Geschenktipps

Bücher zum Fest: Der Klassiker unterm Weihnachtsbaum

Antje Miebach hält ihr aktuelles Lieblingsbuch in den Händen
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Antje Miebach hält ihr aktuelles Lieblingsbuch in den Händen.

Bassum/Twistringen – Unter den Klassikern, die alle Jahre wieder unter dem Baum liegen, bieten sie die wahrscheinlich größte Abwechslung: Bücher. Schließlich eröffnen die Geschichten, die zwischen zwei Buchdeckeln stecken, nahezu unendliche Möglichkeiten.

Natürlich sind die Lese-Geschmäcker verschieden. Aber die Kreiszeitung hat bei drei Expertinnen aus Bassum und Twistringen nachgefragt, welches Buch sie in diesem Jahr als Weihnachtsgeschenk empfehlen. Sie hatten dabei die freie Auswahl. Ihre Antworten sind so unterschiedlich ausgefallen, wie Bücher nun mal sind.

Steffen Kopetzky: Monschau

Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, sagt Susanne Tietje, Leiterin der Stadtbücherei Bassum. Ihre Wahl fiel auf den Roman „Monschau“, der im gleichnamigen Städtchen in der nördlichen Eifel spielt – im Jahr 1962, als es dort, zum bisher letzten Mal in Deutschland zu einem Ausbruch der Pocken kam.

Susanne Tietje mit ihrem Buchtipp.

Tietje erzählt, dass sie eigentlich gedacht hatte: „Oh nein, nicht noch mehr über eine schreckliche Krankheit.“ Aber trotzdem hatte sie mit „Monschau“ angefangen, dass sie dann, nach „zwei, drei Seiten“ nicht mehr losgelassen habe. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein junger griechischer Arzt, der zur Pockenbekämpfung in die Eifel gerufen wird. Dort will man lieber Karneval feiern, als in Quarantäne zu gehen. Und der örtliche Fabrikant möchte eine Produktion auf keinen Fall stoppen.

„Parallelen zu aktuellen Ereignissen sind durchaus gegeben“, resümiert Tietje. Sie betont aber auch, dass Autor Steffen Kopetzky den historischen Tatsachen ein fiktives Element beigefügt hat. Die Geschichte sei hochspannend erzählt, lobt sie. Außerdem „süffig zu lesen und interessant geschrieben“.

Eins hebt die Büchereileiterin dabei besonders hervor: Wie es dem Autor gelingt, Erinnerungen und Zeitgeschichte der frühen 60er-Jahre lebendig werden zu lassen: Als Zeit, in der man nach Paris ging, um den Existenzialismus zu studieren; sich auf der Autobahn freute, nun in einen vierten Gang hochschalten zu können. Und der Arzt sich in einen Stahlarbeiter-Anzug zwingen musste, um sich vor Ansteckung zu schützen.

Kai Lüftner und Wiebke Rauers: Furzipups und Hicksi Huhn

Bettina Schwarze, Inhaberin der Twistringer Buchhandlung Dauelsberg entscheidet kurzfristig um, für ein Kinderbuch. „Kinderbücher sind unsere Liebsten. Es gibt gerade so viele schöne.“ Schwarze empfiehlt „Furzipups und Hicksi Huhn“, die Fortsetzung zu „Furzipups, der Knatterdrache“.

Bettina Schwarze favorisiert ein Kinderbuch.

Es sei ein Vorlesebuch für Kinder ab drei Jahren, an dem auch Erwachsene ihren Spaß haben. Die – von Kai Lüftner gereimte und von Wiebke Rauers gezeichnete Geschichte – beginnt so: „Wer sich noch erinnern kann, fing das erste Buch so an, dass ein Drache – letztes Jahr – nicht so wie die andern war ...“ Im zweiten Teil bekommt der Held Furzipups es mit dem einem Huhn mit Schluckauf-Problemen zu tun. Das Buch sei „wirklich schön illustriert“, findet Schwarze. Und es kommt mit einem Gimmick daher: einem „Hicks-Button“ für die passende akustische Untermalung. „Gerade Kinder stehen total drauf, wenn sie nicht nur zuhören, sondern auch ‘was machen können“, weiß die Buchhändlerin.

Sie betont außerdem: Lieferbare Bücher, die bis 17.45 Uhr bestellt werden, sind am nächsten Tag da. Bestellungen können auch per Whatsapp unter der Festnetz-Nummer 04243/4247 aufgegeben werden.

Elke Heidenreich: Hier geht’s lang

Bücher können so viel mehr sein als bloße Unterhaltung. Sie können ein ganzes Leben prägen. Das wird in „Hier geht’s lang – mit Büchern von Frauen durchs Leben“ von Elke Heidenreich deutlich. „Ein schönes Schmökerbuch“, wie Antje Miebach, Leiterin der Twistringer Stadtbücherei, findet. Es ist ihre Empfehlung zu Weihnachten. In dem Spiegel-Bestseller erzählt Heidenreich von ihrem Leben mit Büchern von starken Frauen – angefangen bei Kinderbüchern, über Jugendromane bis hin zu ihrer Literatur im Erwachsenenalter. „Ich habe viele alte Bekannte getroffen“, sagt Antje Miebach mit Blick auf die Werke und Autoren, die in „Hier geht’s lang“ vorkommen. Erschienen im Eisele Verlag.

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