Start am 15. Dezember

Corona im Landkreis Diepholz: Nun ist es fix! Grünes Licht für Impfzentrum in Bassum

Im Krankenhaus in Bassum soll ein zentrales Corona-Impfzentrum im Landkreis Diepholz entstehen – mit maximalen Kapazitäten, so betonte Landrat Cord Bockhop am Freitag. Nun gab es endlich grünes Licht für das geplante Vorhaben.

  • Coronavirus im Landkreis Diepholz: Verwaltung will zentrales Impfzentrum einrichten.
  • Krankenhaus in Bassum bietet laut Landrat beste Voraussetzungen.
  • Die Ereignisse in Sachen Impfzentrum in Bassum haben sich überschlagen.

Update, 8. Dezember, 13.30 Uhr: Nach über einer Woche des Wartens haben sich am späten Freitagnachmittag die Ereignisse in Sachen Corona-Impfzentrum in Bassum geradezu überschlagen. Nachdem der Landkreis Diepholz am Freitagmittag deutlich Kritik aufgrund der zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden Genehmigung geübt hatte, ging am späten Freitagnachmittag die Einsatzverfügung des Landes für das Corona-Impfzentrum in der Klinik Bassum ein. „Gerade noch rechtzeitig, um den avisierten Starttermin am 15. Dezember halten zu können“, erklärt Landrat Cord Bockhop. „Ob überhaupt und in welchen Mengen der Impfstoff in der nächsten Woche zur Verfügung stehen wird, ist jedoch nach wie vor unklar.“ Das teilt der Landkreis Diepholz am Dienstag mit.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Genehmigung für mobile Impfteams erteilt

Bis zu vier Impfstrecken sollen in der Klinik Bassum eingerichtet werden. Darüber hinaus hat das Land die Genehmigung für vier mobile Impfteams erteilt. Hierbei erhält der Landkreis Diepholz Unterstützung durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Die mobilen DRK-Teams sind ebenfalls Mitte Dezember einsatzbereit und sollen pflegebedürftige Menschen impfen, die sich in voll- bzw. teilstationären Einrichtungen befinden oder aufgrund eingeschränkter Mobilität an das häusliche Umfeld gebunden sind.

Darüber hinaus begrüßt Landrat Cord Bockhop, dass auch kreisgrenzenübergreifende Möglichkeiten zur Impfung bestehen sollen. „Mit der Perspektive eines weiteren Impfstoffes im Frühjahr 2021 werden auch die Hausärzte in die Impfstrategie und das Impfangebot einbezogen, damit wir gemeinsam eine hohe Impfquote in der Bevölkerung erreichen“, so der Landrat.

Update, 8. Dezember, 9.30 Uhr: Der Landkreis Diepholz sieht sich im Kampf gegen Corona vom Land ausgebremst. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Er sei enttäuscht, weil das Land auch nach einer Woche nicht über das geplante und beantragte Impfzentrum in Bassum entschieden habe, sagte Landrat Cord Bockhop.

Der Landkreis wollte in der Bassumer Klinik bis Mitte Dezember mindestens fünf Impfstrecken mit bis zu 20 Plätzen schaffen und außerdem mobile Impfteams einsetzen. Durch die fehlende Reaktion des Landes sei dieser Plan jetzt gefährdet und könnte sich bis ins nächste Jahr verzögern, so Bockhop.

Originalmeldung, 27. November: Bassum - Das bedeutet, dass dort pro Stunde bis zu 240 Impfwillige immunisiert werden können, pro Tag bis zu 2 880 Menschen. Vor allem nutzt der Landkreis Synergieeffekte, die sich unter dem gemeinsamen Dach ergeben. Sollte es, so nennt der Landrat ein Beispiel, bei einer Impfung zu einem Notfall kommen, dann könnte der Patient sofort im Krankenhaus behandelt werden: „Wir brauchen nicht mal einen Krankenwagen.“

Corona-Impfzentrum im Landkreis Diepholz: Start am 15. Dezember in Bassum

Wie bereits berichtet, hat das Land Niedersachsen dem Landkreis Diepholz zwei Impfzentren zugebilligt. Die Zusammenlegung dieser Kapazitäten ist schon seit geraumer Zeit im Gespräch, und Kreisrat Jens Hermann Kleine hatte erst vor wenigen Tagen keinen Zweifel daran gelassen: „Der Klinikverbund ist unser Wunschpartner.“

Dessen Mitarbeitern – sowohl in der Pflege als auch im Arzt- und Verwaltungsbereich – zollt Landrat Cord Bockhop großen Respekt, weil sie in aller Kürze die maximalen Möglichkeiten organisieren: „Wir planen ein Impfzentrum vom Feinsten“, so der Landrat. Dort soll bereits am 15. Dezember der Betrieb starten. Rein rechtlich gesehen sind Aufbau und Betrieb der Impfzentren eine Aufgabe des Katastrophenschutzes. Der Landkreis überträgt sie bewusst seinem Klinikverbund.

