Ein Dialog auf Augenhöhe

Bürger, Politik und Verwaltung sprechen über Bassumer Familienfreundlichkeit

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Im Dialog zwischen den Eltern kleiner Kinder, dem ersten Stadtrat Norbert Lyko (r.) und Ratsmitgliedern der Stadt wurden Kritikpunkte, Wünsche und Ideen zum Thema „Familienfreundlichkeit in der Stadt Bassum“ zusammengetragen. 

Bassum - Von Ute Schiermeyer. Wie familienfreundlich ist Bassum? Welche Angebote für Kinder und Familien gibt es schon und was gilt es zu verbessern? Diese Kernfragen standen am Samstag im Raum, als junge Bassumer Eltern mit der Leiterin des Familienzentrums Elsbeth Ruholl, Kita-Leiterinnen, Ratsmitgliedern, dem Bürgermeister und dem ersten Stadtrat den ersten Bassumer Familiendialog führten.

Zum Gespräch eingeladen hatte die Stadt Bassum. Zwei Stunden lang konnten die Eltern überwiegend kleinerer Kinder auf Augenhöhe mit den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung über ihre familienspezifischen Anliegen sprechen – inklusive Kinderbetreuung und Kaffeetafel.

Es waren lebhafte Gespräche, die in zwei Kleingruppen im MüKiZe geführt wurden. In angenehmer Atmosphäre scheuten die Eltern sich nicht, Wünsche vorzutragen. Sie berichteten, was ihnen in Bassum gefällt und was sie vermissen. 

Es wurden Ideen und Kritikpunkte genannt. An einer Tafel wurde alles gesammelt und in drei Kategorien eingeteilt: „Gut“, „verbesserungswürdig“ und „fehlt“ stand über den Spalten. Am Ende waren zwei bunte Tafelbilder mit reichlich Material für eine familienfreundliche Stadtentwicklung entstanden. Schon während des Brainstormings beantworteten die Ratsmitglieder, Erster Stadtrat Norbert Lyko und Bürgermeister Christian Porsch Fragen und klärten über das bereits bestehende Angebot auf.

Eltern halten das Krippenangebot für Ausbaufähig

Die anwesenden Mütter und Väter attestierten der Stadt Bassum im Punkt Familienfreundlichkeit die Schulnote 2 bis 3. Zufrieden sind sie beispielsweise mit dem Hallenbad. Verbesserungswürdig finden sie aber dessen Öffnungszeiten am Wochenende. Ebenfalls mit Gut bewerteten sie das Familienzentrum, den Hort und das Angebot an Tagesmüttern. Ausbaufähig finden die Eltern das Krippenangebot (speziell für Bramstedt). Die Einrichtung einer weiteren Integrationsgruppe, Entdeckerschule für das Stadtgebiet, mehr Angebote für Väter und die Sicherung der Schulwege waren weitere vorgebrachte Wünsche.

Am Ende des Dialogs gingen alle Beteiligten zufrieden nach Hause. Für die Eltern war es toll, angehört zu werden und ihre Bedürfnisse vorbringen zu können. „Danke, dass so etwas angeboten wurde“, meinte Anne Heinze in der Abschlussrunde des Familiendialogs. Es sei ein gutes Gefühl, ernst genommen zu werden, so auch die anderen Eltern.

Auch die Ratsmitglieder nahmen einiges mit für ihre stadtpolitische Arbeit. „Ich fand es sehr wichtig, hier zu sein und den Eltern zuzuhören“, meinte Stadtratsmitglied Carsten Leopold. „Uns wurden viele Anregungen entgegengebracht.“ Er werde die Ergebnisse des Familiendialogs mit in den Stadtrat nehmen und finde die Hinweise hilfreich und zielführend.

25.000 Euro pro Haushaltsjahr für Spielplätze

Norbert Lyko betonte abschließend, dass der Prozess der Bürgerbeteiligung vom Rat der Stadt Bassum gewünscht wurde. „Am 8. Mai werden die Ergebnisse der einzelnen Dialoge im Stadtrat zusammengetragen. Dann gucken wir, was und mit wie viel Geld verwirklicht werden kann“, so der Erste Stadtrat. „Es werden schwierigere Themen dabei sein als die Öffnungszeiten des Hallenbades.“ Lyko denkt dabei zum Beispiel an die Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses.

An vielem, was man am Samstag diskutiert habe, ist die Stadt laut Lyko bereits dran. Beispielsweise an der Verbesserung des Spielplatzangebots. Der Rat hat hierfür 25.000 Euro pro Haushaltsjahr bereitgestellt.

Neben dem Familiendialog gab es bereits einen Jugenddialog. Ein Senioren-Dialog beginnt heute um 16 Uhr im Rathaus. Hierzu lädt die Stadt ein. Sollte Bedarf für einen barrierefreien Zugang erforderlich sein, würde kurzfristig ein entsprechender Raum gewählt werden.

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