Elsbeth Ruholl ist Sozialpädagogin im neuen Familienzentrum in Bassum

„Schön, wenn Visionen Wirklichkeit werden“

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Die Bausteine für ein familienfreundliches Bassum sind vorhanden, nun muss Elsbeth Ruholl (2.v.l.) die Angebote vernetzen. Dabei wird sie unterstützt von Christine Gaumann (l.), Hanne Roitsch-Schröder (M.), Norbert Lyko und Nicole Krubitzer (r.).

Bassum - Von Frauke Albrecht. Geburtsvorbereitung, Schwangeren-Treff, Kindererziehung sind die Themen, mit denen sich Elsbeth Ruholl ab sofort beschäftigen wird. Die 52-jährige Sozialpädagogin ist das Gesicht des neuen Familienzentrums, das mit dem Mütter-Kinder-Zentrum nicht nur einen zentralen Ort, sondern auch einen Kooperationspartner gefunden hat.

Wie das im Detail aussehen wird, stellte gestern Bassums Erster Stadtrat Norbert Lyko in einem Pressegespräch vor. Dazu hatte er nicht nur viel Papier, sondern auch ein paar große Bauklötze mitgebracht. „Ich werde im Juli Opa und kann so schon mal üben“, schmunzelte er und hatte damit die Sympathien der Anwesenden im Nu auf seiner Seite.

Auch wenn er als Baumeister etwas ungeübt wirkte, so konnte Lyko den Anwesenden dennoch gut veranschaulichen, wie er sich das Konstrukt Familienzentrum vorstellt: Es soll das Dach bilden für die bereits vorhandenen Angebote wie Kindertagesstätten, Hebammen, Tagesmütter, Arbeitskreis Elterntraining, Mütter-Kinder-Zentrum und Jugendhaus.

Auch Familien mit Kindern im Grundschulalter finden ab sofort im Haus an der Mittelstraße Beratung, Informationen und Angebote – ob bei Fragen zur Geburtsvorbereitung oder zur Kindererziehung. Darüber hinaus können Besucher Kontakte knüpfen. „Und das Haus soll wachsen“, hofft Gleichstellungsbeauftragte Christine Gaumann.

Kooperation mit dem

Mütter-Kinder-Zentrum

Dorit Schlemermeyer, Ratsbeauftragte für Jugend und Bildung, kommentierte die Eröffnung mit den Worten: „Es ist schön, wenn Visionen Wirklichkeit werden.“

Norbert Lyko stellte den Weg vor, den die Idee Familienzentrum in den vergangenen Monaten genommen hat: Erstmals habe die Politik 2013 einen Arbeitskreis eingerichtet, der Konzepte erarbeiten sollte. Mitwirkende waren unter anderem SPD-Ratsfrau Luzia Moldenhauser, CDU-Ratsherr Helmut Zurmühlen, Christine Gaumann, Kindergartenleiterin Hanne-Roitsch-Schröder und Kinderarzt Holger Theek. Auch Elsbeth Ruholl, damals noch beim Landkreis Diepholz als Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen beschäftigt, saß mit am Tisch. Im August 2014 gab es erste konkrete Ideen, unter anderem die, ein vorschulisches Zentrum im Mütter-Kinder-Zentrum anzusiedeln.

Stadt und Mü-Ki-Zentrum schlossen einen Kooperationsvertrag. Alle Fraktionen waren sich zudem einig, eine Sozialpädagogin einzustellen. Eine halbe Stelle wurde eingerichtet. Die Wahl fiel auf Elsbeth Ruholl.

„Ich freue mich sehr auf die Arbeit“, sagt die 52-Jährige. Sie fühle sich im Mütter-Kinder-Zentrum sehr gut aufgehoben und angekommen. „Meine Aufgabe wird es sein, das Zentrum inhaltlich mit Leben zu füllen“, sagt sie. Die Bürger können Ruholl am kommenden Wochenende kennenlernen. Sie stellt sich und das Familienzentrum auf der Regionalmesse AktiBa vor. Dafür erarbeitet sie derzeit einen Fragebogen, mit dem Eltern nach ihrem Bedarf und ihren Wünschen gefragt werden.

Allen Beteiligten ist es wichtig, nicht nur darauf zu warten, dass Familien ins Zentrum kommen. „Wir müssen selbst aktiv werden und die Leute aufsuchen“, sagt Norbert Lyko und hat auch die Flüchtlingsfamilien im Blick.

Für die Arbeit des Mütter-Kinder-Zentrums ändert sich wenig. Mütter und Väter können auch weiterhin die Begegnungsstätte aufsuchen, Kontakte knüpfen, Erfahrungen austauschen, kreativ sein oder einfach nur schnacken. Es gibt weiterhin einen Kindergarten, ein Spielzimmer und einen Second-Hand-Laden im Mütter-Kinder-Zentrum.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und versprechen uns einen größeren Zulauf“, sagt Nicole Krubitzer vom Vorstand des Mütter-Kinder-Zentrums.

Elsbeth Ruholl hat feste Sprechzeiten eingerichtet: dienstags von 11 bis 12 Uhr und donnerstags von 17 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung. Ruholl ist telefonisch erreichbar unter 04241/8448.

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