Ehre für Partnerstädte

Straßenbenennung ein Streitpunkt im Bauausschuss

Bassum - Von Marc Lentvogt. Partnerstädte verdienen es, geehrt zu werden – so viel Einigkeit herrschte im Bassumer Bauausschuss am Donnerstagabend. Doch welches Signal sendet die Stadt an Fresnay sur Sarthe, Spilsby und Telšiai, wenn sie die nach ihnen benannten Wege in ein Neubaugebiet fern vom Zentrum legt?

In einer themenreichen Sitzung war die Diskussion um die Straßenbenennung im Neubaugebiet Nedderbrake IV (zwischen Syker und Bassumer Straße) der am intensivsten diskutierte Sachverhalt.

Für den alternativen Verwaltungsvorschlag, die drei zu bennenden Straßen dem Märchenthema zu widmen, gab es keinerlei Zustimmung. Denkbar hingegen schien, weitere Schriftsteller im Stadtgebiet zu verewigen.

Bärbel Ehrich (SPD) wies darauf hin, dass der Place de Bassum in Fresnay direkt am Rathaus liege. Auch wenn es mit Umbenennungen im Stadtzentrum verbunden sei, sollte die Stadt sich die Option offenhalten, die Partnerstädte dort zu verewigen.

Eine Meinung, der sich Hermuth Straßburg (Bürger-Block) anschließen konnte: „Es ist ein Hinterzimmer, in dem wir unsere ehrenwerten Partnerstädte bedacht haben.“

Repräsentanz der Partnerstädte schaffen

Carsten Leopold (CDU) findet es hingegen richtig, den Partnern eine Repräsentanz in der Stadt zu geben. Christiane Weitzel (Grüne) sieht den Zeitpunkt ebenfalls als korrekt an: „Ich habe die Befürchtung: Wenn wir es hier nicht machen, dann machen wir es gar nicht mehr.“

Mit sieben Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen seitens der SPD und zwei Enthaltungen des Bürger-Blocks empfahl der Ausschuss die Verlängerung der Syker Straße in Fresnay-sur-Sarthe-Straße zu benennen. Davon in das Nedderbrake-IV-Baugebiet abgehend, wird sich die Spilsby-Straße wiederfinden. Eine Anbindung an die Dresdener Straße im Süden erfolgt nicht. Dort wird mittels eines Pollers eine Einbahnstraße hergestellt. Am westlichen Ende des Baugebiets wird die Telšiai-Straße auf den Döhrener Weg führen.

Eine schnellere Einigung wurde für das Baugebiet Dorfstraße II in Bramstedt gefunden. Hier schlug das Planungsunternehmen NWP eine Ringerschließung vor, die von den Ausschussmitgliedern befürwortet wird. Der Ring soll nach Heinz Zurmühlen benannt werden.

Heinz Zurmühlen in Bramstedt verewigt

Bürgermeister Christian Porsch sprach sich im Landgasthaus Stövers persönlich dafür aus: „Heinz Zurmühlen hat sich sehr verdient gemacht um Bramstedt, um Bassum und um die Landkreise Grafschaft Hoya und Diepholz.“ Bei sieben Ja-Stimmen und vier Nein-Stimmen von Grünen und dem Bürger-Block wurde der Vorschlag angenommen.

Das Baugebiet erhält angrenzend an den Schulweg ein Regenrückhaltebecken und eine Streuobstwiese. Ein Fußweg sichert die direkte Anbindung für Kinder und Fußgänger an den Schulweg. Eine Zufahrt mit dem Auto ist hingegen nur über die Dorfstraße möglich. Beide Baugebiete sollen rund 30 Wohneinheiten Platz bieten.

Anschließend beantragte die Fraktion der Grünen die Einrichtung einer Energieberatung in der Stadt. Die kürzlich in Bonn abgehaltene Weltklimakonferenz habe erneut verdeutlicht, dass die weltweit vereinbarten Klimaziele bei Fortführung des Status quo nicht erreicht werden.

Bassum beim Klimaschutz gut aufgestellt

Auch die Kommunen müssten ihren Beitrag leisten, und dabei reiche es nicht aus, die im Haushalt veranschlagten 5 000 Euro in den Umweltschutz zu investieren. Jürgen Schäfer bedauerte dieses „stiefmütterliche“ Behandeln eines so wichtigen Themas. Bassum sei mit seinem Klimaschutz-Aktionsprogramm grundsätzlich gut aufgestellt.

Eine regelmäßige Energieberatung, in Kooperation mit lokalen Handwerksbetrieben organisiert,, soll zusätzlich zur Steigerung der Energieeffizienz in Privathaushalten beitragen.

Weiterhin fordern die Bassumer Grünen die Verwaltung auf, einmal jährlich öffentlich über ihre Klimaschutz-Maßnahmen zu berichten. Der Antrag wird an die Fraktionen weitergeleitet und in einer kommenden Sitzung beraten.

Rubriklistenbild: © dpa

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