Feuer greift von Carport auf Wohnhaus über

Dachstuhl brennt in Nordwohlde aus

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Vorerst unbewohnbar: das Haus an der Straße Wohlers Feld.

Nordwohlde - Von Frauke Albrecht. Knallgeräusche ließen am Montagabend die Anwohner in Nordwohlde aufhorchen. Als kurz danach die Sirenen gingen, war klar: „Irgendwo brennt es.“ Bei der Rettungsleitstelle in Diepholz gingen gleich mehrere Notrufe ein, sodass deren Mitarbeiter bei der Anforderung der Ortsfeuerwehr Nordwohlde die Alarmstufe erhöhten.

Vor Ort stellte Nordwohldes Ortsbrandmeister Ralf Ebert fest, dass an der Straße Wohlers Feld gleich zwei benachbarte Carports mitsamt Fahrzeugen brannten, darunter ein Wohnmobil. „Daraufhin ließ er ein weiteres Mal die Alarmstufe erhöhen“, berichtet der stellvertretende Feuerwehrpressesprecher Dennis Heuermann.

Insgesamt rückten sechs Ortsfeuerwehren mit rund 100 Einsatzkräften aus. Zusätzlich wurden die Technische Einsatzleitung (TEL) Nord, das DRK mit dem leitenden Notarzt und ein Rettungswagen mit zwei Mitarbeitern zur Einsatzstelle gerufen. Auch die Polizei war mit sechs Beamten vor Ort.

„Da zunächst noch unklar war, ob die Bewohner, eine Familie mit Kindern und Hund, sich noch in dem unmittelbar angrenzenden Haus befanden, wurde ein Fenster des Hauses geöffnet, um nach den vermissten Personen zu suchen“, so Heuermann. Sie wurden unversehrt bei Nachbarn angetroffen.

100 Einsatzkräfte versuchen, den Brand zu löschen. 

Die Brandbekämpfung der Einsatzkräfte konzentrierte sich derweil auf die Carports und die Rettung des Wohnhauses. Heuermann: „Wir konnten ein Übergreifen der Flammen auf das Haus trotz des massiven Löschangriffs nicht verhindert.“ Um das Feuer im Dachstuhl des Wohnhauses zu löschen, öffneten die Einsatzkräfte mithilfe der Hubarbeitsbühne das Dach. Eine Fotovoltaikanlage auf der rückwärtigen Seite des Einfamilienhauses blieb von den Flammen weitestgehend unbeschädigt und stellte daher keine größere Gefahr für die Feuerwehr dar. Die Löscharbeiten zogen sich bis weit in die Nacht hinein.

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Die Brandursache stand gestern noch nicht fest. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf etwa 400 000 Euro.

Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Die Hausbesitzer sind noch in der Nacht bei Freunden untergekommen. Sie bedanken sich an dieser Stelle für die Hilfsbereitschaft bei der Feuerwehr und den Dorfbewohnern: „Die Hilfsbereitschaft ist phänomenal. Alle sind rührend bemüht“, hieß es.

Die Feuerwehr hat einige Habseligkeiten der Familie retten können, darunter auch die Schulsachen der Kinder.

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