Musik im Park der Freudenburg

Sommersingen: Einmal Rio und zurück

Gut 200 Zuhörer genossen das Sommersingen im Park der Freudenburg. - Fotos: Niederheide

Bassum - Von Dieter Niederheide. Wenn der oft zitierte Petrus tatsächlich für das Wetter verantwortlich sein sollte, muss er ein Musikfreund sein. Anders ist kaum zu erklären, dass fast pünktlich zum Beginn des 38. Sommersingens des Männergesangvereins Liedertafel Bassum in der grünen Kulturstube bei der Freudenburg die Regenwolken den Sonnenstrahlen Platz machten.

Und einer strahlte mit um die Wette: Hans-Joachim Günther, Vorsitzender der Liedertafel. Er konnte immerhin trotz zunächst düsterer Aussichten mehr als 200 Besucher willkommen heißen. Unter den Gästen war auch Bürgermeister Christian Porsch. Auch wenn es in früheren Jahren mehr Besucher waren, tat das der guten Stimmung keinen Abbruch.

Erstmals dabei war der Männergesangsverein „Euterpe“ (Dörverden) unter dem Dirigat von Dieter Knoren. Der Gastchor sang unter anderem Weinlieder wie „Aus der Traube in Tonne“, „Rüdesheimer Wein“, dazu das Lied von der Kneipe im Moor und „Überall auf der Welt“ (aus Verdis Nabucco).

Die Jagdhornbläser waren mit von der Partie.

Einstimmend auf ein fröhliches Sommersingen spielte die Blaskapelle „Klosterbacher“ unter der Leitung von Thomas Milster. Mit „Freunde, das ist Musik“ von Adolf Frey-Völlen begrüßten die Sänger der Liedertafel die Besucher und zeigten, wie gut sie aufeinander eingestimmt sind. Dirigentin Christiane Brandt führte als Moderatorin durch das Programm. Sie hatte sich für das Konzert vornehmlich maritime Stücke ausgesucht. Das kam bei den Besuchern bestens an. Bei „Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise“ und „Einmal in Rio“ sangen einige Besucher sogar mit.

Im zweiten Teil des Sommersingens besang der gut vorbereitete Chor den Hamburger Veermaster und erfreute mit „Heut geht es an Bord“ oder „Seemann, deine Heimat ist das Meer“.

Mit dem Lied vom „Bajazzo“, dem betrogenen Ehemann aus der Oper „Der Bajazzo“ von Ruggero Leoncavallo, verließen sie die Seeromantik – auch diese Darbietung beeindruckte. Mit Christiane Brandt als Chorleiterin hat die Liedertafel gewonnen.

Von der See führte das Programm in den Wald, als die Jagdhornbläser des Hegerings V Bassum unter anderem Jägermärsche spielten, darunter den Hessischen Jägermarsch und den Hubertusmarsch. Sehr sauber intoniert wurde die „Sollingfanfare“. Es handelte sich in erster Linie um Werke des als Jägermusiker bekanntgeworden Heidelberger Komponisten Reinold Stief.

Zum Abschluss des Konzertes wurden auch die Besucher mit einbezogen. Es erklang das traditionell gemeinsam gesungene Volkslied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ (1840 erstmals veröffentlicht).

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