Kritik am geplanten Gewerbegebiet

Bünter Anwohner starten Online-Petition

Ehepaar Blumhoff nutzte die Bürgerfragestunde im Rat, um erneut Kritik am geplanten Gewerbegebiet in Bünte zu üben.

Bassum - Am geplanten Gewerbegebiet in Bünte am Bramstedter Kirchweg, scheiden sich nach wie vor die Geister. Ehepaar Blumhoff nutzte die Bürgerfragestunde am Dienstagabend im Rat, um erneut Kritik an der Planung zu üben.

Bürgermeister Christian Porsch erklärte, dass es einen mehrheitlichen Beschluss gebe, wonach die Flächen entwickelt werden sollen. Er bot an, sich mit dem Ehepaar zusammenzusetzen, um eventuelle Fragen zu beantworten.

Doch die Anwohner in Bünte stehen nicht allein mit ihrer Abneigung gegen das Vorhaben. Hermuth Straßburg, Fraktionsvorsitzender des Bürgerblocks, regte nach der Sitzung unter Anregungen, Fragen und Bekanntmachungen an, auch weiterhin Alternativen prüfen zu lassen.

Helmut Zurmühlen (CDU) sprach sich dafür aus, die Flächen, die derzeit nicht der Stadt gehören, erst einmal aus der Planung herauszunehmen. Um Irritationen zu vermeiden. Denn genau das kritisieren Anwohner: Die Stadt hat das gesamte Gebiet als Potentialfläche ausgewiesen, obwohl ein Großteil davon derzeit nicht zum Verkauf steht (wir bericheten).

Mittlerweile haben die Anwohner in Bünte eine Petition im Internet gestartet (www.change.org).

Die übrigen Tagesordnungspunkte winkten die Ratsmitglieder im Schnellverfahren durch, ohne Diskussion. Dazu gehören der Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Stutenbruchsheide II sowie die Auslegung desselben; die 18. Änderung des Flächennutzungsplans 2000 + (Planung für ein Windrad am Standort der AWG) sowie die Erweiterung der Innenbereichssatzungen von Albringhausen, Hollwedel und Neubruchhausen.

Auch zum Gleichstellungsplan der Stadt Bassum gab es keine Wortmeldung. Zur Erklärung: Das Niedersächsische Gleichberechtigungsgesetz sieht einen solchen vor als Instrument der Personalentwicklung. Jede Dienststelle mit mindestens 50 Beschäftigten ist verpflichtet, einen Plan für einen Zeitraum von drei Jahren zu erarbeiten. Ziel ist, Unterrepräsentationen abzubauen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. - al

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