Neuer Standort

Betreiberin der „Danziger Delikatessen“ hofft auf Aufschwung

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Iwona Keller fühlt sich in ihren neuen Räumen an der Sulinger Straße rundherum wohl. Sie hofft, dort mehr Kunden zu erreichen.

Nein, das vergangene Jahr ist nicht gut gewesen. Doch davon lässt sich Iwona Keller nicht entmutigen. Die Betreiberin der „Danziger Delikatessen“ weiß, dass man mitunter einen langen Atem braucht, wenn man etwas erreichen will. Und dass man arbeiten muss. Viel arbeiten. Und das tut sie.

Bassum - Von Julia Kreykenbohm. Ihr Tag beginnt häufig morgens um halb fünf, dann richtet sie das Frühstück für ihre Kinder, kauft ein und schließt ihren Laden auf. Der befindet sich seit Ende 2018 nicht mehr an der Langen Straße (Navi-Adresse: Bremer Straße 31). Jetzt weht die kleine polnische Flagge über dem Ladenschild an der Sulinger Straße.

Das hat seinen Grund. „Die Lage war ungünstig. Es gab keine Parkplätze, und einige Kunden haben uns gar nicht gefunden“, erzählt Keller. Dann habe sie den Tipp bekommen, dass an der Sulinger Straße etwas frei ist. „Die Räume haben mir sehr gefallen. Es gibt mehr Platz, es ist viel schöner, und die Leute nehmen es besser an. Ich habe schon ein paar neue Kunden gewinnen können.“

Viele Stammkunden halten die Treue

Sie habe bereits viele Stammkunden, hauptsächlich Polen, die aus Sulingen, Syke, Diepholz und Twistringen kommen, um bei ihr polnische Spezialitäten wie Wurst, Käse, Getränke, Suppen und Konfitüre zu kaufen. Alles aus ihrem Heimatland. Doch Keller macht auch viel selber, beispielsweise Maultaschen und Piroggen, backt Kuchen und packt Körbe.

Um 10 Uhr beginnt der Verkauf, um 13 Uhr fährt sie nach Hause, kümmert sich um ihre Kinder und steht dann wieder von 14 bis 18 Uhr im Laden. Von Montag bis Freitag, und Samstag nochmal bis 14 Uhr. Am Sonntag macht sie all das, was in der Woche liegen bleibt. Ein strammes Pensum, doch Kellers Herzblut steckt in dem Geschäft. Sie hat auch noch viele Ideen, wie sie es weiterentwickeln könnte. Deswegen will sie es auch nicht so schnell aufgeben, obwohl das erste Jahr ihrer Selbstständigkeit nicht so gut gelaufen ist.

„Ich habe noch Hoffnung“

„Es braucht wohl Zeit, bis sich sowas rumgesprochen hat“, vermutet sie. „Wir müssen uns alles erarbeiten und mehr kämpfen, wenn es nicht gut läuft.“ Sie hofft, noch mehr deusche Kunden von den polnischen Leckereien überzeugen zu können. „Sie sind oft etwas zurückhaltender, wenn sie etwas nicht kennen“, erzählt Keller mit einem Schmunzeln. Dabei können sie alles probieren, bevor sie es kaufen.

„Es heißt, es braucht etwa zwei Jahre, bis ein Geschäft gut angelaufen ist“, sagt Keller, die bereits in Polen einen eigenen Laden geführt und Kurse über Selbstständigkeit gegeben hat. Sie lächelt: „Also habe ich noch bis Ende dieses Jahres Zeit. Und ich habe noch Hoffnung.“

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