Container ersetzt kurzfristig den Mitarbeiterraum / Auch ab Sommer gibt es mehr Anmeldungen als Platz / Gestern Notdienst

Platzprobleme im Kindergarten Kinder-Reich

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Notlösung: Dieser Container steht auf dem Parkplatz des Kindergartens Kinder-Reich und ersetzt kurzfristig den Mitarbeiterraum. Es gibt ein Fenster zum Sportplatz.

Bassum - Norbert Lyko, Erster Stadtrat in Bassum, war gestern Morgen beruhigt, nachdem er einen Blick in den Gruppenraum des Kindergartens Kinder-Reich geworfen hatte. Lediglich fünf Kinder spielten dort und genossen den Platz, den sie hatten.

Da sich die Erzieherinnen gestern am landesweiten Warnstreik beteiligten, hatte die Stadt einen Notdienst einrichten können. „Wir wussten nicht genau, wie viele nun tatsächlich kommen“, sagte Lyko auf Anfrage. Drei Erzieherinnen waren da. Doch die meisten Eltern hatten für ihre Kinder eine andere Alternative gefunden. „Fraglich ist, ob das den Eltern auch gelingt, wenn es mehr Streiktage gibt“, so Lyko. Er könne nur dann einen Notdienst organisieren, wenn sich genügend Erzieherinnen finden. Das müsse man abwarten.

Lyko sieht sich derzeit noch einer ganz anderen Problematik gegenüber gestellt. Der Kindergarten Kinder-Reich hat Platzprobleme. Wie bereits berichtet, hatte der Verwaltungsausschuss bereits im Februar beschlossen, kurzfristig den Mitarbeiterraum in einen Gruppenraum umzuwandeln, weil zu viele Anmeldungen vorlagen. Es wurde eine zusätzliche Kleingruppe eingerichtet. Für die Mitarbeiter ließ die Stadt einen Container auf dem Parkplatz aufstellen. Darin ein Tisch mit mehreren Stühlen. Norbert Lyko betont: „Das ist eine kurzfristige Maßnahme bis zum Sommer. Sonst hätte das Landesjugendamt die Containerlösung nicht genehmigt.“ Dessen Zustimmung war erforderlich.

Doch nun zeichnet sich darüber hinaus weiterhin Bedarf ab. Auch ab Sommer sind mehr Kinder für den städtischen Kindergarten angemeldet als Plätze vorhanden sind, insgesamt zehn Mädchen und Jungen.

Norbert Lyko möchte in der kommenden Woche zusammen mit Vertretern des Landesjugendamtes und den Leitungen der anderen Kindergärten gemeinsam nach Lösungen suchen.

Eine davon könnte sein, die Kinder in anderen Einrichtungen unterzubringen. „Das Landesjugendamt bezuschusst auch andere Kindergärten wie den Rentei-Kindergarten, Nordwohlde oder den Lukas-Kindergarten, und wird schauen, ob dort noch Plätze frei sind“, erklärt der Erste Stadtrat. Die Kita Bramstedt komme nicht in Frage, da auch dort mehr Anmeldungen eingegangen sind als Platz vorhanden ist.

Eine andere Alternative wäre eine weitere Gruppe zu eröffnen, nur wo? „Dann müssten wir dem Land eine klare Perspektive bieten“, sagt Lyko. Der Container sei keine langfristige Lösung.

Am 5. Mai befasst sich der Sozialausschuss mit dem Thema. Bis dahin soll eine Beschlussvorlage erarbeitet werden, die nicht nur die aktuelle Situation beleuchtet, sondern eine Perspektive für die nächsten Jahre aufzeigt.

al

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