Gelungene Premiere für opulente Show in der NWDSB-Halle in Bassum

Destino – Pure Lebensfreude

Ungewöhnliche Aufführung in Bassum. - Foto: Jantje Ehlers

Bassum - Von Dagmar Voss. Es ist Wochenende und der schlichte Funktionsbau des Nordwestdeutschen Schützenbundes verwandelt sich in eine quirlige Milonga. In einen Ort der puren Lebensfreude, wo Tango das Sein bestimmt, gepaart mit Melancholie und Leidenschaft, Verführung und Eifersucht. Das wird bunt zusammen gemischt aus Musik und Tanz, Liedern und instrumentalen Stücken; aus Schauspiel, Artistik, Modern Dance, Filmprojektionen und Malerei.

Alles verbunden durch den roten Faden der persönlichen Geschichte einer Jüdin, die im Alter zurückblickt auf Krieg hierzulande und Flucht, auf das Ankommen in Argentinien und ein anderes Leben in der Fremde, bei dem Tango und natürlich Liebe und Herzschmerz eine große Rolle spielen.

Zur Premiere dieses Tango-Projekts am Samstagabend war die Halle voll besetzt. Den Auftakt besorgten schrille Klänge und Schattenspiele, fliehende Menschen vor beängstigenden marschierenden Masken.

Für Destino haben die beiden Initiatoren und Verantwortliche Marcello Monaco und Daniela Franzen viele interessierte Laiendarsteller aus der Region und Profi-Tänzer, Sänger und Musiker um Mitwirkung gebeten. Daraus entstanden ist eine ungewöhnliche Aufführung mit viel Aufwand und reichlichen Zutaten.

Lange Filmsequenzen zeigen eine alte Frau, die auf einem Dachboden in ihren Erinnerungsstücken kramt, Bilder und Poster betrachtet und dazu Bremer Rotwein trinkt. Man fühlt sich versetzt in die Stummfilmzeit, bei dem der Klavierspieler – in diesem Fall Orchesterleiter Juan Maria Solare – das Geschehen begleitet. Nur die Zwischentitel wie damals fehlten noch.

Mit etlichen farbenprächtigen Kostümen zu verschiedenen Tänzen und Darstellungen des Lebens im kreativen Bereich wird das Ganze angereichert. So gibt es einen Teil, der im Zirkus spielt. Zwei Artisten schweben auf der Leinwand über ein Seil, während im Vordergrund live ebenfalls eine Artistin ihr fantastisches Können am Seil demonstriert, unterstützt von einem Affen, dargestellt von Daniela Franzen.

Ein Tänzerpaar aus Argentinien demonstriert den Tango dieses Landes. Oder die Gruppe Tanzwerk wirbelt mit modernem Tanz über die Bühne. Dazwischen singt Marcello Monaco und auch der Chor eigens von Monaco komponierte Stücke wie das „Destino“.

Unmöglich, die gesamte Vielfalt der Geschehnisse dieses ganz anderen Kulturereignisses zu beschreiben; besser ist, man sieht es sich selbst an. Gelegenheit dazu gibt es noch zweimal: am 15. und 16. April in der Mensa des Schulzentrums in Bruchhausen-Vilsen. Karten sind für 22 Euro an der Abendkasse erhältlich. Weitere Informationen gibt es im Internet.

www.auf-der-diele.de

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