Erziehungs-Experten Hannsjörg und Dorothee Bachmann informieren beim Frühstückscafé

Vom Paar zur Familie

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Dialog zwischen dem Ehepaar Bachmann (l.) und den Frühstücksgästen im Mütter-Kinder-Zentrum.

Bassum - Von Ute Schiermeyer. Gut besucht war das Frühstückscafé im Mütter-Kinder-Zentrum Bassum. Mütter mit kleinen Kindern und Fachkräfte aus dem Bereich Kind und Familie waren der Einladung gefolgt und nahmen am Frühstück mit Vortrag teil.

Hocherfreut zeigte sich die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christine Gaumann, den ehemaligen Leiter der Kinderklinik Links der Weser, Prof. Dr. Hannsjörg Bachmann, und seine Ehefrau Dorothee, ehemals Pädagogin, als Referenten begrüßen zu dürfen. Das Paar stellte in vertraulicher Runde die von ihnen ins Leben gerufene Familienwerkstatt des Landkreises Verden vor.

Die Familienwerkstatt ist eine kostenlose Seminarreihe für werdende Eltern und für Eltern von Kindern bis zu drei Jahren. Der rote Faden, der sich durch die Familienkurse zieht, ist laut Hannsjörg Bachmann, „dass es allen in der Familie gut gehen soll, damit die Familie als System gelingen kann“.

Viele Eltern schlecht

aufs Kind vorbereitet

Dabei seien alle Beziehungen innerhalb der Familie wichtig: Die der Mutter zum Kind, die Paarbeziehung der Eltern und auch die eigenständige Beziehung des Vaters zum Kind. „Eine sichere emotionale Bindung ist der Grundbaustein für das ganze Leben“, sagen die Bachmanns.

Stabilität in der Bindung – das Familienfundament – entstünde in den ersten drei Lebensjahren und halte bis ins Erwachsenenalter.

Damit diese Bindungen gelingen, würden in der Familienwerkstatt alle Belange neugegründeter Familien behandelt: die des Kindes, der Mutter und des Vaters.

Viele Eltern seien für die Zeit nach der Geburt des ersten Kindes nicht gut vorbereitet, ist Bachmann überzeugt. Darum möchte die Familienwerkstatt helfen, „den Übergang vom Paar ohne Kind zum Paar mit Kind besser zu bewerkstelligen“.

Dazu wurde ein Seminar aus mehreren Bausteinen entworfen, das in diversen Modulen für Mütter und Väter gedacht ist. Ab der Mitte der Schwangerschaft werden Paare begleitet.

Die Bausteine behandeln zum Beispiel Themen wie „Vom Paar zur Familie“, „Beruf und Familie – unser Konzept für die nächsten drei Jahre“ oder den Elternsprachkurs „Sprechen ohne zu verletzten“. Es handele sich dabei immer um Dialoge, nicht um Vorträge, betonte Bachmann.

Inspiriert wurde das Ehepaar nicht nur von Experten , sondern auch maßgeblich von ihren vier Enkelkindern, an deren Entwicklung sie intensiv beteiligt sind. „Wir reden also nicht von früher, sondern wir sind noch mittendrin“, sagte Dorothee Bachmann und weiter: „Wir möchten, dass sich eine Kultur entwickelt, die Familienvorbereitungskurse beinhaltet.“

Die Meinung teilt auch Christine Gaumann. Sie träumt davon, in Bassum einmal ein solches Projekt wie die Familienwerkstatt anbieten zu können.

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