AWG startet Crowdfunding-Plattform

Die Umwelt schützen

Stellen die neue Crowdfunding-Plattform vor: Andreas Nieweler (v.l.), Peter Wagner, Reinhild Olma, Klaus Spehlbrink sowie die AWG-Mitarbeiter Matthias Kühnling und Dominik Albrecht.  
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Stellen die neue Crowdfunding-Plattform vor: Andreas Nieweler (v.l.), Peter Wagner, Reinhild Olma, Klaus Spehlbrink sowie die AWG-Mitarbeiter Matthias Kühnling und Dominik Albrecht. Foto: terrasi
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Bassum – „Wir fühlen uns dem Umweltschutz verpflichtet“, sagt AWG-Geschäftsführer Andreas Nieweler. Auch wenn die Abfallwirtschaftsgesellschaft im Umweltschutz aktiv sei, „sind wir auf der anderen Seite auch jemand, der die Umwelt stark belastet. Wir brauchen große Flächen für die Deponien und wir haben viele Fahrzeuge.“ Daher gehe die AWG nun einen Schritt weiter, um der Umwelt etwas Gutes zu tun und Bürgern bei der Realisierung ihrer ökologischen Projekte zu unterstützen: Seit Donnerstag können Vereine, Gruppen und Einzelpersonen aus dem Landkreis Diepholz auf einer Plattform ihre Projekte vorstellen, die durch Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) realisiert werden.

Zusammen mit einem Berliner Start-up-Unternehmen hat die AWG anderthalb Jahre lang diese Plattform entwickelt. „Wir wollen im Ergebnis erreichen, dass wir Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Abfallwirtschaft realisieren können, und eine bunte Vielfalt auf die Beine stellen“, betont Nieweler. Im Fokus der Plattform stehen die Themen Ökologie, Umwelt- und Naturschutz, Abfall- und Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz sowie Umweltpädagogik und Umweltbildung.

Drei Vereine aus dem Landkreis haben sich bereits beworben. Die Bassumer Agenda-Beauftragte Reinhild Olma wirbt um 400 Euro für das Repair-Café. „Wir benötigen Werkzeug und eventuell auch einen neuen Werkzeugschrank“, sagt Olma. „Das Projekt leistet auf jeden Fall einen aktiven Beitrag zur Abfallvermeidung und Abfallverwertung“, betont Nieweler.

Der Präsident der Bürgerparkgesellschaft 1875 Sulingen, Klaus Spehlbrink, wünscht sich für sich und seinen Verein zur Pflege der Anlage einen Mulcher. Da die Fläche 3,3 Hektar groß ist, falle dort viel Arbeit an. „Es sind schwere körperliche Tätigkeiten. Diese Maschine würde uns die Arbeit erleichtern und uns die Handarbeiten abnehmen“, sagt Spehlbrink. „Der Bestand an Bäumen ist weniger geworden. Das Geld könnten wir auch zur Wiederaufforstung und Neupflanzung nutzen.“ 3 800 Euro würde der Verein dafür benötigen.

Der Imkerverein Diepholz und Umgegend von 1898 bittet um Spenden in Höhe von 1 850 Euro. „Wir haben uns die Frage gestellt, wie effektiv Blühflächen sind, und ob es eine Möglichkeit gibt, das zu überprüfen“, so Wagner. Die Antwort könnte eine „Pollenanalyse“ bieten, für die Ausrüstung notwendig sei.

Projekte können auf awg-bewegt.de gemeldet werden. Die AWG überprüft, ob die Rahmenbedingungen eingehalten werden und gibt das Projekt im Anschluss zur Finanzierung frei. LARA TERRASI

Schwarmfinanzierung

Bei der Schwarmfinanzierung wählt der Projekt-Initiator einen finanziellen Rahmen aus. Jeder kann einen beliebigen Geldbetrag zum Erreichen des Zieles beitragen. Das Geld wird zunächst auf ein Treuhandkonto übertragen. Nur wenn das Ziel innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes erreicht wird, erhält der Initiator das Geld ausgezahlt. Ansonsten wird es an die Unterstützer zurückgebucht.

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