Plätze unter der Lupe

Ein Experte für Winterrasen kommt nach Bassum

Ein Fußballrasen muss eine ganze Menge aushalten können. Foto: Jan Woitas/dpa
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Ein Fußballrasen muss eine ganze Menge aushalten können.

Bassum - Einen Kunstrasenplatz wird Bassum wohl nicht mehr bekommen. Aber da es nach wie vor zu wenig Kapazitäten für das Training gibt, arbeitet die Verwaltung derzeit gemeinsam mit den Vereinen an einer Alternative. Die lautet: Ein vorhandener Platz wird in einen Winterrasenplatz umgewandelt (wir berichteten).

Winterrasenplätze sind etwas anders aufgebaut als normaler Naturrasen. Neben der Saatmischung ist es vor allem der Boden, der den Unterschied ausmacht. Nach Einbau einer Drainage-Schicht hat er einen geringen Humusanteil und stattdessen einen sandigen, mineralischen Aufbau. Das heißt, er ist besonders wasserdurchlässig. Deshalb funktioniere dieser Rasen auch bei Regenwetter, wenn ein Naturrasen längst wegen Nässe gesperrt werden müsse. Allerdings braucht er deswegen auch mehr Bewässerung.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte die Verwaltung den Vereinen diese Möglichkeit vorgestellt und positive Rückmeldungen bekommen. Doch wenn ein oder zwei Winterrasenplätze in Bassum entstehen, müssen die von allen Vereinen genutzt werden können. Das war der Verwaltung wichtig.

Vereine zahlen Tiefenvertikutierung aktuell selbst

„Doch dann haben uns die Vereinsvorsitzenden erklärt, dass die Vereine ihre eigenen Plätze nutzen würden – von denen es insgesamt zehn in Bassum gibt – sofern die länger bespielbar sind“, erläutert der Erste Stadtrat Norbert Lyko. Damit das möglich ist, müssen diese in einem Top-Zustand sein. Das wird erreicht durch Tiefenvertikutierung, ein aufwendiges Verfahren, das eine Fachfirma übernimmt und entsprechend teuer ist. Bisher tragen die Vereine die Kosten selber.

„Der Vorschlag, den wir der Politik nun machen wollen, ist, dass die Stadt die Kosten übernimmt. Dafür wären die Vereine auch damit einverstanden, dass der Bolzplatz auf dem Sportplatzgelände halbiert wird. Die eine Hälfte bleibt Bolzplatz, die andere bekäme die Stadt, um dort den möglichen Bau zur Entlastung des Kindergartens Kinderreich zu errichten“, so Lyko.

Doch was ist mit den Winterrasenplätzen? „Ideal ist es immer, wenn sogenannte Tennen-Plätze (Aschenplätze) zu Winterrasenplätzen umgewandelt werden, weil dann der Untergrund schon perfekt beschaffen ist“, sagt Lyko. Da Bassum solch einen Platz nicht besitzt, hat die Stadt für März einen echten Experten für Winterrasenplätze aus Süddeutschland eingeladen.

„Bringt die Umwandlung etwas für die Bespielbarkeit?“

Dieser wird sich einen ganzen Tag Zeit nehmen, um alle Plätze in Bassum zu bereisen und zu erklären, ob und wenn ja welcher sich am besten dafür eigenen würde, umgewandelt zu werden. „Es geht um die Frage: Bringt die Umwandlung etwas für die Bespielbarkeit? Wir werden auch Kommunalpolitiker einladen, bei dieser Begehung dabei zu sein“, sagt Lyko. „Wenn der Experte dann seine Stellungnahme abgegeben hat, fassen wir einen Projektierungsbeschluss und stellen ihn der Politik vor.“

Zunächst einmal soll ein Platz umgewandelt werden. Wenn man mit ihm positive Erfahrungen sammelt, ist geplant, einen zweiten Winterrasenplatz einzurichten.

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