Corona-Impfzentrum im Krankenhaus Bassum: Betrieb an bis zu sieben Tagen in Sicht

Im Krankenhaus Bassum soll der Bereich rechts vom Haupteingang - ebenerdig und barrierefrei - zum Impfzentrum umgestaltet werden. Alle Anforderungen an eine solche Einrichtung – vom impfbefähigten Personal über die Lagerung des Impfstoffs bei Minus 70 Grad bis zum Sicherheits- und Reinigungspersonal – können am Standort Bassum organisiert werden. Ebenso der geforderte Wartebereich sowie der getrennte Ein- und Ausgang. Parkplätze werden in Absprache mit der Stadt Bassum ausgewiesen.

Die Rekrutierung des ärztlichen Impfpersonals ist Aufgabe des Landes Niedersachsen. Diese will es in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) erfüllen.

Hier geht es lang: Bis zum 15. Dezember strukturiert der Klinikverbund einen Teil der Bassumer Klinik um und richtet ein Impfzentrum ein – unter den gebotenen Schutzmaßnahmen. Archiv

Wie viele Menschen können in der Klinik Bassum in welcher Zeit gegen Corona immunisiert werden? Wie Landrat Cord Bockhop erläutert, werden die vom Land zugebilligten Kapazitäten so gebündelt, dass in der Klinik Bassum insgesamt 20 Impfplätze entstehen. Mindestens an fünf Tagen pro Woche soll das Zentrum in Betrieb sein. „Unser Ehrgeiz ist es jedoch, es an sieben Tagen bis zu zwölf Stunden anzubieten“, betont der Landrat. Elementare Voraussetzung dafür: ausreichend Impfstoff und eine gut funktionierende Terminvergabe. Genau die will das Land bekanntlich zentral organisieren.

Corona-Impfungen für Bevölkerung im Landkreis Diepholz in drei Monaten erledigt?

Berechnungen, wie schnell alle impfwilligen Kreisbewohner in Bassum immunisiert werden könnten, gibt es bereits. Bei Maximalbetrieb des neuen Zentrums wären bei 240 Impfungen pro Stunde und 2 880 pro Tag insgesamt 20 .160 pro Woche und 80.640 pro Monat möglich, erläutert Cord Bockhop.

„Bei 217.000 Einwohnern im Landkreis und einer Impfquote von 60 Prozent wären wir in drei Monaten durch“, so die Berechnung. Allerdings müsse man berücksichtigen, dass zwei Impfungen erforderlich seien. Bekanntlich werden für den wirksamen Coronaschutz zwei Impfdosen im Abstand von drei Wochen benötigt.

Der Landrat weiß, dass die Berechnungen in der Praxis nicht eins zu eins umsetzbar sind: „Das werden wir so nicht durchhalten.“ Denn es gibt Unwägbarkeiten und offene Fragen. Zum einen: Wie viel Impfstoff steht zur Verfügung? Der Landkreis ist auf die Zuteilung des Landes angewiesen. Noch sei auch unklar, so Cord Bockhop, ob der Impfstoff täglich oder in anderen Zeitabständen geliefert werde. Außerdem sei damit zu rechnen, dass der eine oder andere Angemeldete seinen Termin nicht wahrnehme. Und zu berücksichtigen sei ebenso, dass manche womöglich krank und deshalb nicht impffähig seien.

Corona-Impfungen im Landkreis Diepholz: Mobiles Angebot in Planung

Wie bereits berichtet, wird schon bei der Anmeldung die Körpertemperatur der Impfwilligen getestet. Menschen mit Infektionssymptomen werden von der Impfung ausgeschlossen. Nach der Registrierung (mit Kontrolle der Personaldaten sowie Frage- und Dokumentationsbogen) folgt das ärztliche Impfgespräch, danach die Impfung und anschließend ein Aufenthalt im Wartebereich. Eine Nachbeobachtung der Geimpften ist laut Konzept insbesondere wegen mangelnder Erfahrung mit den Impfstoffen erforderlich.

Der Landkreis ist außerdem verpflichtet, mobile Impfteams für Menschen einzurichten, die nachweislich nicht ins Impfzentrum kommen können. „Es wird ein mobiles Angebot geben“, betont der Landrat – und fügt hinzu: „Wir wissen aber noch nicht genau, wie wir das umsetzen.“

Rubriklistenbild: © Luka Spahr

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