Delme-Werkstätten erstmalig bei der Apfelernte dabei

„Dickstiel“ sanft gepflückt

Heike Graue aus den Delme-Werkstätten freut sich über die üppige Apfelernte auf der Eschenhausener Streuobstwiese. Im Hintergrund: Carsten Albers, Gruppenleiterin Melanie Demann und Anni Wöhler-Pajenkamp (r.) vom Nabu. - Foto: Delme-Werkstätten, Ute Stollreiter

Eschenhausen - Dreizehn Beschäftigte der Bassumer Delme-Werkstätten haben am Mittwoch auf der Eschenhausener Nabu-Streuobstwiese bei der Apfelernte geholfen. Die Nabu-Ehrenamtliche Anni Wöhler-Pajenkamp begrüßte die Gruppe, vorwiegend Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, ,wies sie in ihre Aufgabe ein, bevor die Ernte begann. Am Ende wurden zahlreiche Kisten, Eimer und Säcke mit Äpfeln der Sorte „Dickstiel“ gefüllt.

Gruppenleiterin Melanie Demann hatte im Vorfeld die Beschäftigten thematisch auf die Apfelernte und Verarbeitungsmöglichkeiten eingestimmt. In der Werkstatt soll der Ernteertrag nun zu Saft, Apfelmus, Kompott und auch Kuchen verarbeitet werden.

Für ihren Erntetag hatten sich die Delme-Beschäftigten den ersten kühlen Herbsttag, aber mit herrlichem Sonnenschein, ausgewählt. Es war das erste Mal, dass Delme-Beschäftigte hier als Erntehelferinnen und –helfer unterwegs waren.

Zu Beginn zeigte Anni Wöhler-Pajenkamp ihnen die Bäume, deren Äpfel als nächstes gepflückt werden sollten, und hatte den Tipp: „Nehmt nur die Guten!“, damit es nachher bei der Verarbeitung keine böse Überraschung gibt. Wichtig war auch der sanfte Umgang mit den geernteten Äpfeln beim Hineinlegen in Kiste oder Eimer. Heike Graue war eine der dreizehn Beschäftigten, die von drei Gruppenleitungen und drei FSJ´lern begleitet wurden. Sie hatte das Erntewesen schnell erfasst und beriet ihre Kollegen mit „Nicht reinschmeißen, reinlegen!“

Die Streuobstwiese ist ein Gemeinschaftsprojekt von der Stadt Bassum und dem Nabu Syke und Umland. Sie haben gemeinsam die „Stiftung Naturerbe Landkreis Diepholz“ gegründet, die alle anfallenden Arbeiten koordiniert.

Im Jahr 2000 wurde für die Streuobstwiese ein Acker umgewidmet und seitdem mit überwiegend alten und lokalen Sorten bepflanzt und gepflegt. Anni Wöhler-Pajenkamp ist eine der Ehrenamtlichen, die sich um die Wiese, Besuchergruppen und den Vertrieb des Streuobstwiesen-Apfelsaftes kümmert.

„Nach der Ernte wurden alle mit einem Schluck bereits fertigem, naturtrübem Apfelsaft von derselben Streuobstwiese belohn“, berichtet Pressesprecherin Ute Stollreitert. Obwohl sich die geernteten Dickstiel-Äpfel als sogenannte Herbstäpfel durchaus bis Weihnachten halten, werde es hier wohl kaum dazu kommen. In der Lehrküche der Delme-Werkstatt wird Gruppenleiterin Melanie Demann in den kommenden Wochen mit Beschäftigten die Verarbeitung und das Entsaften sowie Einkochen übernehmen. Und wer mal probieren möchte: Eine Kiste wurde an das Café Delcasy in Syke abgetreten, das für seine hausgemachten Kuchen bekannt ist.

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