Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Bassumer Ehrenamtlichen

„Danke, dass es Sie gibt“

Das Blasorchester der SV Kirchweyhe begleitete den Gäste-Nachmittag in der Gilde-Festhalle musikalisch. Foto: Husmann

Bassum - Von Heiner Büntemeyer. Seit 2009 nutzt die Bassumer Tafel Räume der Bassumer Gilde-Schützen. Ihren Betrieb hatte diese soziale Einrichtung damals auf einer Fläche von 90 Quadratmetern aufgenommen. Inzwischen sind es rund 500 Quadratmeter, die benötigt werden, um die Tafelkunden zu versorgen. Daran erinnerte am Sonntag Horst-Dieter Jobst anlässlich der Benefizveranstaltung zugunsten der Bassumer Ehrenamtlichen, zu der auch die Tafelkunden eingeladen waren.

Seit der Schützengilde im Jahre 2015 vom Nordwestdeutschen Schützenbund der Spenderpreis zuerkannt worden sei, habe der Verein im Jahr darauf die Mitgliedschaft im NWDSB gekündigt und die rund 2 500-Euro-Spende für eine Einladung an Ehrenamtliche und Tafelkunden umgewidmet, erklärte Jobst. In den ersten Jahren erfolgte diese Einladung immer zu Weihnachten. Im vorigen Jahr wurde die zehnjährige Zusammenarbeit mit einem Fest im Februar gefeiert, und dieser Termin habe sich für diesen „Familien-Gemeinschafts-Nachmittag“ als besser geeignet herausgestellt, erklärte Jobst im Gespräch.

Es sei für ihn immer eine Freude, die Tafelkunden zu sehen. Er ermutigte sie auch, an Veranstaltungen wie dieser teilzunehmen. Das Argument, sich bei derartigen Anlässen nicht zeigen zu mögen, lasse er nicht gelten. „Sie alle sind Teil unserer Gemeinschaft“, so der Hausherr.

Er begrüßte neben den Tafel-Mitarbeitern auch die Ehrenamtlichen des THW, des DRK, der DLRG und des Bassumer Seniorenkreises. „Danke, dass es Sie gibt“, erklärte Jobst.

In der großen Festhalle hatten die Gilde-Schützen ein reichhaltiges Büfett aufgebaut, zu dem Bastian Bomhoff vom Restaurant Dillertal die Kanapees, die Bäckerei Deimann die Kuchen und Torten und die Familie Kurt als Betreiber der Gildehalle die Getränke gestiftet hatten. Die Bewirtung der Gäste übernahmen Mitglieder des Schützenvereins.

Unter den Gästen begrüßte Jobst auch Mitarbeiter des „Studio 21“ am Lindenmarkt, die an diesem Nachmittag die Kinder schminkten und sie mit Spielen unterhielten. Dabei erinnerte Jobst daran, dass dieser Betrieb den Tafelkunden immer zu Weihnachten kostenlos die Haare frisiert.

Viele Menschen seien sehr am Gemeinwohl interessiert und engagierten sich, aber es gebe leider auch Psychopathen, was die Vorfälle in Hanau gerade wieder bewiesen hätten, bedauerte Jobst und bat die Gäste, in einer Schweigeminute der Toten von Hanau zu gedenken.

Auch der Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig und der Landtagsabgeordnete Volker Meyer waren zu der Feier gekommen. Wie Jobst berichtete, war der Bundestagsabgeordnete extra wegen dieser Feier aus Berlin angereist. „Ich habe bemerkt, dass alle Ehrenamtlichen gerne kommen, wenn Familie Jobst zu so einer Feier einlädt. Vielen Dank für dieses Engagement“, erklärte Knoerig, der sich auch darüber freute, unter den Gästen viele alte Bekannte aus dem Schützenbereich zu treffen.

Auch Knoerig ging auf Hanau ein, indem er darauf hinwies, dass in Schützenkreisen wieder mit einer intensiven Diskussion zu rechnen sei, weil der Attentäter ein Sportschütze gewesen war.

Nachdem sich zuvor bereits Tafelmitarbeiterin Gabi Finzel für die Einladung bei Jobst bedankt hatte, lobte der Tafel-Vorsitzende Anders Niedenführ im Namen der 32  Mitarbeiter der Tafel die Sportgilde und ihren Präsidenten für die „tolle Idee“, zu diesem Fest einzuladen.

Musikalisch wurde die Feier durch das Blasorchester der SV Kirchweyhe begleitet, das mit fast 30 Musikanten angereist war und die Gäste unter der Leitung von Axel Hübner musikalisch unterhielt.

Zum Auftakt spielte die Band Friends for Life und setzte anschließend das Programm mit einem Mix aus volkstümlicher Musik, Schlagern und Popsongs fort. Dabei erwies sich Axel Hübner auch als hervorragender Unterhaltungskünstler und entsprach damit angesichts des trüben Wetters der Empfehlung von Horst-Dieter Jobst “Lachen Sie. Lachen stärkt das Immunsystem“.

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