„Schwere Unfälle vermeidbar“

B51-Ausbau zwischen Bassum und Stuhr auf drei Spuren: Polizei erhöht den Druck

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Und wieder hat es heftig gekracht: Einer der Unfälle an der B51 zwischen Bassum und Fahrenhorst.

Bassum - Abbiegeunfall nach Nordwohlde mit Schwerverletztem, vorfahrtberechtigten Lastwagenfahrer ebenfalls in Höhe Nordwohlde übersehen, beim Abbiegen in Kastendiek in Suzuki gekracht.

Meldungen wie diese brachten vergangenes Jahr eine der meistbefahrenen Straßen zurück in die Schlagzeilen. Die Bundesstraße 51 zwischen Bassum und Fahrenhorst. Sie ist als Unfallschwerpunkt eingestuft. Fünf Zusammenstöße mit Schwerverletzten schlugen innerhalb von zwölf Monaten zu Buche. Die Polizei schlägt Alarm. „Wäre die B51 in diesem Bereich schon als dreispurige Variante ausgebaut, hätten alle diese schweren Zusammenstöße vermieden werden können,“ sagt Wolfgang Rehling von der Inspektion Diepholz.

„Wann wird endlich mit dem Bau begonnen?“ fragt er provokant. Die seit Jahren andauernde Planerei, die zwischenzeitlichen politischen Entscheidungen gegen die 2+1-Lösung, all das habe den Eindruck verstärkt, hier herrsche Stillstand. „Und beinahe täglich spielen sich hochdramatische Beinahe-Unfälle ab.“

Auch im laufenden Jahr kommen die neun Kilometer zwischen Klenkenborstel und Radarfalle im Stuhrer Südzipfel nicht zur Ruhe. „Ein wahnwitziges Überholmanöver auf der B51 bei Nordwohlde kostete ein Menschenleben,“ hieß es auf einschlägigen Nachrichtenseiten am 11. Januar. Der 39-jährige Fahrer eines Opel Astra setzte trotz Überholverbots in einer unüberschaubaren Rechtskurve an einer Anhöhe zum Überholen an. Er krachte frontal in den Ford Fiesta einer 30-Jährigen. Die Frau verstarb noch an der Unfallstelle. Der Unfallverursacher wurde schwerverletzt in eine Klinik gebracht. Nur vier Monate später übersieht ein 65-jähriger Kleintransporter-Fahrer beim Abbiegen in Döhren den Wagen einer 65-Jährigen. Die Twistringerin kommt mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Ausbau dringend angeraten

Polizist und Verkehrswachtler Rehling mahnt dringend den Ausbau der Strecke an. Linksabbieger auf einen der Einzelhöfe? Auffahrt auf die Bundesstraße von einer der Zufahrten? Gibt es bei der 2+1-Variante nicht mehr! Die Anliegerhöfe werden über zu bauende Straßen sozusagen von rückwärts angefahren. Abenteuerliches Hineintasten von der Landesstraße aus Nordwohlde auf die Bundesstraße? Gehört bei 2+1 ebenfalls der Vergangenheit an! An den gesamten neun Kilometern wird es noch eine einzige Zufahrt geben, jene in Höhe Nordwohldes, und die ist per Ampelanlage gesichert und gleichzeitig wird die Landesstraße Richtung Stühren an diese Kreuzung herangeführt.

Ein solcher Ausbau-Komfort ist kein Novum im Landkreis. Die Ortsumgehung Brinkum wurde bereits nach diesen Prinzipien ausgebaut. Rehling: „Nennenswerte Unfälle hat es seither nicht mehr gegeben, gleichzeitig kann der Verkehr störungsfrei fließen.“ Bemerkenswerte Randerscheinung: Kritiker pflegen für den Fall eines 2+1-Ausbaus eine sprunghaft wachsende Verkehrsdichte ins Feld zu führen. Davon kann zumindest in Brinkum keine Rede sein. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre sind die Fahrzeugzahlen laut offizieller Verkehrszählungen sogar gesunken.

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