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Windpark Albringhausen: Betonsockel zerfallen zu Pulver

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Von: Anika Seebacher

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Rundherum steckt Sprengstoff im Betonsockel. So wird am Gründonnerstag das letzte Fundament einer Windkraftanlage in Albringhausen entfernt.
Rundherum steckt Sprengstoff im Betonsockel. So wird das Fundament einer Windkraftanlage in Albringhausen entfernt. © Zumaya/Westwind

Bassum-Albringhausen - Westwind sprengt in der Woche vor Ostern die restlichen Fundamente der alten Windkraftanlagen in Albringhausen. Das geht nicht gerade geräuscharm zu - täglich sind Detonationen zu hören.

Ohrenbetäubende Detonationen haben die Bewohner Albringhausens in der Woche vor dem Osterfest wohl mehrfach zusammenfahren lassen. Bis zum Mittag des Gründonnerstags waren täglich laute Knallgeräusche zu hören. Der Grund sind finale Sprengarbeiten im Windpark der Firma Westwind.

Auf Nachfrage erklärt deren Projektleiter Andre Meyer, dass der Rückbau der alten Anlagen fast abgeschlossen sei. Bereits in den vergangenen Monaten waren die ersten Sockel gesprengt worden, um alle Reste der ausgedienten Windräder zu entfernen. Nun stehe die Maßnahme kurz vor dem Abschluss. „Wir haben seit diesem Montag jeden Tag eine Sprengung vorgenonmmen“, sagt Meyer zu den aktuellen Arbeiten. Am Gründonnerstag kümmere sich eine mit der Sprengung beauftragte Fachfirma gegen Mittag um das letzte Fundament einer bereits demontierten Anlage.

Sprengmatten zum Schutz

Der Betonsockel wird dann mithilfe von Sprengstoff pulverisiert. In einem Sicherheitsbereich von 100 Metern rund um den Sockel des einstigen Windrades werde alles mit speziellen Sprengmatten zum Schutz der Arbeiter und Landschaft abgedeckt. „Wir schauen uns die Sprengung aus einer sicheren Entfernung von 300 Meter an“, erläutert Andre Meyer. Die Arbeiten seien im Vorfeld durch den Landkreis Diepholz genehmigt worden und werden zusätzlich von der Polizei begleitet, so der Projektleiter des Kirchdorfer Unternehmens weiter.

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Im Anschluss müssten lediglich noch die Reste der Anlagen abgefahren werden. Das Material aus den gesprengten Sockeln wird für die Straßen im Windpark weitergenutzt.

Angst um Schäden an den Häusern in der Nähe des Windparks müsse niemand haben, beruhigt Meyer. „Bei dieser Art von Arbeiten ist es aus physikalischer Sicht sehr unwahrscheinlich, dass sich Risse bilden.“ Einerseits werde für die Sprengung „verhältnismäßig wenig Sprengstoff“ verwendet, andererseits gingen die Druckwellen zur Seite und nicht in die Tiefe. „Unsere Sprengmeister machen das auch nicht zum ersten Mal“, verweist Meyer auf die langjährige Erfahrung der Experten, die sich im Windpark Albringhausen um die Rückbauarbeiten kümmern.

Bauherrenhaftpflicht für alle denkbaren Vorfälle

Für den Fall, dass es dennoch zu irgendeiner Art von Schäden kommen sollte, sei Westwind über die sogenannte Bauherrenhaftpflichtversicherung abgesichert. „Die umfasst alle Situationen, die auftauchen könnten“, erläutert Meyer. Die weiteren beteiligten Firmen aus verschiedenen Gewerken seien zusätzlich versichert. Ansprechpartner für Anwohner, die einen vermeintlich durch die Detonation verursachten Schaden melden wollen, sei Westwind als Bauträger. Es gelte eine Nachweispflicht.

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