Deutsche Bahn saniert Haltestelle in Bramstedt für rund drei Millionen Euro

Baustelle Bahnhof – Barrieren bleiben

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Der Bahnsteig am Gleis 2 soll höher und breiter werden.

Bramstedt - Von Frauke Albrecht. Am Bahnhof in Bramstedt rollen die Baufahrzeuge. Die Bahnsteige werden saniert. Die Kosten belaufen sich auf gut 3,1 Millionen Euro. Wie Pressesprecherin Sabine Brunkhorst auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, tragen Bund und Land die Kosten.

Die Arbeiten sollen im August 2016 fertig gestellt sein. Was genau ist geplant? „Wir erhöhen den Bahnsteig auf 76 Zentimeter über Schienenoberkante“, so Brunkhorst. Außerdem würde die Ausstattung erneuert, sprich neue Sitzbänke, Müllbehälter und Vitrinen – ebenso die Beleuchtung. Ganz wichtig: „Die Zuwegung zum Gleis 1 wird neu gebaut, ebenso die Treppenanlage zu Bahnsteig2“, so Brunkhorst. Sie betont aber: „Am Bahnsteig2 wird keine zusätzliche Rampenanlage gebaut.“

Diese sei aber dringend erforderlich, bedauert Ortsvorsteher Helmut Zurmühlen. Der CDU-Ratsherr hofft, dass es nochmals ein Gespräch zwischen der Stadt und der Bahn geben wird, um diesen Punkt zu erörtern.

Denn Rollstuhlfahrer, ältere Menschen und Personen mit Kinderwagen kommen derzeit nicht ohne Hilfe die Treppe hoch zu Gleis 2 oder wieder runter. „Und das kommen sie nach dem Umbau immer noch nicht. Das macht doch gar keinen Sinn“, so Zurmühlen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels könne er die Logik nicht nachvollziehen.

Die Sanierung begrüßt der Ortsvorsteher sehr. „Das ist ein Stück Hoffnung, dass Bramstedt auch in Zukunft als Haltestelle bestehen bleibt.“ Der Bahnhof sei ein absoluter Pluspunkt für den Ort. „Bramstedt soll wachsen“, so der Ortsvorsteher. Es sei jedoch schade, wenn der Ausbau die bestehenden Hindernisse nicht beseitigt. Der Zug nach Bremen fährt von Gleis 2 ab. Dieses erreichen Fahrgäste nur über die besagte Treppe.

Die derzeitige Zuwegung zum Gleis 1 (Richtung Osnabrück) sei etwas humaner. Dort gibt es eine Art Rampe – die ist zwar etwas steil, aber immerhin stufenlos. Für ältere Menschen zu schaffen, wenn sie Pausen einlegen. Nach der Sanierung hofft Zurmühlen auf einen zusätzlichen Handlauf. Spätestens beim Ausstieg auf dem Rückweg stünden die Betroffenen jedoch wieder vor der Treppe. Anwohner bestätigen das Dilemma. „Wenn ich Mütter mit Kinderwagen sehe, helfe ich schon mal beim Tragen. Aber ich bin ja auch nicht immer im Garten“, sagt eine Anwohnerin, die direkt gegenüber der Treppenanlage wohnt.

Helmut Zurmühlen hätte eine Idee, wie die Bahn relativ problemlos Abhilfe schaffen könne – „und das muss nicht mal viel Geld kosten“. Derzeit bauen die Arbeiter von der hinteren Zuwegung am Bahnweg eine Zufahrt, damit die Baustellenfahrzeuge zum Bahnsteig gelangen. Die Bahn plant, diese später wieder abzubrechen. Zurmühlen: „Die Zuwegung könnte doch bleiben. Das wäre die beste und einfachste Lösung.“

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