Bassumer Künstlerin Britta Gansberg ist unter die Youtuber gegangen

Ab nach draußen!

Es ist ein Familienprojekt: Der Youtube-Kanal „Ab nach draußen!“ Von Britta Gansberg, Bernd-Fred Heyne sowie Leni und Greta.
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Es ist ein Familienprojekt: Der Youtube-Kanal „Ab nach draußen!“ Von Britta Gansberg, Bernd-Fred Heyne sowie Leni und Greta.

Bassum – Wer Britta Gansberg in der nächsten Zeit Runde um Runde um ihr Haus drehen sieht, bewaffnet mit einem Fotoapparat, muss sich keine Sorgen machen. Die Bassumer Künstlerin ist lediglich unter die Youtuber gegangen und sammelt Material für ihr nächstes Video. Und dafür braucht sie reichlich Fotos: „120 Bilder pro Minute“, schätzt Gansberg. Nur gut, dass ihre Videos drei Minuten nicht übersteigen sollen.

Doch was hat Gansberg dazu bewogen? Derselbe Grund, warum sie sich dazu entschloss, ein Buch zu schreiben, das sie 2019 veröffentlichte: Menschen sollen die kleinen Lebewesen, die sie ihm Alltag häufig treffen, wie die Kellerassel oder die Schnecke, mit anderen Augen sehen und sie achtsamer behandeln – anstatt sie zu zertreten.

„2020 wollte ich Lesungen abhalten“, erläutert Gansberg. Doch dann kam Corona. So konnte sie ihr Buch „Auf Entdeckungsreise im Garten mit Schnecki und Kelly“ nicht vorstellen. Aber die Botschaft sollte nicht einfach so von der Pandemie erstickt werden. Also suchte Gansberg nach einem neuen Medium – und stieß auf Youtube.

Darauf aufmerksam gemacht haben sie ihre beiden Töchter, die die Plattform regelmäßig nutzen, um sich informieren oder auch einfach mal unterhalten zu lassen. Da war sich Gansberg sicher: Über Youtube kann sie zahlreiche Menschen erreichen und ihnen die kleinen Krabbler näher bringen. Die Frage, wie die Videos aufgebaut sein sollten, gestaltete sich hingegen schon etwas schwieriger. „Ich hatte viele Ideen“, erklärt Gansberg, während ihre beiden Mädels schon das Gesicht in Händen vergraben und die Köpfe schütteln. Ein klares Statement, was sie von den „Ideen“ ihrer Mutter hielten.

Tochter Greta, die bereits Erfahrung damit hat, Videos zu erstellen, in denen Bild an Bild gereiht wird, brachte sie schließlich auf das passende Format. „Das hat mich begeistert!“, sagt Gansberg. Greta erklärte sich einverstanden, Mamas Youtube-Karriere zu fördern, verlangte aber auch: „Dann musst du mir die Bilder beschaffen.“ Und das tat Gansberg. Anschließend schrieb sie noch einen Text dazu, sprach ihn ein und Greta brachte beides zusammen.

Beim ersten Video dauerte das Erstellen noch drei Tage, das zweite nur noch einen halben Tag. „Jetzt, wo wir Intro und Outro schon haben, geht es schneller“, sagt Greta, die beides produziert hat. Schwester Leni stand als Qualitätsprüferin immer bereit, und Vater Bernd-Fred Heyne sorgte für die Schrift auf dem sogenannten Thumbnail (das Standbild, mit dem die Videos angezeigt werden). „Es ist ein Familienprojekt“, freut sich Gansberg.

Für dieses Jahr hat sie noch weitere Videos herausgebracht. Nach dem sie die Kellerassel und die Weinbergschnecke vorgestellt hat, stehen Zitronenfalter, Marienkäfer, Wespe und Regenwurm auf dem Programm.

„Die Videos sollen kurz, interessant und witzig sein“, beschreibt Gansberg. „Er richtet sich auch nicht nur an Kinder, wie das Buch, sondern hält vielleicht auch für Erwachsene die eine oder andere Information bereit.“

Außerdem plant Gansberg auch vier Videos mit Gästen, die vielen Bassumern bekannt sein dürften. Anni Wöhler-Pajenkamp hat bereits etwas über Kräuter und Insekten erzählt und auch Henning Greve, Dominik Albrecht von der Abfall-Wirtschafts-Gesellschaft (AWG) und Bassums Naturgarten- und Insektenbeauftragter Jens Diedrich sind mit von der Partie. „Wir produzieren zwei Videos pro Monat, bis Oktober. Dann gehen wir in die Winterpause und fangen im Frühjahr wieder an.“

Einen festen Tag, wann die Videos erscheinen, gibt es nicht. Wer darüber informiert werden möchte, muss den Kanal „Ab nach draußen!“ abonnieren und die Glocke aktivieren.

Die Bilder seien übrigens alle unbearbeitet. „Und sie zeigen auch nicht immer nur das jeweilige Tier, sondern den Verlauf der Jahreszeiten in unserem Garten“, so Gansberg. „Vielleicht können wir dadurch auch die Zuschauer motivieren, ein bisschen mehr Natur im Garten zuzulassen.“

Von Julia Kreykenbohm

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