400 Millionen Kubikmeter gewonnen

ExxonMobil baut Ergasförderstation zurück: Genug Energie für 44 Jahre

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Die Abbrucharbeiten laufen auf Hochtouren.

Neubruchhausen - Mit lautem Tackern arbeitet sich die Maschine durch den Beton, der einmal das Fundament des Erdgasförderplatzes in Neubruchhausen war. Die Firma ExxonMobil hat damit begonnen, die befestigten Flächen zurückzubauen und zu rekultivieren, damit die Landwirtschaft sie wieder nutzen kann.

Die Arbeiten laufen planmäßig, wie Pressesprecher Klaus Torp auf Nachfrage erklärt. „Zur Zeit findet die Entsiegelung der Oberfläche statt. Dazu gehört das Zerkleinern der Betonfundamente, Abtragen und Abfuhr von Schotter und Sand.“

Von 1996 bis 2001 hatte Exxon aus einer Tiefe von rund 4 700 Metern Erdgas gefördert. „Dass wir die Förderung so früh eingestellt haben, ist eher ungewöhnlich. Normalerweise fördern wir zwischen 20 und 25 Jahre.“ Aber in Neubruchhausen war der Ertrag nicht so groß, wie man es sich erhofft hatte. Doch immerhin konnten von dort etwa 400 Millionen Kubikmeter Erdgas gewonnen werden, die laut Exxon einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung geleistet haben. „Mit dieser Menge könnten alle Haushalte im Landkreis Diepholz drei Jahre beziehungsweise in der Stadt Bassum für rund 44 Jahre mit Erdgas versorgt werden“, konkretisiert Torp.

Doch wenn schon 2001 die Bohrung eingestellt wurde, warum wird erst jetzt zurückgebaut? „Zum einen halten wir uns die Möglichkeit offen, noch weitere Bohrungen vorzunehmen, falls es nötig werden sollte. Zum anderen sind die Rückbaukosten recht hoch. Rund eine halbe Million Euro. Das bedeuted einen hohen organisatorischen Aufwand. Aus diesem Grund bauen wir zehn Stationen in einem Jahr zurück“, so Torp.

Die Fläche soll rekultiviert werden.

Die ehemaligen Förderplätze sollen wieder Teil der Natur werden. „Der Rückbau des Betriebsplatzes gehört zu einer nachhaltigen Erdgasförderung. Die Förder- und Aufbereitungsanlagen sowie der Betriebsplatz einschließlich der Versiegelung werden komplett zurückgebaut, die genutzte Fläche rekultiviert und damit einer Nachnutzung zur Verfügung gestellt“, schildert der Pressesprecher.

Im Bereich Bassum gibt es keine weiteren Erdgasförderplätze, so Torp. „Im Rahmen der rund 28 Quadratkilometer großen Produktionslizenz Harpstedt/Scholen-Neubruchhausen fördern wir bereits seit 2001 kein Erdgas mehr. Im Februar 2019 hatte die zuständige Bergbaubehörde über unsere Rückgabe der Produktionslizenz informiert.“ In Sulingen und Diepholz gebe es hingegen noch ein paar Stationen.

Mitte August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin bittet Exxon Anlieger um Verständnis für die Notwendigkeit der Arbeiten.

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