Weiteres Konzept liegt auf dem Tisch

Kindergarten Kinderreich: Nun doch Neubau statt Umbau

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Die meisten Fraktionen können sich diesen Platz als Standort für den Neubau vorstellen.

Bassum - Eigentlich war alles klar, was die Zukunft des Kindergartens Kinderreich angeht. Zumindest noch auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales und Familie. Doch nun haben fast alle Fraktionen des Rates einen neuen Antrag eingebracht. Und der besagt: keinen Anbau, keinen Umbau – sondern gleich den großen Wurf. Das heißt: einen Neubau. Damit wären die bisherigen Planungen mehr oder weniger vom Tisch.

Diese sehen vor, dass die Erzieherinnen einen Neubau auf dem Gelände für etwa 675.000 Euro bekommen. Hinzu kommen Kosten für den Ausbau des Dachgeschosses des Kinderreichs, den Bau von Toiletten und den Umbau des ehemaligen Aufenthaltsraums der Erzieherinnen. Der soll ein Ruheraum für die Kleinen werden.

Langfristig sollen zwei Ü3-Gruppen aus dem Kinderreich in eine Außenstelle umsiedeln. Dafür würde eine leer stehende Immobilie umgebaut. Mögliche Kosten: 1,325 Millionen. Für 2024/25 plant die Stadtverwaltung dann für 455.000 Euro einen großen Umbau des Kinderreichs.

Ein Neubau war bisher in der Debatte nur am Rande erwähnt worden, da es erstens kein Grundstück dafür gab und zweitens Kosten von zwei Millionen Euro dafür fällig wären.

Der Bolzplatz wird vor allem von Kindern viel genutzt.

Durch den neuen Antrag rückt die Randerscheinung nun ins Zentrum der Diskussion – wobei die Idee nicht neu ist. „Wir haben diese Konzeption schon 2015 in die Diskussion eingebracht“, heißt es in dem Antrag, zu dem die SPD den Anstoß gab. Der Grund, warum alle Planungen nun gekippt werden sollten, steht ebenfalls darin: „Wir verplanen 2,5 Millionen für einen Umbau und Anbau des Kinderreichs sowie den Umbau der Sportschule. An Kapazitäten haben wir damit noch nichts gewonnen, lediglich strukturelle Verbesserungen erzielt.“ Noch nicht angeschlossen haben sich bisher die Grünen.

Der Antrag sieht vor, ein komplett neues Gebäude auf dem Gelände des bisherigen Bolzplatzes zu errichten. Das könne in Form und Funktion das bisherige Gebäude ersetzen. „Durch architektonische Ausführung – zum Beispiel in unterschiedlichen Ebenen oder mit verschiedenen Eingängen – kann der Wuchtigkeit eines Gebäudes der aktuellen Größe deutlich etwas genommen werden.“

Für die Lage des Neubaus gebe es zwei Alternativen. „Entweder wird in nördlicher Richtung Syker Straße gebaut, dann könnte mit dem Rest des bisherigen Bolzplatzes und dem Gelände der jetzigen Kita Kinderreich ein neuer Bolzplatz erstellt werden.“ Oder Plan B: „Man baut südlicher, in die Nähe der aktuellen Kita, so dass für vielleicht spätere – jetzt noch nicht abzusehende – Nutzung das alte Gebäude zur Verfügung stände.“ Ein Bolzplatz werde schnellstmöglich neu erstellt, wobei die Lagebeziehung zu den Sportanlagen nicht zwingend notwendig sei. Vorstellbar sei ein Standort in der Nähe des Naturbads. Die alte Sportschule würde nicht für einen Kindergarten genutzt. Stattdessen könnten die Sportvereine das Gebäude als „Haus des Sports“ verwenden, in dem sie Übungs-, Schulungs- und Verwaltungsräume finden.

Bei der Planung müsse berücksichtig werden, dass die bisher veranschlagte Summe von zwei Millionen Euro in das neue Gebäude einfließen wird, heißt es abschließend. „Wir fänden es gut, wenn wir einen Neubau bekämen, der den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird“, sagt CDU-Fraktionschef Hans-Hagen Böhringer. „Die Idee ist tatsächlich nicht neu. Die CDU und ganz besonders Michael Gillner und Cathleen Schorling haben sich schon vor Jahren dafür stark gemacht.“

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