Debora Stockmann stellt Hilfsmittel für Senioren vor / Von Staubsauger-Robotern und Bildtasten-Telefonen

Wie Technik den Alltag verändern kann

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Debora Stockmann präsentiert ein Bildtelefon.

Bassum - Von Dieter Niederheide. Technische Hilfsmittel können älteren und kranken Menschen das Leben im eigenen Haushalt erleichtern. Welche das sind, darüber referierte die Gerontologin Debora Stockmann (27) von der Technikberatungsstelle „Besser zuhause“ in der Bassumer Seniorenberatung.

„Besser zuhause“ ist eine Beratungsstelle für mehr Lebensqualität durch Technik im Alter, ein Angebot der Gemeinden Weyhe und Stuhr integriert im Pro-Dem-Seniorenservicebüro in Stuhr. Die nützlichen Tipps und Hinweise hätten einen größeren Zuhörerkreis verdient gehabt. Nur wenige waren gekommen. Stockmann hatte einige der Hilfsmittel mitgebracht, darunter die Hörhilfe. „Das werden manche Senioren gut kennen, das Fernsehduell am Abend um die Lautstärke“, führte sie aus. „Sie dreht auf ,volle Pulle‘, denn sie ist schwerhörig. Er: ,Anna, nicht so laut.‘“ Folge ist, er setzt sich durch. „Ist ja nur wegen der Nachbarn“, so seine Entschuldigung. Sie sieht den Film im Fernsehen sprachlos. „Muss nicht sein“, sagte Stockmann. Technische Hilfen seien vielseitig verwendbar, Stockmann sprach Sturzerkennungs- und -vermeidungshilfen an, den Hausnotruf und die Überwachung der Vital-Daten. Zur Kommunikation mit Angehörigen gebe es leicht bedienbare Mobiltelefone und das Bildtasten-Telefon. Für die Sicherheit gebe es Rauchmelder, die technische Herdüberwachung oder das automatische Abschalten des Bügeleisens.

In Sachen Mobilität könnten der Rollator, der längst zum Straßenbild gehört, und Treppenlifte Hürden überwinden.

Was die Hausarbeit angeht, wies Stockmann auf den Staubsauger-Roboter hin. Im Reigen ihrer technischen Helfer fehlte selbst ein kleines Gerät zum besseren Finden des Schlüssellochs nicht. Diese Hilfe leuchtet im Dunkeln.

Debora Stockmann betonte, dass es wichtig sei, sich rechtzeitig zu informieren. In manchen Fällen gibt es Zuschüsse für die Anschaffung. Wie Stockmann unserer Zeitung gegenüber sagte, wird das vom Bundesministerium Bildung und Forschung und den Gemeinden Weyhe und Stuhr unterstützte Projekt „Besser zuhause“ Ende 2015 auslaufen. Derzeit läuft ein Antrag beim Landkreis auf Verlängerung für zunächst ein Jahr. Antragsteller ist Pro Dem. Wird der Kreistag dem Antrag zustimmen, könne „Besser zuhause“ auch in Städten und Gemeinden des Landkreises, in Bassum zum Beispiel im Seniorenservicebüro, Sprechzeiten anbieten. Insgesamt gibt es im Bundesgebiet 22 Beratungsstellen.

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