Fahrstuhl am Bassumer Bahnhof seit dem 13. Januar in Betrieb

Bürgermeister filmt Probefahrt

Probefahrt: Bürgermeister Christian Porsch und Hermann Bollhorst testen den Fahrstuhl am Bahnhof.
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Probefahrt: Bürgermeister Christian Porsch und Hermann Bollhorst testen den Fahrstuhl am Bahnhof.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Christian Porsch hat als Beweis sogar schon ein Video mit seinem Handy aufgenommen. Der Fahrstuhl am Bassumer Bahnhof ist endlich in Betrieb. „Seit dem 13. Januar um genau zu sein“, erklärt Hermann Bollmann vom Bahnhofsmanagement Bremen. Er ist eigens angereist, um zusammen mit dem Bürgermeister eine Probefahrt zu unternehmen. „Funktioniert“, strahlt Porsch.

Nun können Gehbehinderte, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen im Rollstuhl endlich problemlos zum Gleis 2 gelangen.

Auch an Sehbehinderte hat die Bahn gedacht. Im Zuge der Umbauarbeiten wurde ein deutlich sichtbares und fühlbares Wegeleitsystem im Boden angebracht, das die Betreffenden zu den Bahnhofszugängen, Bahnsteigen, Treppen und eben zum Fahrstuhl führt. Die Fahrstuhl-Knöpfe sind mit Brailleschrift versehen und in der Kabine erfährt der Sehbehinderte über eine Ansage in welche Richtung er aussteigen muss.

„Der Bahnhof ist endlich barrierefrei“, freut sich Bollmann.

Natürlich dürfen auch alle anderen mit dem Aufzug fahren. „Kommen Sie, probieren Sie es aus“, fordert Porsch ein Paar auf, dass sich dem Bahnsteig näherte. Die Frau guckt etwas skeptisch und nimmt die Treppe.

„Was passiert, wenn jemand stecken bleibt?“, fragt Porsch. „Dann drückt man den Alarmknopf“, so Bollmann. Der Notruf ginge in Bremen ein, der Dienst sei rund um die Uhr besetzt. Die Mitarbeiter würden innerhalb von 30 Minuten einen Techniker schicken. „Da gibt es Verträge mit Firmen in der Region, die das sicherstellen“, erklärt der Bahnhofsmanager.

Die Inbetriebnahme des Fahrstuhls setzt den Schlusspunkt unter den großen Umbau im vergangenen Jahr, der die Bahn etwa etwa 3,7 Millionen Euro gekostet hat (wir berichteten). Am Ende haperte es nur noch mit dem Aufzug. „Die Firma hatte nicht so performt wie wir uns das erhofft hatten“, kommentiert Bollmann die monatelange Verzögerung. „Dann gab es noch Probleme mit der Stromversorgung. Wenn erst mal der Wurm drin ist...“

Bleibt zu hoffen, dass die ausgefeilte Technik hält, was sie verspricht und auch möglichen Vandalen trotzt, die immer wieder die Bahnhöfe heimsuchen.

„In jüngster Zeit haben wir große Probleme mit Graffiti-Sprayern“, berichtet Hermann Bollmann. Aus diesem Grund würden verstärkt Beamte der Bundespolizei in Zügen und auf Bahnhöfen kontrollieren. Sagts und deutet auf zwei Uniformierte, die in diesem Moment auf den Bahnsteig treten. „Auch in Bassum“, so Bollmann.

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