte Planung hätte bei einer Realisierung nach Ansicht der Fachleute rund 800000 Euro gekostet. Diesen Betrag bezeichnete Porsch als utopisch. In zahlreichen Gesprächen habe man sich schließlich auf eine Bausumme von 380000 Euro geeinigt. Dass dieser Betrag eingehalten wurde, sei auch ein Verdienst der Mitglieder, die rund 1750 Arbeitsstunden auf dem Bau verbracht hatten.

Am 18. Februar war Baubeginn, jetzt ist alles fertig: Die Wehr verfügt nun über einen 50 Quadratmeter großen Schulungsraum, einen etwa ebenso großen Einstellplatz für das 2011 beschaffte Tragkraftspritzenfahrzeug und 33 Quadratmeter Platz für die Umkleiden und Sanitärräume.

„Es sieht gut aus, es ist kein Schickimicki“, so Porsch. Über die Verwendung des alten Gerätehauses habe man sich noch keine Gedanken gemacht.

100000 Euro eingespart

Auch Stadtbrandmeister Theo Garrelts lobte die Mitglieder, die durch Eigenleistung etwa 100000 Euro eingespart hätten. Den ersten Entwurf, eine eigene der Apelstedter Feuerwehr, habe er am 2. Mai 2011 erhalten. Der sei jedoch nicht genehmigungsfähig gewesen. Er dankte den Aktiven für die Geduld und freute sich für sie, dass sie ihre Einsatzkleidung nicht mehr zu Hause lagern müssen.

Ähnlich äußerte sich auch der stellvertretenden Kreisbrandmeister Hartmut Specht. Er gratulierte zum neuen Gerätehaus, „auch wenn die Wege holprig waren und etwas länger gedauert haben“. Er begrüßte es, dass sich die Wünsche des Bürgermeisters nicht alle erfüllten, „denn wir brauchen jede einzelne Feuerwehr“. Einer Zusammenlegung erteilte er eine klare Absage.

Landtagsabgeordneter Volker Meyer (CDU) gratulierte ebenfalls zum neuen Gebäude, in dem das moderne Gerät sicher gelagert und gut gepflegt werden kann und daher jederzeit einsatzbereit ist.

Ulrike Schröder gratulierte sowohl in ihrer Funktion als stellvertretende Landrätin als auch als Apelstedter Nachbarin. Angesichts der freiwillig geleisteten Arbeitsstunden gab sie Hermann Dietrichs und Norbert Nolte scherzhaft-anerkennend den Rat, jetzt nach der Fertigstellung den Zweitwohnsitz im Gerätehaus wieder abzumelden.

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