Etwa 40 Besucher beim Kunstpicknick im Bassumer Stifts-Park

„Schritt in die richtige Richtung“

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Anni Wöhler-Pajenkamp (mit Hut) erläutert die Kunstwerke.

Bassum - Von Heiner Büntemeyer. „So ein Fest ist ein Schritt in die richtige Richtung“, lobte Bassums Agenda-Beauftragte, Reinhild Olma, die Einladung zum Kunstpicknick im Stifts-Park. Gleichzeitig machte sie darauf aufmerksam, wie viel Arbeit dort noch auf Freiwillige und Ehrenamtliche wartet.

Seit Jahren bemüht sich die von Detlev Block geleitete Agenda-Gruppe Stifts-Park darum, dieses wunderschöne und so nahe der Stadtmitte gelegene Gelände ins Bewusstsein der Bassumer Bürger zu rücken.

Im vorigen Jahr installierte eine Gruppe von Künstlern Kunstwerke auf dem Gelände. Der Kunstpfad sollte die Bürger neugierig machen und die Attraktivität des Parks erhöhen. Aber dieses Ziel wurde nach Ansicht von Hella von Beckerath, eine der Künstlerinnen, noch nicht erreicht. Daher beschloss sie, gemeinsam mit Gisela Wiechmann zu einem Kunst-Picknick einzuladen.

Beckerath begrüßte am Sonnabend etwa 40 Besucher. Sie bedankte sich bei der Agenda-Gruppe, den Bauhof-Mitarbeitern und der Avacon, die diese Aktion unterstützt hatten.

Reinhild Olma nutzte die Gelegenheit und äußerte den Wunsch nach einem dauerhaften Engagement. Vor allem mit Blick auf das Krankenhaus und die Curata-Einrichtung würde sie es begrüßen, wenn der Park für ältere und nicht mehr so mobile Menschen leichter begehbar wäre, indem die holprigen Wege ausgebessert werden.

Anschließend führte Anni Wöhler-Pajenkamp durch den Park. Erste Station war der „Kaffeeberg“, wo an der Stiftseiche eine Klang-Installation die Vorbeigehenden grüßt. „Sie steht schon tausend Jahre, hörte manch Liebeswort – beschatt`t mit breiten Ästen den zauberischen Ort“, steht auf einer kunstvoll gestalteten Holztafel (Zeilen aus einem Gedicht des Bassumers H.W. Pleuss).

Anni Wöhler-Pajenkamp wies auf die „Aquagramme“ und Stiftsparkbilder von Barbara Mathis hin und führte die Gruppe zum Spinnennetz, mit dem die 2011 geknüpften Bänder der Aktion „Straße der Kunst“ verarbeitet wurden. Helfer hatten den Blick auf die im Teich „Badende“ frei geräumt, in Entengrütze lag unter dem Titel „Reflexionen“ Spiegelglas, und viel „Land-Art“ musste entdeckt werden, wobei Betrachter oft nicht ganz sicher waren, ob es sich um kunstvoll gestaltete Zweige oder um angeschwemmtes Totholz handelte.

Der Rundgang endete an der Tischgruppe, an der Andreas Koch-Warnken zuvor Schmierereien wieder abgeschliffen hatte, und beim Stein-Labyrinth, das von Besuchern ständig erweitert wird.

Am Ausgangspunkt musizierte die Gruppe „Folkstrott“ und regte Besucher zum Mittanzen an.

Später lud Bärbel Schröder zu einem meditativen Rundgang durch das Steinlabyrinth ein.

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