Bramstedter Grundschüler besuchen Wissenswerkstatt in Diepholz

Erste Gehversuche der Schuhputzmaus

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Elektrotechnik zum Anfassen – so verstehen es die Mädchen und Jungen viel besser.

Bramstedt/Diepholz - Von Simone Brauns-Bömermann. Das Interesse der hiesigen Grundschulen an der Wissenswerkstatt Metropolregion Nordwest in Diepholz ist groß. Die vierte Klasse der Grundschule Bramstedt hatte ihren Besuch fast beendet, da folgte die Anmeldung der Grundschule Mittelstraße. An drei Tagen soll das Interesse für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und Umwelt geweckt und vertieft werden.

Erst im März dieses Jahres war der Verein Wissenswerkstatt durch regionale Unternehmen gegründet worden. Mit dabei das Bassumer Unternehmen Stelter Zahnradtechnik. Sitz ist die alte Lübkemannschule in Diepholz. Die Leitung hat Dr. Heike Pabst. Sie hat Erfahrung in frühkindlicher Bildung mit Schwerpunkt „Mint“ – Mathematik, Informatik Naturwissenschaften, Technik. Mit im Team neben einigen technikaffinen Ehrenamtlichen ist Kfz-Technik-Meister Dirk Lahrmann.

Tüfteln, Basteln, Selbermachen und Ausprobieren sind die Schwerpunkte, kombiniert mit Aufgaben-Ideen zum kreativen Umsetzen. Bohren, Hämmern, Schrauben und Löten, auch Schiefgehen und Neuanfangen gehören dazu. Und auch das Dekorieren, wie jetzt die Bramstedter Schüler erfuhren. Auf dem Programm standen die Herstellung eines Kaleidoskops sowie der Versuch, eine Schuhbürste zu elektrifizieren. Die Ergebnisse waren beeindruckend.

Im Raum der Elektrotechnik befestigten die Schüler an der Schuhbürste eine Batterie, erstellten einen einfachen Stromkreis mit Schalter und Antrieb, sodass die Fortbewegung der Schuhbürste gewährleistet war. Räder oder Kufen brauchte sie keine, die Borsten reichten, um sich auf glattem Boden zu bewegen.

Nun dekorierten die Schüler die Schuhputzmaus mit Barthaaren, Augen, Nase und angedeuteten Beinen, und den ersten Laufversuchen stand nichts mehr im Wege. Die Kinder hatten so viel Spaß, dass kleine Wettfahrten unter den Mäusen ausgetragen wurden.

Das altbewährte Kaleidoskop entstand in der anderen Bastelwerkstatt. Man nehme Plastikrohr, Drehverschluss mit Loch zum Durchschauen, zwei selbstgesägte Dreiecke, drei Gewindestangen, eine Murmel und ganz wichtig, eine zum Prisma gefaltete Spiegelfolie.

Alles richtig arrangiert, entstehen durch die Spiegelfolie, Murmel und Lichtbrechung fantastische Bilder. Und alles selbst gemacht, nicht gekauft. Das erhöht das Selbstbewusstsein und macht ein wenig stolz.

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